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Volksschulenfreund

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN777176017
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-11273819
Title:
Volksschulenfreund
Shelfmark:
RDH-I 2(5,1819)
Author:
Hempel, Carl Friedrich
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Dürr
Document type:
Monograph
Collection:
Textbooks for study of the natural and cultural world (Realienkunde), pre-1871
Publication year:
1819
Edition title:
5., verb. u. verm. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
ein Hülfsbuch zum Lesen, Denken und Lernen

Chapter

Title:
Siebente Abtheilung. Geschichte der Christlichen Kirche von den Zeiten der Apostel bis auf unsere Tage
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Volksschulenfreund
  • Binder
  • Title page
  • Vorbericht
  • Inhalt
  • Erste Abtheilung. Einige schwerere Wörter, nebst andern Vorübungen zum guten Lesen
  • Zweyte Abtheilung. Einige Erzählungen für kleinere Leser
  • Dritte Abtheilung. Lehrreiche Erzählungen für die geübteren Schüler
  • Vierte Abtheilung. Einige Fabeln, Denksprüche und Lieder zur Uebung im Lesen, Denken, auch zu Uebungen für das Gedächtniß
  • Fünfte Abtheilung. Uebungen zum Lesen und Denken über Gegenstände aus der Naturlehre und Naturgeschichte
  • Sechste Abtheilung. Einige Nachrichten von berühmten alten Völkern und von den Deutschen; nebst einigen andern historischen Merkwürdigkeiten
  • Siebente Abtheilung. Geschichte der Christlichen Kirche von den Zeiten der Apostel bis auf unsere Tage
  • Achte Abtheilung. Von der bürgerlichen Gesellschaft, von den Rechten und Pflichten ihrer Mitglieder
  • Neunte Abtheilung. 258 b. Etwas über die äußerliche Wohlanständigkeit
  • Erster Anhang. Etwas über Zahlen, Münze, Maß und Gewicht
  • Zweyter Anhang. Etwas über die Rechtschreibung. (Orthographie)
  • Dritter Anhang. Kurze Geographie
  • Binder

Full text

Milde alles beyzulegen; aber vergeblich. Ein Doctor Eck 
disputi'rte mit Luthern io Tage in Leipzig, da er aber mehr 
schmähete, als bewies und nichts ausrichtete, so bewirkte 
er m Rom, daß Luthers Satze verdammt wurden. Darauf 
schrieb Luther, den man zu fangen, zu vergiften oder sonst 
zu morden suchte, gegen den Papst selbst. Nun wurden Lu- 
thers Schriften verbrannt; dafür verbrannte er mit denStu- 
denken die Bulle, die ihn in den Bann that, und die Schrif¬ 
ten von den päpstlichen Rechten, vor dem Elsterthore in Wit¬ 
tenberg. 
§. i8. 
Fortsetzung. 
24 * Der Papst rief endlich den Kaiser Karl V.,' der auch 
König von Spanien war, zu Hülfe. Dieser sah wohl den trau¬ 
rigen Zustand der Kirche, erwartete jedoch, wie viele andre, 
von dem Papste die Hülfe; hielt es übrigens aber bald mit dem 
Papste, bald mit den angesehensten Kurfürsten, je nachdem 
er den Beystand des einen oder des andern brauchte. Cr 
bcfchied Luthern auf den Reichstag nach Worms. Man 
fürchtete, ihn möchte Hustens Schicksal treffen: und Luther 
glaubte es selbst, machte auch in Wittenberg seine Einrich¬ 
tung für diesen Fall. Doch reifete er mit den Worten: 
Und wenn so viele Teufel in Worms waren als Ziegel auf 
dem Dache, ich gehe doch hinein. Aufdieser Reise verfertigte 
er das Heldenlied: Ein feste Burg ist unser Gott rc. Ueberall 
war man begierig den merkwürdigen Mann zu sehen; das 
Haus in Worms, wo er sich aufhielt, wurde nicht leer. 1521 
also trat er aufvor dem Kaiser, dessen Bruder und vielen dür¬ 
sten. Er erklärte sich über seine Schriften und über scmen 
Glauben. Als er endlich bestimmt antworten und seine Leh¬ 
ren widerrufen sollte, sprach er: Es sey denn, daß ich mit 
Beweisen der heiligen Schrift oder mit öffentlichen hellen 
klaren Gründen überwiesen oder überwunden werde, sonst 
kann und will ich nicht widerrufen, weil es weder sicher, 
Noch gerathen ist, etwas wider das Gewissen zu thun. 
Hier siehe ich, ich kann nicht anders. Gott helfe mir wei¬ 
ter. Amen! Alles erstaunte, selbst auf den Kaiser machten 
diese Worte großen Eindruck. Die Pabstlichgcsinnten wa- 
ren schrecklich aufgebracht. Man rieth dem Kaiser, das siche¬ 
re Geleit, das er Luthern zur Hin-und Herreise verwilligr
	        

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Hempel, Carl Friedrich. Volksschulenfreund. Leipzig: Dürr, 1819. Print.
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