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[Quarta, [Schülerband]] (Quarta, [Schülerband])

Bibliographic data

Contents

Table of contents

  • Deutsches Lesebuch für höhere Lehranstalten
  • [Quarta, [Schülerband]] (Quarta, [Schülerband])
  • Binder
  • Bookplate
  • Wartburg
  • Title page
  • Title page
  • A. Inhaltsverzeichnis
  • B. Quellennachweis
  • C. Zusammenstellung inhaltlich verwandter Lesestücke
  • Prosa
  • I. Märchen, Fabeln und Parabeln
  • II. Erzählungen
  • III. Sagen
  • IV. Geschichtliche Darstellungen
  • [Lesestücke 31-40]
  • [Lesestücke 41-50]
  • [Lesestücke 51-60]
  • [Lesestücke 61-74]
  • V. Aus der Erdkunde, aus Natur- und Menschenleben
  • Poesie
  • Anhang
  • Wartburg
  • Binder

Full text

Um das Jahr 400 v. Chr. ging eine neue große Bewegung 
durch die äeltischen Stamme. Sie erreichten allmahlich das 
Mittelmeer; die Taler der Rhone und ihrer Nebenflusse und die 
Kustenebene am Fuß der Sevennen wurden von beltischen 
s Volkerschaften besetzt. 
Folgenschwerer war ihr Vordringen uber die Alpen: das 
Hochgebirge erwies sich hier wie sonst ebensowenig als eine 
feste Võlkerscheide wie ein Strom oder ein Meeresarm. 
Im Jahre 388 v. Chr. überschritt ein gewaltiger, aus zahl- 
10 reichen Stammen zusammengesetzter Heerhaufe die Alpen- 
pãsse. Zum ersten Male klopften die Barbaren' Nordeuropas 
an die Pforten der sudlichen Kulturwelt. Mit unheimlicher 
Angst blickten die Söhne des Mittelmeéers auf die Riesen- 
gestalten mit langem, rotem Haupthaar und mächtigem Schnurr- 
i5 bart. Es war ein wildes Kriegervolk, das niedertrat, was ihm 
in den Weg kam, und mit den abgehauenen Köpfen der 
Feinde seine Pferde, mit ihren Schadeln die Hutte schmũckte. 
Halbnackt zogen sie in den Kampf, Hals und Arme geschmũchkt 
mit dicken goldenen Ringen und Ketten. Den bunten Mantel 
20 warfen sie ab; nur ein ungefüger Schild deckte den Körper. 
Die Waffen waren Spieße und ein gewaltiges, aber dünnes 
und schlecht gestahltes Schwert. Trotzdem waren die Kelten 
beim ersten Zusammenstoß mit Heeren der Kulturvölker, die 
an einen regelrechten Kampf gewohnt waren, unwiderstehlich. 
25 Ein laähmender Schrecken ging vor ihnen einher; die Geg- 
ner gaben sich verloren, ehe der Kampf zum Stehen ge— 
kommen war. 
Mit einem Schlage brach die Herrschaft der Etrusker über 
die Poebene zusammen; die siegreichen Eroberer wurden die 
80 Herren Oberitaliens. Die Polandschaft bot den Kelten, was 
sie begehrten: ein weites, fruchtbares Ackerland, in dem sie 
sich nach allen Seiten ausbreiten und reichliche Nahrung 
finden konnten. Hier schlugen sie ihre Wobnsitze auf. 
2. 
Aber der rasche Erfolg lockte zu weiterem Vorgehen. 
z5 Weithin durchzogen ihre Streifscharen die ganze Halbinsel 
und plunderten sie aus. Die Senonen, der am weitesten vor- 
geschobene keltische Stamm, uüberschritten den Apennin und
	        

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Klett, Theodor, and Oskar Treuber. Neue Zeit. Stuttgart: Neff, 1897. Print.
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