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Drittes Lesebuch

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN777243679
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-11848551
Titel:
Drittes Lesebuch
Signatur:
RDH-I 21(4,1861)
Erscheinungsort:
Trier
Verlag:
Leistenschneider [u.a.]
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Realienbücher vor 1871
Erscheinungsjahr:
1861
Ausgabenbezeichnung:
4., unveränd. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
für obere Klassen katholischer Elementarschulen, mit besonderer Rücksicht auf den Regierungsbezirk Trier

Kapitel

Titel:
Fünfter Abschnitt. Das Mineralreich
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Drittes Lesebuch
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort zur zweiten Auflage
  • Vorwort zur dritten Auflage
  • Vorbemerkung zur vierten Auflage
  • Register
  • Besonderes Verzeichniß der Musterstücke für den Sprachunterricht
  • Erster Abschnitt. Gott und seine hl. Kirche
  • Zweiter Abschnitt. Der Mensch
  • Dritter Abschnitt. Das Thierreich
  • Vierter Abschnitt. Das Pflanzenreich
  • Fünfter Abschnitt. Das Mineralreich
  • Sechster Abschnitt. Aus der Naturlehre
  • Siebenter Abschnitt. Aus der Welt- und Erdkunde
  • Achter Abschnitt. Aus der Geschichte
  • Anhang
  • [ABC]
  • Einband

Volltext

263 
Mensch ist nie so schön, als wenn er um Verzeihung bittet, oder selbst 
verzeiht. Es kann vor Nacht leicht anders werden, als es am srühen 
Morgen war. Je größer der Baum, desto schwerer der Fall. Je lie¬ 
ber das Kind, je schärfer die Ruthe. Je mehr man einen Schlüssel 
braucht, desto blanker wird er. Je weniger wahren Werth Jemand hat, 
desto mehr Stolz wird er haben, und desto geneigter wird er sein, an An¬ 
dern wohl Fehler, gute Eigenschaften aber nicht zu finden. Vergeben ist 
leichter, als vergessen. Es kann eher ein Vater zehn Kinder ernäh¬ 
ren, als zehn Kinder einen Vater. Ein frohes Herz, gesundes Blut, 
sind besser, als viel Geld und Gut. Besser, trocken Brot gegefien, im 
geflickten Rock gesessen, und sich in der Armuth weiden, als gerechte 
Strafe leiden. Jeder Mensch gilt nur so viel in der Welt, als er 
sich selbst gelten macht. Trägheit kommt so langsam vorwärts, daß 
gar bald die Armuth sie einholt. — Der wahre Freund vergißt sich 
gern, um seinem Freund zu leben. Halte dich zu gut, Böses zu thun! 
Ein kleines Ungemach zu meiden, stürzt Mancher sich in größ're Lei¬ 
den. Zur Besierung schreite mit Bedacht, weil Sturm oft Uebel 
ärger macht. 
fettster Adsckmtt. 
Aus der Itaturlehre. 
237. Lufterscheinmigen. 
Die Erde ist ringsum bis auf eine gewisse Höhe mit Luft um¬ 
geben. Diesen Luftraum nennt man Atmosphäre, und weil darin 
alle aus der Erde aufsteigenden Dünste sich sammeln, auch Dunstkreis. 
In demselben tragen sich mancherlei Veränderungen zu, die man, wenn 
sie unsern Augen bemerkbar werden, Lufterscheinungen oder Meteore nennt. 
Wenn diese Erscheinungen aus wässerigen Dünsten entstehen, so nennt 
man sie wässerige Lufterscheinungen, entstehen sie aus brenn¬ 
baren Dünsten, die sich in der Luft entzünden, so heißen sie feurige; 
entstehen sie aber dadurch, daß die Lichtstrahlen in den wässerigen 
Dünsten oder in den Regentropfen gebrochen und zurückgeworfen wer¬ 
den, dann heißen sie glänzende Lufterscheinungen. 
238. Die Wolken- 
Nebel und Wolken sind im Grunde einerlei, weil beide 
aus verdichteten Dünsten bestehen, nur mit dem Unterschiede,
	        

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Zitierempfehlung

Drittes Lesebuch. Trier: Leistenschneider [u.a.], 1861. Print.
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