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Deutscher Schul-, Haus- und Kinderfreund

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN776968939
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-11137927
Title:
Deutscher Schul-, Haus- und Kinderfreund
Shelfmark:
RCH-I 15(1,1848)
Author:
Wander, Karl Friedrich Wilhelm
Place of publication:
Grimma
Publisher:
Verlags-Comptoir
Document type:
Monograph
Collection:
Textbooks for study of the natural and cultural world (Realienkunde), pre-1871
Publication year:
1848
Edition title:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
ein Lesebuch des deutschen Volkes für Schule und Haus

Chapter

Title:
VI. Das Thierreich
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
e) Reptilien
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Deutscher Schul-, Haus- und Kinderfreund
  • Binder
  • Title page
  • Vorwort
  • Inhaltsübersicht
  • Einleitung
  • I. Das Weltgebäude im Allgemeinen
  • II. Die Urwelt
  • III. Die jetzige Oberfläche der Erde
  • IV. Das Mineralreich
  • V. Das Pflanzenreich
  • VI. Das Thierreich
  • a) Insekten
  • b) Krustenthiere
  • c) Weichthiere oder Mollusken
  • d) Fische
  • e) Reptilien
  • f) Vögel im Allgemeinen
  • g) Säugethiere
  • VII. Der Mensch
  • A. Nach seinem Körper
  • B. Die Sinne
  • C. Der Geist
  • D. Des Menschen Bildungszustände, Wege und Anstalten
  • VIII. Naturlehre
  • IX. Die Zeit und ihre Eintheilung
  • X. Geschichtliches
  • Binder

Full text

289 
zufälligerweise in die Materie des Steins, als diese noch weich war, 
oder in den Baum, als er ansing aus dem Kern zu wachsen. Aus 
diesem Ei entwikkelte sich nach und nach das Geschöpf, und wuchs, 
als sich die sie umgebende Masse noch ausdehnen ließ. 
Aber was lasst sich nun auf die zweite Frage antworten: wie 
lange haben die Thiere da in ihren Löchern gesessen? Doch wohl 
schon von der Zeit her, da der Stein noch weiche Masse war und 
der Baum erst anfing zu werden. Wenn man nun bedenkt, wie 
lange Zeit nöthig ist, bis z. B. eine Eiche zu einem dikken Baum 
heranwachst, so muss man über das Alter dieser Thiere erstaunen. 
Man wagt es kaum zu denken, dass sie vielleicht hundert Jahre und 
darüber ohne Bewegung in ihrem engen Loche sollen gesessen haben, 
ohne ihre Füße zum Gehen, ihr Maul zum Fressen, ihre Augen 
zum Sehen gebrauchen zu können; und doch kann man fast nicht 
anders. Merkwürdig ist es auch dann nebenher, dass sie, sobald sie 
aus dem Loche herauskamen, sogleich ihre Füße zu gebrauchen und 
fortzulaufen wussten, da sie doch so lange bewegungslos waren. 
Die dritte Frage: wovon mögen diese Thiere gelebt haben? 
würde, wenn man mit den beiden vorigen auf's Reine wäre, wohl 
die wenigste Schwierigkeit haben. Denn vielleicht wäre die Antwort 
hinreichend: von der Feuchtigkeit des Steines oder Holzes. Die 
Steine, worin sie gefunden wurden, waren solche, welche das Was¬ 
ser stark in sich sogen. Dass in den Felsen tief unter der Ober, 
fläche Wasser sei, sieht man in den Gruben der Bergwerke. In 
grünem Holze kann es ihnen auch nicht an Feuchtigkeit fehlen. 
Ein französischer Naturforscher sucht es aus ihrer langsamen 
Verdauung zu erklären, und bemerkt dabei, dass sie ihre Haut, die 
sie zu gewissen Zeiten abwerfen, selbst wieder verzehrten. 
(Vieth.) 
f) Vögel im Allgemeinen. 
S76 Die kleine Welt. 
Wer nennt die kleine runde Welt? 
Gar wundersam ist sie bestellt, 
es ist darin nicht Berg noch Thal, 
nicht Mondenschein noch Sonnenstrahl. 
Doch Mutterlieb' in stiller Lust 
erwärmt an ihrer weichen Brust 
die kleine Welt, und allgemach 
wird drin ein zartes Leben wach. 
Bald wachsen ihm die kleinen Schwin¬ 
gen, - 
cs will die enge Welt durchdringen; 
und sieh', es bricht sie leicht entzwei, 
und hüpfet nun getrost und frei, 
und trinkt das süße Tageslicht. 
Doch ach l es hätt' und fände nicht 
! ein Plätzchen, wo es künftig bliebe.
	        

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Wander, Karl Friedrich Wilhelm. Deutscher Schul-, Haus- Und Kinderfreund. Grimma: Verlags-Comptoir, 1848. Print.
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