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Deutscher Schul-, Haus- und Kinderfreund

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN776968939
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-11137927
Title:
Deutscher Schul-, Haus- und Kinderfreund
Shelfmark:
RCH-I 15(1,1848)
Author:
Wander, Karl Friedrich Wilhelm
Place of publication:
Grimma
Publisher:
Verlags-Comptoir
Document type:
Monograph
Collection:
Textbooks for study of the natural and cultural world (Realienkunde), pre-1871
Publication year:
1848
Edition title:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
ein Lesebuch des deutschen Volkes für Schule und Haus

Chapter

Title:
VI. Das Thierreich
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
g) Säugethiere
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Deutscher Schul-, Haus- und Kinderfreund
  • Binder
  • Title page
  • Vorwort
  • Inhaltsübersicht
  • Einleitung
  • I. Das Weltgebäude im Allgemeinen
  • II. Die Urwelt
  • III. Die jetzige Oberfläche der Erde
  • IV. Das Mineralreich
  • V. Das Pflanzenreich
  • VI. Das Thierreich
  • a) Insekten
  • b) Krustenthiere
  • c) Weichthiere oder Mollusken
  • d) Fische
  • e) Reptilien
  • f) Vögel im Allgemeinen
  • g) Säugethiere
  • VII. Der Mensch
  • A. Nach seinem Körper
  • B. Die Sinne
  • C. Der Geist
  • D. Des Menschen Bildungszustände, Wege und Anstalten
  • VIII. Naturlehre
  • IX. Die Zeit und ihre Eintheilung
  • X. Geschichtliches
  • Binder

Full text

317 
greifen, — Denn es wohnt in Neuholland, wohin bis jetzt noch 
Wenige kommen. (O. K. Schubert.) 
318. Wer sich zum Esel macht, muff Säkke tragen. 
Und verdientes nicht besser. — Dann lacht der Eseltreiber in'$ 
Fäustchen. Er dünkt sich groß und fühlt sich glükklich, dass er kann 
jagen und schlagen, und ein Andrer muss tragen. Eseltreibersfreu¬ 
den sind unter den Menschen die gangbarsten und Eselsleiden die 
meisten Leiden. Darum warnt auch die Erfahrung so vielfach. 
Wer sich grün macht, den fressen die Ziegen. — Kennst sie 
denn nicht, die naschhaften Thierchen, die an Allem lekken und war' 
es nur, die Langeweile zu verdrängen. Lehne dich nicht so hingebend 
an den Zaun und werfe dich nicht als Vichfutter der Gefräßigkeit vor. 
Wer zum Schaafe wird, den fressen die Wölfe. — Mit dem 
bloßen Scheeren begnüget diese Art sich nicht. Sobald du dich etwas 
thierisch zeigst, so lauert auf dich ein thierisches Schikksal, und 
schauerlich heulend stürzt es aus dunklem Hinterhalte hervor. Wer 
ein Haase ist und verlegen ans dem Klee emporgukkt, als hart' er 
einen ganzen Akker gefressen, den jagen die Hunde. Nicht aus Treue 
gegen den Herrn, nicht als Diener der Gerechtigkeit, nicht als die 
Hüter junger Bäumchen, sondern weil sie Muth bekommen, so einer 
flieht, und weil sie den Braten riechen. 
Doch nicht minder gefährlich ist es, in die Hände der Menschen 
zu fallen. Und wer sich das Seil lasst über die Hörner werfen, der 
ist gefangen. Drum lasse dir keine Hörner wachsen und thu' die 
Augen auf, damit du die Schergen erkennst, die überall Strikke kragen. 
Es ist kein Wunder, wenn Rükkenweh bekommt, gekrümmt 
und gebeugt einhergeht, wer Holz auf sich hakken lasst. Es ist be¬ 
greiflich, dass der einen ziemlich verwetlerten Kopf haben wird, der 
auf demselben tanzen lasst. 
Wer sich auf die Erde legt, über den laufen die Leute hinweg. 
Er muss ihnen dienen zum Steg über die Lache. Man halt ihn für 
todt, und er ist's auch. Wer still liegt, ist todt. Hu, mich schaudert. 
sK. Steiger.) 
319. Wenns Kalb ertrunken ist, dekkt man den 
Brunnen. 
Wenn die Kuh draußen ist, so thut man die Thüre zu. Vor¬ 
her wusste man nicht wozu eine Thüre, und an der Thüre das Schloss, 
und dass eine Kuh laufen kann. Wenn der Wein ausgeronnen ist, 
treibt man die Reife an. Man wollte ihm alles Andere gestatten,
	        

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Wander, Karl Friedrich Wilhelm. Deutscher Schul-, Haus- Und Kinderfreund. Grimma: Verlags-Comptoir, 1848. Print.
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