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Neues Lesebuch für Schleswig-Holstein-Lauenburgische Volksschulen

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN777871106
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-12243095
Titel:
Neues Lesebuch für Schleswig-Holstein-Lauenburgische Volksschulen
Signatur:
RCH-I 37(1,1842)
Autor*in:
Detlefs, Heinrich
Erscheinungsort:
Oldenburg/Holstein
Verlag:
Fränckel
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Realienbücher vor 1871
Erscheinungsjahr:
1842
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
I. Prosaische Aufsätze
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Neues Lesebuch für Schleswig-Holstein-Lauenburgische Volksschulen
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Inhalt
  • I. Prosaische Aufsätze
  • II. Gedichte
  • III. Religionsgeschichte
  • IV. Die Lehre vom Menschen
  • V. Gesundheitslehre
  • VI. Naturgeschichte
  • VII. Naturlehre
  • VIII. Von dem Weltgebäude
  • IX. Erdbeschreibung
  • X. Schleswig-Holsteinische Geschichte
  • [XI.] Lauenburgische Geschichte
  • Werbung

Volltext

I Prosaische Autjatze. 
Ci 
1. DaS arme Kindermädchen. 
'in armcS Mädchen, das bei fremden Leuten die Kinder warten mußte, saß 
und weinte. Da fragte die Frau im Hause: Warum weinest du? Fehlt 
dir etwas? „Ach," sagte das Mädchen, „wenn ich daran gedenke, was aus 
mir werden wird, dann muß ich wohl weinen! Andere Kinder gehen in die 
Schule, und lernen viel Gutes, und ich wachse unwissend und unverständig 
auf. Ich habe nichts, um das Schulgeld zu bezahlen; denn ich muß umS 
Brot dienen; und bleibe also ungeschickt. Ich wollte gern die Nacht arbeiten, 
wenn ich nur in die Schule gehen, und etwas lernen durfte!" Da ward die 
Frau gerührt und dachte: Ich will mich dieses armen Mädchens annehmen. 
Gott will, daß wir Mitleid mit den Armen haben sollen, und, jemand etwas 
Gutes lernen lassen, ist die größte Wohlthat, die man ihm erzeigen kann. Sie 
schickte von der Zeit an daö arme Kind alle Woche etliche Tage in die Schule, 
und jemehr Gutes das Mädchen lernte, desto treuer und fleißiger arbeitete es. 
Ä. Vom Nutzen des Lesens und Schreibens. 
Ein verschuldeter aber arglistiger Bürger erfuhr, daß Martin, der weder 
schreiben noch lesen konnte, Geld geerbt hätte, und eö gerne aus Zinsen auS- 
lcihen wollte. Er ging also zu Martin, und versprach ihm sechs NcichStha- 
ler für jedes hundert Ncichöthalcr jährlich an Zinsen zu geben, ihm sein HauS 
zu verschreiben, auch daS geliehene Geld in einem Jahre wieder zu bezahlen; 
doch mit dem Bedinge, daß Martin eö nicht unter die Leute bringen sollte. 
DaS gefiel dem Martin wohl; er holte das Geld nebst Feder, Papier und 
Dintc. Der Bürger schrieb einen ganzen Bogen voll allerlei Possen hin, und 
statt seines Namens einen Namen, den keiner aussprechen konnte. Der Bauer 
verwahrte diesen Bogen sorgfältig, und der Bürger nahm daö Geld. Kurz 
darauf ging der Bürger in die weite Welt. — Laß ihn lause», sprach Martin, 
ist mir doch das HauS verschrieben, und daS ist mehr werth, als die Schuld. 
Da machte sich Martin auf den Weg und meldete sich bei der Obrigkeit in 
der Stadt. Aber als er den Bogen in den Gerichten vorzeigte, ward er ab¬ 
gewiesen, weil nicht ein Wort von einer Schuldverschreibung darauf stand. 
Dcö Bürgers anderweitigen Gläubiger wurden bezahlt; denn sic hatten sick- 
besser vorgesehen. Nur Martin ging leer aus. Als er nun traurig nach 
Hause kam, sprach er: Ach, hatte ich doch lesen und schreiben gelernt! Und 
von der Zeit an schickte er alle Tage seine Kinder in die Schule, wo sie schrei, 
ben und lesen lerne» konnten. 
3 Der Furchtsame. 
Ein Schornsteinfeger ging spät zurück nach der Stadt. Ihm begegnete 
HanS, den sein Herr mit Pflugeisen nach der Stadt geschickt hatte. Als 
nun beide an der Ecke eines Busches zusammen trafen, da erschrack HanS 
gewaltig; denn er war von seinen unverständigen Eltern wenig zur Schule
	        

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Detlefs, Heinrich. Neues Lesebuch Für Schleswig-Holstein-Lauenburgische Volksschulen. Oldenburg/Holstein: Fränckel, 1842. Print.
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