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Deutscher Schul-, Haus- und Kinderfreund

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN776968939
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-11137927
Titel:
Deutscher Schul-, Haus- und Kinderfreund
Signatur:
RCH-I 15(1,1848)
Autor*in:
Wander, Karl Friedrich Wilhelm
Erscheinungsort:
Grimma
Verlag:
Verlags-Comptoir
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Realienbücher vor 1871
Erscheinungsjahr:
1848
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
ein Lesebuch des deutschen Volkes für Schule und Haus

Kapitel

Titel:
II. Die Urwelt
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Deutscher Schul-, Haus- und Kinderfreund
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Inhaltsübersicht
  • Einleitung
  • I. Das Weltgebäude im Allgemeinen
  • II. Die Urwelt
  • III. Die jetzige Oberfläche der Erde
  • IV. Das Mineralreich
  • V. Das Pflanzenreich
  • VI. Das Thierreich
  • a) Insekten
  • b) Krustenthiere
  • c) Weichthiere oder Mollusken
  • d) Fische
  • e) Reptilien
  • f) Vögel im Allgemeinen
  • g) Säugethiere
  • VII. Der Mensch
  • A. Nach seinem Körper
  • B. Die Sinne
  • C. Der Geist
  • D. Des Menschen Bildungszustände, Wege und Anstalten
  • VIII. Naturlehre
  • IX. Die Zeit und ihre Eintheilung
  • X. Geschichtliches
  • Einband

Volltext

58 
ungeheuren Reptilien bewohnt, unter welchen das riesige Z-guana¬ 
dón und der Me galo sau rus (die Rieseneidechse) sich auszeichne¬ 
ten. Krokodile und Schildkröten, fliegende Reptilien und Vögel 
besuchten ihre Meere und Flüsse und legten ihre Eier an die Ufer 
und in die Untiefen; und ihre Wasser waren von Eidechsen, Fischen 
und Molusken (leguanartige Eidechse) bevölkert. Man hat aber 
keinen Beweis, dass eines Menschen Fuß jemals diesen wundersamen 
Boden betreten hatte, ooer dass ein gleichzeitig mit ihm lebendes 
Thier denselben betreten habe. — Gegenden, die man nicht beschrei¬ 
ben kann, die der zauberische Pinsel eines Martins aber, durch Hilfe 
geologischer Untersuchungen, aus der Vergessenheit unzähliger Jahr¬ 
hunderte gerissen und in voller Naturschönheit mit ihren erschrekken- 
den Drachengestalten, ihren Palmen: und Farrenwäldern und dem 
ganzen üppigen Pflanzenwuchs eines tropischen Klima's, in einem 
Bilde uns vorgelegt hat. (vr. G. Mantel.) 
35 Der Lmtcrirdische Wald. 
Im Jahr 1808 wurde in England in Folge einer starken 
Ebbe und Fluth einer der Damme der Themse durchbrochen. Die 
Gewalt des Wassers war so groß, dass es einen Kanal auswühlte, 
der 300 Fuß breit und 20 tief war. Diese Überschwemmung, die 
seit undenklichen Zeiten nicht ihres Gleichen gehabt hatte, setzte alle 
Bewohner des Landes in Erstaunen; aber eine noch größere Über¬ 
raschung war ihnen aufbehalten; denn als das Wasser wieder abge¬ 
flossen war, erblikkten sie in dem Kanäle eine Menge großer Bäume, 
die seit Jahrhunderten hier vergraben gewesen waren. Alle, mit 
Ausnahme einer großen Eiche, deren Rinde, Wipfel und Wurzeln 
größtentheils noch im vollkommensten Zustande sich befanden, waren 
Erlen. Sie waren schwarz, hart und zähe geworden, und Alles be¬ 
wies, dass sie in dem sumpfigen Boden, in dem man sie fand, und 
auf dessen Oberfläche sie sich in horizontaler Richtung erhoben, alt 
geworden waren; eine dikke Lage Düngererde hielt sie verborgen. 
DaS Verschwinden der Bäume rührte entweder von der Sündfluth 
oder von einer Überschwemmung der Themse her.
	        

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Zitierempfehlung

Löhr, Johann Andreas. Handbuch Der Neuesten Geographie Oder Beschreibung Der Länder Aller Erdtheile. Wien: Schrämblsche Bücherverlag, 1819. Print.
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