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Volksschulenfreund

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN777176017
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-11273819
Titel:
Volksschulenfreund
Signatur:
RDH-I 2(5,1819)
Autor*in:
Hempel, Carl Friedrich
Erscheinungsort:
Leipzig
Verlag:
Dürr
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Realienbücher vor 1871
Erscheinungsjahr:
1819
Ausgabenbezeichnung:
5., verb. u. verm. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
ein Hülfsbuch zum Lesen, Denken und Lernen

Kapitel

Titel:
Siebente Abtheilung. Geschichte der Christlichen Kirche von den Zeiten der Apostel bis auf unsere Tage
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Volksschulenfreund
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorbericht
  • Inhalt
  • Erste Abtheilung. Einige schwerere Wörter, nebst andern Vorübungen zum guten Lesen
  • Zweyte Abtheilung. Einige Erzählungen für kleinere Leser
  • Dritte Abtheilung. Lehrreiche Erzählungen für die geübteren Schüler
  • Vierte Abtheilung. Einige Fabeln, Denksprüche und Lieder zur Uebung im Lesen, Denken, auch zu Uebungen für das Gedächtniß
  • Fünfte Abtheilung. Uebungen zum Lesen und Denken über Gegenstände aus der Naturlehre und Naturgeschichte
  • Sechste Abtheilung. Einige Nachrichten von berühmten alten Völkern und von den Deutschen; nebst einigen andern historischen Merkwürdigkeiten
  • Siebente Abtheilung. Geschichte der Christlichen Kirche von den Zeiten der Apostel bis auf unsere Tage
  • Achte Abtheilung. Von der bürgerlichen Gesellschaft, von den Rechten und Pflichten ihrer Mitglieder
  • Neunte Abtheilung. 258 b. Etwas über die äußerliche Wohlanständigkeit
  • Erster Anhang. Etwas über Zahlen, Münze, Maß und Gewicht
  • Zweyter Anhang. Etwas über die Rechtschreibung. (Orthographie)
  • Dritter Anhang. Kurze Geographie
  • Einband

Volltext

Siebente Abtheil. Gesch. d. Christl. Kirche. 227 
der Ziftr ihrer Verkündiger und Bekenner, ihr Muth 
in Gefahr, ihre Gleichgültigkeit gegen das Irdische, 
ihre Sitten, worüber man in vielen Gemeinen streng 
wachte, erregten Bewunderung und erwarben dem Christen«» 
thum Freunde. Auch fand der Leidende hier Trost und 
Unterstützung, da>di'e Christen anfangs so brüderlich ver¬ 
bunden waren. Und da der Jüdische S«aat nach der Vor¬ 
aussagung Christi unterging, und die Hoffnung auf einen 
Mejsias im Jüdischen Sinn geschwächt wurde - so wurden 
auch v'ele dadurch zur Annahme des Christenthums bewo¬ 
gen; doch mag auch wohl Neugierde und Eigennutz, -dßk 
einen Zufluchtsort suchte, bev Manchem An'heil an seinm 
Uebergange zum Chr.ftcnthlim gehabt haben. So land 
Man denn um das Jahr 300 Christliche Gemeinen in A.s'e», 
an der Nordiüste vou Afrika, auf den Jnkeln im milkcllan- 
dischen Meer, in Italien, Britannien, Gallien oder Frank¬ 
reich, auch in Germanien an den Gränzen von Frankreich. 
§. 2. 
Einrichtung dieser ersten Gemeinen. 
225 Da ^si'e zuerst unter den Juden gestiftet waren, so 
behielten sie vieles vonihnen bey. Die Christen kamen anfangs 
täglich zusammen, entweder im Tempel zu Jerusalem, oder 
in Synagogen (Jüdischen Bethäusern),^ oder in Privatwoh¬ 
nungen; zur Zeit der Verfolgung gewöhnlich in der Nacht, 
vst auch in Höhlen, bis sic endlich Kirchen erbauten. Bey 
diesen Zusammenkünften wurden Loblieder gesungen, Ab¬ 
schnitte aus der heiligen Schrift vorgelesen, Reden gehal¬ 
ten, Gebete gesprochen, welche die Gern ine mit Amen 
bekräftigte. Auch speiseten diese brüderlich Vertrauten 
oft zusammen und brachten für die Armen Speise mit, 
tvas man Liebesmähler nannte, die jedoch bey der Ver¬ 
größerung der Gemciiten aufhörten, da sie auch leicht Veranlas- 
sung'zur Unmäßigkeit und Unordnung gaben. Man feuerte 
oft das heilige Abendmahl. Brod und Wein stand auf 
einem Tische; es durfte aber kein Nichtchrist bey der 
Fcyerlichkeit zugegen seyn. Anfangs war der Sonnabend 
religiösen; Uebungen bestimmt, doch wurde zum An¬ 
denken an die Auferstehung Jesu auch bald der Sonntag 
gefeyert und späterhin die Sonnabendsfeyer aufgehoben, 
den ersten Jahrhunderten schon feyerte man daS 
P 2
	        

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Hempel, Carl Friedrich. Volksschulenfreund. Leipzig: Dürr, 1819. Print.
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