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Theoretisch-praktisches Handbuch für den Anschauungsunterricht

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN776706527
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-11043895
Title:
Handbuch des Wissenswürdigsten aus der Natur und Geschichte der Erde und ihrer Bewohner
Author:
Blanc, Ludwig Gottfried (19.09.1781-18.04.1866)
Place of publication:
Halle
Publisher:
Schwetschke
Document type:
Multivolume work
Collection:
Geography textbooks, pre-1871
Publication year:
1833-
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
zum Gebrauch beim Unterricht in Schulen und Familien, vorzüglich für Hauslehrer auf dem Lande so wie zum Selbstunterricht

Volume

Persistent identifier:
PPN776706861
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-13127375
Title:
Die allgemeine Einleitung, die Pyrenäische Halbinsel, Frankreich, das Britische Reich, die Niederlande, die Schweiz und die Skandinavischen Reiche
Shelfmark:
GL-I 15(2,1833)-1
Author:
Blanc, Ludwig Gottfried (19.09.1781-18.04.1866)
Volume count:
Theil 1
Place of publication:
Halle
Publisher:
Schwetschke
Document type:
Volume
Collection:
Geography textbooks, pre-1871
Publication year:
1833
Edition title:
2., verb. u. verm. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

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Document type:
Multivolume work
Structure type:
Advertising

Contents

Table of contents

  • Theoretisch-praktisches Handbuch für den Anschauungsunterricht
  • Binder
  • Prepage
  • Title page
  • Inhaltsverzeichnis
  • [Gedicht nach Fr. Rückert]
  • Vorwort zur zweiten Auflage
  • Vorwort zur dritten Auflage
  • Vorwort zur vierten Auflage
  • Einleitung
  • Erster Abschnitt
  • Zweiter Abschnitt
  • Dritter Abschnitt
  • Vierter Abschnitt
  • Fünfter Abschnitt
  • Anhang. Allgemeine Betrachtungen über die Thierwelt
  • Sechster Abschnitt
  • 1. Der Apfelbaum
  • 2. Der Fliederstrauch (Sambucus nigra)
  • 3. Der Roggen (Secale cereale)
  • 4. Die Kartoffel (Solanum tuberosum)
  • 5. Die Tulpe (Tulipa Gesneriana)
  • 6. Thier und Pflanze
  • 7. Der Wallnußbaum (Juglans regia)
  • 8. Die Eiche (Quercus)
  • 10. Die Pappel (Populus)
  • 11. Die Föhre (Pinus sylvestris, L.)
  • 12. Die Tanne (Pinus picea, L.)
  • 13. Die Lärchentanne (Pinus larix, L.)
  • 14. Die Roßkastanie (Aesculus hippocastanum)
  • 15. Die Linde (Tilia europaea, L.)
  • 16. Die Rothbuche (Fagus sylvatica)
  • 17. Die Weißbuche (Carpinus betulus)
  • 18. Die Birker oder der Maibaum (Betula alba)
  • 19. Die gemeine Erle oder Eller (Betula alnus, L., Alnus glutinosa, Gaertn.)
  • 20. Die gemeine Esche (Fraxinus excelsior, L.)
  • 21. Der Ahorn (Acer)
  • 22. Die gemeine Ulme (Ulmus campestris, L.)
  • 23. Die gemeine Pflaume (Prunus domestica)
  • 24. Die Sauerkirsche (Prunus cerasus, L.)
  • 25. Die Süßkirsche (Prunus avium)
  • 26. Birnbaum und Apfelbaum (Pyrus communis und Pyrus malus, L.)
  • 27. Die Aprikose (Prunus armeniaca, L.)
  • 28. Der Pfirsisch oder die Pfirsche (Amygdalus persica, I.)
  • 29. Die Schlehe (Prunus spinosa)
  • 30. Der Vogelbeerbaum (Sorbus aucuparia)
  • 31. Der gemeine Spindelbaum (Evonymus europaeus)
  • 23. Die Citrone und Apfelsine
  • 33. Die Stechpalme (Ilex Aquifolium)
  • 34. Der Weißdorn (Crataegus oxyacantha)
  • 35. Die Hundsrose (Rosa canina)
  • 36. Der Schneeballenstrauch (Viburnum opulus)
  • 37. Der Sirenenstrauch (Syringa vulgaris)
  • 38. Das Gaisblatt (Lonicera)
  • 39. Der Besenstrauch (Spartium scoparium, L.)
  • 40. Das Haidekraut (Erica vulgaris, L.)
  • 41. Die Sumpfhaide (Erica Tetralix, L.)
  • 42. Der Haselnußstrauch (Corylus Avellana, L.)
  • 43. Der Stachelbeerstrauch (Ribes grossularia)
  • 44. Der Johannisbeerstrauch (Ribes rubrum und B. nigrum)
  • 45. Die Himbeerstaude (Rubus idaeus)
  • 46. Der Heidelbeerstrauch (Vaccinium myrtillus)
  • 47. Epheu, Wintergrün (Hedera helix)
  • 48. Der Weizen (triticum vulgare.)
  • 49. Die Gerste (Hordeum)
  • 50. Der Hafer (Avena sativa)
  • 51. Einige andere Gräser
  • 52. Das Schilfrohr, Teichrohr, Reit (Phragmites communis, Arundo phragmites, L.)
  • 53. Der Buchweizen (Polygonum fagopyrum)
  • 54. Der Flachs (Linum usitatissimum)
  • 55. Der Hanf (Cannabis sativa)
  • 56. Die gemeine Erbse (Pisum sativum)
  • 57. Die Möhre, gelbe Wurzel (Daurus carota, L.)
  • 58. Der gemeine Hopfen (Humulus Iupulus)
  • 59. Die Sichorie (Cychorium Intybus, L.)
  • 60. Die echte Kamille, Mutterkraut (Matricaria Chamomilla, L.)
  • 61. Fieberklee, Bitterklee, Dreiblatt, Zottenblume (Menyanthes trifoliata)
  • 62. Kalmus (Acorus Calamus, L.)
  • 63. Der Beifuß, Wermuth (Artemisia absinthium)
  • 64. Der gebräuchliche Baldrian (Valeriana officinalis)
  • 65. Der gemeine Rainfarrn (Tanacetum vulgare, L.)
  • 67. Der rothe Fingerhut (Digitalis purpurea)
  • 68. Der schwarze Nachtschatten (Solanum nigrum)
  • 69. Das Bilsenkraut (Hyoscyamus niger)
  • 70. Die Tollkirsche (Atropa belladonna)
  • 71. Der Stechapfel (Datura stramonium)
  • 72. Der Wasserschierling (Cicuta virosa)
  • 73. Der Gartenschierling oder die Hundspetersilie (Aethusa Cynapium)
  • 74. Die vierblätterige Einbeere (Paris quadrifolia)
  • 75. Das große Schöllkraut (Chelidonium major)
  • 76. Der gefleckte Aron (Arum maculatum)
  • 77. Die Herbst - Zeitlose (Colchicum autumnale)
  • 78. Die lanzenblätterige Kratzdistel (Cirsium lanceolatum, Scop.)
  • 79. Die Brennnessel (Urtica dioica)
  • 80. Das Schneeglöckchen (Galanthus nivalis)
  • 81. Crocus (Crocus vernus, All.)
  • 82. Die Gartenhyacinthe (Hyacinthus orientalis, L.)
  • 83. Die Waldanemone, das Windröschen (Anemone nemorosa, L.)
  • 84. Das wohlriechende Veilchen (Viola odorata)
  • 85. Die Schlüsselblume (Primula officinals, Jacq.)
  • 86. Die Dotterblume (Caltha palustris)
  • 87. Der Gundermann (Glechoma hederacea)
  • 88. Das Wiesenschaumkraut
  • 89. Der Löwenzahn (Leontodon taraxacum, L.)
  • 90. Das Maßliebchen (Bellis perennis)
  • 91. Sumpf - Vergißmeinnicht (Myosotis palustris)
  • 92. Waldehrenpreis (Veronica chamaedrys)
  • 93. Das Maiglöckchen
  • 94. Die Wasser - Schwertlilie (Iris pseudacorus)
  • 95. Ragwurz, Kukuksblume, Orchis (Orchis)
  • 96. Der Hahnenfuß, die Ranunkel (Ranunculus)
  • 97. Die Lichtnelken (Lychnis)
  • 98. Die weiße Lilie (Lilium candidum)
  • 99. Die jährige Sonnenblume (Helianthus annuus)
  • 100. Der Klatschmohn (Papaver Rhaeas)
  • 101. Die Kornblume (Centaurea Cyanus)
  • 102. Die Zaunwinde (Convolvulus sepium)
  • 103. Die nesselblätterige Glockenblume (Campanula Trachelium)
  • 104. Die weiße Seerose (Nymphaea alba)
  • 102. Die gelbe Teichrose (Nuphar lutea)
  • 103. Die Kaiserkrone (Fritillaria imperialis)
  • 107. Die Akelei (Aquilegia vulgaris)
  • 108. Der Rittersporn (Delphinium Ajacis)
  • 109. Der blaue Sturmhut (Aconitum Napellus, L.)
  • 110. Die Königskerze, Wollkraut (Verbascum)
  • 111. Der Ziest (Stachys)
  • 112. Das Johanniskraut (Hypricum perforatum)
  • 113. Rohrkolben, Donnerhammer (Typha)
  • 114. Engelfüß, Farnkraut (Polypodium vulgare)
  • Schlußbetrachtungen über die Pflanzen
  • Siebenter Abschnitt
  • Achter Abschnitt
  • [Uebersicht des hierher Gehoerigen]
  • [Andeutungen zur Ausfuehrung der ersten vier Lectionen]
  • Binder

Full text

- 160 - 
Eigenthümlich ist seine Kampflust. Mit jedem fremden Hahn, der 
sich in sein Revier wagt, oder ihm im Freien in die Quere kömmt, bindet 
er an. Mit lautem Krähen und heftigem Flügelschlage fordert er den Feind 
heraus, der, wenn er kein Feigling ist, ebenso begierig den Kampf annimmt., 
In vollem Laufen stürzen sie auf einander; die Augen funkeln, der 
Ringkragen ist schildförmig gesträubt und voll Wuth springen sie gegen ein¬ 
ander an, indem sie mit Stößen und Flügelschlägen einander zu wer¬ 
fen suchen. Von Zeit zu Zeit tritt eine kurze Pause ein, in welcher beide 
Feinde athemlos und mit gesenktem Haupte einander lauernd gegenüberstehen, 
gleich bereit zum Angriff, wie zur Vertheidigung. Endlich kräht der eine 
und stürzt auf's Neue auf den andern los, bis die Flügel zum zweiten Male 
ermatten und beide schon mehr die Füße mit den scharfen Sporen gebrau¬ 
chen. Auch dies führt indeß selten zum Siege, denn es ist noch eine kräfti¬ 
gere Waffe nach, der Schnabel. Das Springen hört auf, aber Hieb fallt 
auf Hieb, bis der eine mit blutendem Kopfe taumelt und nach einem letzten 
heftigen Hiebe das Schlachtfeld räumt, indem er in eiliger Flucht das Weite 
sucht oder sich in eine Ecke duckt, den Schwanz senkt, sich klein macht und 
wie eine Henne ganz erbärmlich gackert. Oftmals verfolgt der Sieger, wenn 
er nicht selbst zu übel zugerichtet ist, den geschlagenen Feind und tobtet ihn 
mit wüthenden Schnabelhieben. 
Die Hühner (das Huhn, — die Henne) haben freilich im Allgemeinen 
dieselbe Gestalt, wie der Hahn; jedoch sind sie kleiner, besonders von Hals 
und Füßen, welche letztere nur einen Ansatz zum Sporn haben. Uebrigens 
giebt es viele Varietäten des Haushuhns, die besonders in Farbe und 
Kopfschmuck von einander abweichen. Einfarbig schwarze Hühner mit 
weißer Haube und weißem Schwänze, sowie weiße mit blauem Schwänze 
sind sehr hübsch; braune, aschfarbige, gesprenkelte sieht man freilich häufiger. 
Die Nahrung des Huhns besteht in Infecten, Larven und Maden, 
die sie aus dem Miste scharren, — in Regenwürmern, welche sie im Som- 
men früh Morgens reichlich an der Erdoberfläche finden, — in kleinen Mäu¬ 
sen, Eidechsen u. s. w. — in zarten Gras- und Kleespitzen und besonders 
in allerlei Samenkörnern. Pfeffer, Bittermandeln, Kaffeebohnen und selbst 
Hollunderbeeren sind den Hühnern giftig. 
So lange die Hühner im Freien ihre Nahrung suchen können, braucht 
man sie auf dem Hofe nur einmal zu füttern; im Winter muß man ihnen 
aber 2 Mal täglich eine reichliche Mahlzeit geben. Gerste, Hafer mit ge¬ 
kochten Kartoffeln, Weizen, welcher das Eierlegen zwar befördert, aber die 
Hühner leicht zu fett macht, Obst, gehackten Kohl, Salat, Brotkrumen und 
Fleischstücke fressen sie gerne und befinden sich wohl dabei, wenn sie Platz 
zum Scharreu, Saud zum Baden, Wasser zum Trinken und kleine 
Kalkstückchen oder Eierschalen zum Verschlucken finden können. 
Das Huhn hat ungemein starke Verdauungswerkzeuge, besonders einen 
so muskelstarken Hauptmagen, daß er von Glasstücken nicht verletzt wird 
und Haselnüsse in 24 Stunden auflös't. Zunächst sitzt unten am Halse der 
Vormagen oder Kropf, in dem die Körner aufgeweicht werden. Von dem 
Kropfe führt ein weiter Zwischenfanal zum Hauptmagcn; der Zwischenkanal 
sondert aus seinen zahlreichen Drüsen einen scharfen Saft ab, der die Kör¬ 
ner durchdringt und das Geschäft des Kropfes fortsetzt. Einen ähnlichen, 
aber noch schärfer» sauren Saft sondert der Hauptmagen aus seinen dicken 
Wanden ab. Hier wird die Verdauung vollendet.
	        

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Spiess, Moritz, and Bruno Berlet. Für Einen Einjährigen Unterricht in Einer Mittleren Klassen Berechnet. Hildburghausen: Nonne, 1861. Print.
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