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[Teil 2 = Sexta, [Schülerband]] (Teil 2 = Sexta, [Schülerband])

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN776685201
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-11376697
Title:
Der erste Lehrmeister
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Fleischer
Document type:
Multivolume work
Collection:
Readers, pre-1871
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
ein Inbegriff des Nöthigsten und Gemeinnützigsten für den ersten Unterricht

Volume

Persistent identifier:
PPN776685589
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-11537994
Title:
Die Bewohner der Erde oder Beschreibung aller Völker der Erde
Shelfmark:
GD-I 26(1,1814)-10
Author:
Löhr, Johann Andreas Christian
Volume count:
Theil 10
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Fleischer
Document type:
Volume
Collection:
Geography textbooks, pre-1871
Publication year:
1814
Edition title:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Chapter

Title:
Amerika
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Deutsches Lesebuch für höhere Lehranstalten
  • [Teil 2 = Sexta, [Schülerband]] (Teil 2 = Sexta, [Schülerband])
  • Binder
  • Prepage
  • Title page
  • Vorwort zur fünfzehnten Auflage
  • Begleitwort zur neuen Ausgabe
  • Vorwort zum Sexta-Band. (Zwanzigste Auflage.)
  • I. Inhaltsverzeichnis
  • II. Inhaltsverzeichnis. (Nach den Verfassern [Quellen] geordnet.)
  • Kanon der zum Auswendiglernen bestimmten Gedichte
  • Prosa
  • I. Erzählungen
  • II. Fabeln
  • III. Märchen
  • IV. Sagen
  • V. Aus der Geschichte
  • VI. Aus der Erdkunde
  • VII. Aus der Natur
  • Poesie
  • Aus der Heimat über die Heimat
  • Binder

Full text

74 
IV. Sagen. 
Nur eine einzige Stelle an der Schulter blieb von dem Drachen¬ 
blute unberührt, weil ein Lindenblatt darauf gefallen war. 
Als aus dem Knaben ein Jüngling geworden war, verrichtete 
er viele kühne Taten; denn er war riesenstark und von hohem 
Mute. Einst kam er zu den Königssöhnen Schilbung und Nibe¬ 
lung, die eben den Schatz ihres Vaters teilen wollten. Sie konnten 
aber damit nicht zurecht kommen und baten Siegfried, die 
Teilung vorzunehmen. Das tat er und erhielt dafür das starke 
Schwert Balmung. Nachher waren sie aber mit der Teilung 
des Schatzes nicht zufrieden und überfielen ihn mit mehr als 
hundert starken Recken. Alle aber überwand und tötete er. Nun 
war da ein Zwerg von gewaltiger Kraft, mit Namen Alberich, 
der besaß die Tarnkappe, die denjenigen unsichtbar machte, 
der sie trug. Alberich, seinen Herren treu ergeben, wollte ihren 
Tod rächen; allein so stark er war, er mußte doch der Kraft 
Siegfrieds erliegen. Aber dieser schenkte ihm das Leben; dafür 
mußte er geloben, den Nibelungenhort (Schatz) treu zu bewachen. 
So hatte der starke Siegfried ein mächtiges Schwert, einen un¬ 
ermeßlichen Schatz, das Land der Nibelungen und die Tarnkappe 
erworben. Nun kehrte er zu seinem Vater Siegmund zurück. 
Dieser veranstaltete ein großes Fest, an dem Siegfried und 
viele andere junge Helden mit dem Ritterschwert timgürtet 
wurden. Der König aber verlieh dem tapferen Sohne sein Land 
mit allen seinen Burgen. Er hatte nun die Wildheit seiner 
Jugend abgelegt und wurde ein edler Held, dessen Ruhm in alle 
Lande erscholl. 
2. Kriemhild. 
In dem Lande der Burgunden zu Worms am Rhein wuchs 
eine Königstochter auf, mit Namen Kriemhild. Sie war nicht 
allein schön, sondern auch wegen ihrer Tugenden bei allen 
Frauen beliebt. Sie wohnte bei ihren Brüdern Günther, Gernot 
und Giselher, den Königen von Burgund, mit ihrer Mutter 
Ute. Kriemhild hatte einst einen merkwürdigen Traum. Ihr 
träumte, sie hätte einen großen, schönen Falken aufgezogen, 
den ergriffen zwei Adler und zerrissen ihn. Als sie diesen 
Traum ihrer Mutter erzählte, sagte diese: „Der Falke ist ein 
edler Mann; wenn ihn Gott nicht behütet, so wird er sterben, 
und du wirst viel Leid durch seinen Tod erfahren.“ 
Nun hörte aber Siegfried von der schönen Kriemhild, und er 
beschloß, nach dem Rheine zu ziehen und um sie zu werben. 
Ungern hörte das seine Mutter Siegelinde; als aber der Sohn 
darauf bestand, gab sie nach und ließ für ihn und seine zwölf
	        

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Winneberger, Oskar et al. [Teil 2 = Sexta, [Schülerband]]. Frankfurt am Main: Moritz Diesterweg, 1904. Print.
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