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Drittes Lesebuch

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN777243679
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-11848551
Titel:
Drittes Lesebuch
Signatur:
RDH-I 21(4,1861)
Erscheinungsort:
Trier
Verlag:
Leistenschneider [u.a.]
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Realienbücher vor 1871
Erscheinungsjahr:
1861
Ausgabenbezeichnung:
4., unveränd. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
für obere Klassen katholischer Elementarschulen, mit besonderer Rücksicht auf den Regierungsbezirk Trier

Kapitel

Titel:
Siebenter Abschnitt. Aus der Welt- und Erdkunde
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Drittes Lesebuch
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort zur zweiten Auflage
  • Vorwort zur dritten Auflage
  • Vorbemerkung zur vierten Auflage
  • Register
  • Besonderes Verzeichniß der Musterstücke für den Sprachunterricht
  • Erster Abschnitt. Gott und seine hl. Kirche
  • Zweiter Abschnitt. Der Mensch
  • Dritter Abschnitt. Das Thierreich
  • Vierter Abschnitt. Das Pflanzenreich
  • Fünfter Abschnitt. Das Mineralreich
  • Sechster Abschnitt. Aus der Naturlehre
  • Siebenter Abschnitt. Aus der Welt- und Erdkunde
  • Achter Abschnitt. Aus der Geschichte
  • Anhang
  • [ABC]
  • Einband

Volltext

428 
Der Dingo oder australische Hund, von röthlichbrauner Farbe und 
wolfsähnlichem Ansehen, ist außerordentlich wild und den Schafen zu¬ 
weilen verderblich. Eichhörnchen und Katzen, einige weiß, andere gefleckt 
wie der Leopard, sind sehr zahlreich, aber auch sehr furchtsam. 
Von allen merkwürdigen Thieren aber, welche irgend ein Land 
aufzuweisen hat, kommt keines dem Orinthorbynchus oder Schnabel¬ 
thiere gleich. Dieses Thier, von schlankem, otterähnlichem Körperbau, 
ist ungefähr 20 Zoll lang und auf dem Rücken mit einem dichten, 
weichen, dunkelbraunen Pelze bedeckt. Der Kopf dieses vierfüßigen 
Thieres läuft in einen Entenschnabel aus. Seine Vorderfüße sind 
mit Schwimmhäuten versehen und gleichen gewissermaßen einem Paar 
Floßfedern, während die Hinterfüße kurz und schmal, mit Krallen ver¬ 
sehen und rückwärts gebogen sind. Es wühlt sich in die Ufer der 
Flüsie ein, und wenn es im Schlamm und Wasser Nahrung sucht, macht 
es mit seinen Kinnladen eben solche Bewegungen, wie die Enten. Das 
Männchen ist an jedem Hinterbeine mit einem Sporn bewaffnet, der, 
wie der Giftzahn giftiger Schlangen, mit einem Kanäle versehen ist, an 
dessen Ende sich eine Drüse befindet, welche eine Flüssigkeit absondert. 
Schlangen gibt es in Australien viele, und die giftigste darunter 
ist die Todtennatter. Da sie jedoch niemals angreift, wenn sie nicht getreten 
oder geschlagen wird, so kann man sie leicht vermeiden und eben so leicht 
todten. Ihr Biß ist in seinen Folgen fürchterlich rasch, und das Gift 
durchdringt das Blut mit einer Schnelligkeit, welche die schleunigste 
Hilfe nöthig macht. Eidechsen und Blutegel sind in Menge vorhanden, 
und Insekten millionenmal mehr, als goldhaltige Erdtheilchen. Unter 
diesen Insekten sind der Hinterfuß und die Tarantel die schädlichsten, 
aber ihr Biß, obschon sehr schmerzhaft, läßt sich doch durch Anwendung 
geeigneter Mittel unschädlich machen. 
Acktq Adsckmtt. 
Aus der Geschichte. 
368. Die Aegypter. 
A egypten, zwischen starren Felsen und öden Wüsten sich hin¬ 
ziehend, wird durch die jährliche Ueberschwemmung des Nils, der 
durch den Regen auf den äthiopischen Gebirgen zu einer außerordent¬ 
lichen Höhe anschwillt, sehr fruchtbar gemacht, so daß man, ohne zu 
pflügen, in das fette, lockere Erdreich säen und zwei- bis dreimal jähr¬ 
lich ernten kann. Daher ist auch Aegypten von jeher die Kornkammer 
der Nachbarländer gewesen.
	        

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Zitierempfehlung

Drittes Lesebuch. Trier: Leistenschneider [u.a.], 1861. Print.
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