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Deutscher Schul-, Haus- und Kinderfreund

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN776968939
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-11137927
Title:
Deutscher Schul-, Haus- und Kinderfreund
Shelfmark:
RCH-I 15(1,1848)
Author:
Wander, Karl Friedrich Wilhelm
Place of publication:
Grimma
Publisher:
Verlags-Comptoir
Document type:
Monograph
Collection:
Textbooks for study of the natural and cultural world (Realienkunde), pre-1871
Publication year:
1848
Edition title:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
ein Lesebuch des deutschen Volkes für Schule und Haus

Chapter

Title:
VI. Das Thierreich
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
g) Säugethiere
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Deutscher Schul-, Haus- und Kinderfreund
  • Binder
  • Title page
  • Vorwort
  • Inhaltsübersicht
  • Einleitung
  • I. Das Weltgebäude im Allgemeinen
  • II. Die Urwelt
  • III. Die jetzige Oberfläche der Erde
  • IV. Das Mineralreich
  • V. Das Pflanzenreich
  • VI. Das Thierreich
  • a) Insekten
  • b) Krustenthiere
  • c) Weichthiere oder Mollusken
  • d) Fische
  • e) Reptilien
  • f) Vögel im Allgemeinen
  • g) Säugethiere
  • VII. Der Mensch
  • A. Nach seinem Körper
  • B. Die Sinne
  • C. Der Geist
  • D. Des Menschen Bildungszustände, Wege und Anstalten
  • VIII. Naturlehre
  • IX. Die Zeit und ihre Eintheilung
  • X. Geschichtliches
  • Binder

Full text

300 
g) Säugethiere. 
301» Kleine und große Sä'ugethiere. 
In Asien, in dem Gebirge Taurus und an andern Orten, lebt 
eine Art von wilden Schafen . Argeli ..enannr. die sind sehr groß, 
stark und scheu, und haben sehr große Hörner. Wenn ein solches 
Thier- im Kampf oder durch ein anderes Unglükk ein Horn verliert 
was zuweilen geschieht, so kommt es den dortigen Füchslein zu gut. 
Diese haben alsdann nicht nöthig, einen Bau in die Erde zu gra¬ 
ben, meinen, das Horn sei wegen ihnen da, schlüpfen hinein und 
wohnen darin. Worüber muss man sich mehr verwundern, über 
die großen Hörner, oder über die kleinen Füchse e 
In Asien lebt auch eine Art von Hirschen, Zwerghirschlein 
genannt, deren Füßlein sind Fingerslang und so dünn, wie der 
Stiel einer kölnischen Tabakkspfeife. DaS Spitzmäuslein, eben¬ 
falls in Asien, wiegt ein halbes Quintlein, und ist das kleinste un¬ 
ter allen bekannten Thieren, die auf vier Beinen gehen und ihre 
Jungen saugen. Der Elephant aber ist 12—15 Fuß hoch, 15—17 
Fuß lang, wiegt seine 7000 Pfund. Ein fleißiger Schüler soll 
mir ausrechnen: Wie viel Spitzmäuslein müsste man haben , die 
zusammen so schwer sind, als ein Elephant? 
Das kleinste Thierlein auf der Erde hat auch mit dem stärk¬ 
sten Vergrößerungsglas wohl noch kein Mensch gesehen. Aber das 
größte ist der Wallsisch, der bis zu einer Länge von 200 Fuß wach¬ 
sen kann und seine 100,000 Pfund und darüber wiegt. 
(3. P. Hebels 
»OS Der Affe. 
Die Affen heißen auch vierhändige Thiere, weil ihre Füße ge¬ 
nau so gebildet sind, wie dir Hände, und weil sie auch mit diesen 
hintern Händen ebensowohl Alles anfassen und verrichten können, 
als mit den eigentlichen Händen. Dabei haben manche von ihnen 
statt einer fünften Hand den Wikkelschwanz, mit dem sie sich nicht 
blos an Bäumen aufhängen, sondern mit dem sie auch allerhand 
anfassen und an sich ziehen können, wie mit einer Hand. 
Die Affen sehen dem Menschen ähnlicher als irgend ein Thier, 
und besonders sind die Acten des Orang-Outang in alter wie in 
neuerer Zeit gar oft für Menschen von einer besonderen Art, die 
nicht reden könnten oder wollten, eine haarige Haut hätten und um 
sich bissen und kratzten, gehalten worden. Doch kann, ungeachtet 
dieser Ähnlichkeit, der Affe weder dem Menschen einen einzigen Laut
	        

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Wander, Karl Friedrich Wilhelm. Deutscher Schul-, Haus- Und Kinderfreund. Grimma: Verlags-Comptoir, 1848. Print.
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