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Drittes Lesebuch

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN777243679
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-11848551
Titel:
Drittes Lesebuch
Signatur:
RDH-I 21(4,1861)
Erscheinungsort:
Trier
Verlag:
Leistenschneider [u.a.]
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Realienbücher vor 1871
Erscheinungsjahr:
1861
Ausgabenbezeichnung:
4., unveränd. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
für obere Klassen katholischer Elementarschulen, mit besonderer Rücksicht auf den Regierungsbezirk Trier

Kapitel

Titel:
Dritter Abschnitt. Das Thierreich
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Drittes Lesebuch
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort zur zweiten Auflage
  • Vorwort zur dritten Auflage
  • Vorbemerkung zur vierten Auflage
  • Register
  • Besonderes Verzeichniß der Musterstücke für den Sprachunterricht
  • Erster Abschnitt. Gott und seine hl. Kirche
  • Zweiter Abschnitt. Der Mensch
  • Dritter Abschnitt. Das Thierreich
  • Vierter Abschnitt. Das Pflanzenreich
  • Fünfter Abschnitt. Das Mineralreich
  • Sechster Abschnitt. Aus der Naturlehre
  • Siebenter Abschnitt. Aus der Welt- und Erdkunde
  • Achter Abschnitt. Aus der Geschichte
  • Anhang
  • [ABC]
  • Einband

Volltext

110 
DiMpI Abftlmitt. 
D <rs T H Lerreich. 
ns. Coösteb. 
Kein Thierlein ist auf Erden dir, lieber Gott, zu klein; du liessest 
alle werden, und alle sind sie dein: Zu dir, zu dir, ruft Mensch und 
Thier; der Vogel dir singt, das Fischlein dir springt, die Biene dir 
summt, der Kaiser dir brummt, auch pfeifet dir das Mäuslein klein: 
Herr, Gott, du sollst gelobet sein. Das Voglein in den Lüften singt 
dir aus voller Brust, die Schlange in den Klüften zischt dir in Lebens¬ 
lust. Die Fischlein, die da schwimmen, sind, Herr, vor dir nicht 
stumm, du hörest ihre Stimmen, vor dir kommt keines um. Vor dir 
tanzt in der Sonne der kleinen Mücken Schwarm, zum Dank für 
Lebenswonne ist keins zu klein und arm. Sonn', Mond geh’n auf und 
unter in deinem Gnadenreich, und alle deine Wunder sind sich an 
Grösse gleich. Zu dir muss jedes ringen, wenn es in Nöthen schwebt, 
nur du kannst Hilfe bringen, durch den das Ganze lebt, in starker 
Hand die Erde trägst du mit Mann und Maus, es ruft dein Odern: 
„Werde!“ und bläs’t das Lichtlein aus. Kein Sperling fällt vom Dache, 
ohn’ dich vom Haupt kein Haar, o theurer Vater, wache bei uns in 
der Gefahr! Zu dir, zu dir, ruft Mensch und Thier; der Vogel dir 
singt, das Fischlein dir springt, die Biene dir summt, der Käfer dir 
brummt, auch pfeifet dir das Mäuslein klein: Herr, Gott, du sollst ge¬ 
lobet sein. 
114. Allgemeines über die Thiere. 
Auf, in und über der Erde und dem Wasser, in der Alles 
umgebenden Luft, auf, in und über den Pflanzen lebt und regt 
sich die Welt der Thiere, die Geschöpfe des fünften und sechsten 
großen Schöpfungstages, durch welche Gott der Erde das Zeichen 
des beweglichen Lebens aufdrücken wollte. Ihr Dasein wird zu¬ 
nächst von den Pflanzen getragen, darum sind sie auch erst nach 
der Schöpfung der Pflanzen erschaffen. 
Die Thiere werden bei all ihren Verrichtungen von ihrem 
Naturtriebe oder Instinkte geleitet, welcher bei manchen 
Thieren bewunderungswürdig ist. Betrachte z. B. das Gewebe 
einer Spinne! Wie kunstvoll und zweckmäßig ist dasselbe zum 
Fange der Insekten eingerichtet, von welchen die Spinnerin 
sich nährt! Mit welcher Hast und Behendigkeit eilt sie herbei, 
um dieselben mit Hunderten von Fäden zu umwickeln! - Be¬ 
trachte die Einrichtung eines Bienenstockes! — Welcher Fleiß, 
welche Reinlichkeit und Ordnung herrscht in demselben! Tag¬ 
täglich haben wir Gelegenheit, Beobachtungen dieser Art zu 
machen, und es muß unsere Verwunderung im höchsten Grade 
erregen, wenn wir sehen, daß jedes junge Thier dieselben Triebe
	        

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Zitierempfehlung

Drittes Lesebuch. Trier: Leistenschneider [u.a.], 1861. Print.
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