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Drittes Lesebuch

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN777243679
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-11848551
Titel:
Drittes Lesebuch
Signatur:
RDH-I 21(4,1861)
Erscheinungsort:
Trier
Verlag:
Leistenschneider [u.a.]
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Realienbücher vor 1871
Erscheinungsjahr:
1861
Ausgabenbezeichnung:
4., unveränd. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
für obere Klassen katholischer Elementarschulen, mit besonderer Rücksicht auf den Regierungsbezirk Trier

Kapitel

Titel:
Zweiter Abschnitt. Der Mensch
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Drittes Lesebuch
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort zur zweiten Auflage
  • Vorwort zur dritten Auflage
  • Vorbemerkung zur vierten Auflage
  • Register
  • Besonderes Verzeichniß der Musterstücke für den Sprachunterricht
  • Erster Abschnitt. Gott und seine hl. Kirche
  • Zweiter Abschnitt. Der Mensch
  • Dritter Abschnitt. Das Thierreich
  • Vierter Abschnitt. Das Pflanzenreich
  • Fünfter Abschnitt. Das Mineralreich
  • Sechster Abschnitt. Aus der Naturlehre
  • Siebenter Abschnitt. Aus der Welt- und Erdkunde
  • Achter Abschnitt. Aus der Geschichte
  • Anhang
  • [ABC]
  • Einband

Volltext

51 
writerAbscknitt. 
Der Mensch. 
39. Der Mensch, die Krone der Schöpfung. 
Wer preist den Ruhm des Herrn, den die Sterne loben von Ewig¬ 
keit zu Ewigkeit! Warum sehet ihr Ihn aber im Fernen mehr? Be¬ 
trachtet hier die Biene, noch spät im Herbst sammelt sie emsig und 
baut sich ein Haus, Winkel- und wagrecht als Meister und Geselle: 
schaut die Ameise va; sie kennt ihren Weg und verliert ihn nicht; sie 
baut eine Wohnung aus Grashalmen, Erdbröcklein und Kiefernadeln. 
Sie baut sie in die Höhe und wölbt sie zu. Aber sie hat umsonst 
gearbeitet; denn das Pferd stampft und scharrt Alles auseinander. 
Seht hin, es zertritt ihre Balken und zerstreut ihre Planken; ungeduldig 
schnaubt es und kann nicht rasten, denn der Herr hat das Roß zum 
Gesellen des Windes und zum Gefährten des Sturmes gemacht, daß 
es Len Mann dahin trage, wohin er will, und die Frau, wohin sie 
begehrt. Aber im Palmenwalde tritt er auf, der Löwe; ernsten Schrittes 
durchzieht er die Wüste; dort herrscht er über alles Gethier und nichts 
widersteht ihm. Doch der Mensch weiß ihn zu zähmen, und das 
grausamste der Geschöpfe hat Ehrfurcht vor dem Ebenbilde Gottes, nach 
dem auch die Engel gemacht sind, die dem Herrn dienen, denn in der 
Löwengrube scheute sich Daniel nicht; er blieb fest und getrost, und das 
wilde Brüllen unterbrach nicht seinen Gesang. 
60. Würde und Bestimmung des Menschen. 
Unter allen Geschöpfen, welche Gott in seiner Liebe imb 
Weisheit hervorgerufen hat, nimmt die erste und wichtigste 
Stelle der Mensch ein. Die Würde und hohe Bestimmung 
wird in der Schöpfungsgeschichte deutlich ausgedrückt. Als der 
Allmächtige die übrigen Wesen erschuf, sprach Er: „Es werde!" 
und es ward. Bei der Schöpfung des Menschen aber hebt sich 
seine Sprache und in feierlichen Worten kündet Er an: „Lasset 
Uns den Menschen machen nach unserem Bilde und Gleichniß!" 
Schon seine leiblichen Vorzüge erheben den Menschen über 
die Thiere. Während das Thier den Blick zur Erde senkt, geht 
der Mensch aufrecht und sieht mit freiem Blicke im Reiche der 
Schöpfung umher und zürn Himmel aus, seiner einstigen Woh¬ 
nung. Sein Gesicht ist der Ausdruck seines seelenvollen In¬ 
nern und das Muster der höchsten Naturschönheit; seine Hände 
sind auf eine bewundrungswürdige Weise zu den härtesten, 
4*
	        

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Zitierempfehlung

Drittes Lesebuch. Trier: Leistenschneider [u.a.], 1861. Print.
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