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Lehrbuch der allgemeinen Geschichte

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN778562808
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-12106732
Title:
Lehr- und Lesebuch für die mittlern und obern Klassen der deutschen Schulen im Königreiche Bayern
Place of publication:
München
Publisher:
Königl. Central-Schulbücherverl.
Document type:
Multivolume work
Collection:
Textbooks for study of the natural and cultural world (Realienkunde), pre-1871
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Volume

Persistent identifier:
PPN778563014
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-12106746
Title:
Abriß der Sternkunde, Länder- und Völkerkunde, so wie der Geschichte der Völker
Shelfmark:
RD-I 7(1,1843)-3
Volume count:
Abth. 3
Place of publication:
München
Publisher:
Königl. Central-Schulbücherverl.
Document type:
Volume
Collection:
Textbooks for study of the natural and cultural world (Realienkunde), pre-1871
Publication year:
1843
Edition title:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Chapter

Title:
Die Erdkunde
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
Die wichtigsten Naturerzeugnisse des Erdbodens
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Lehrbuch der allgemeinen Geschichte
  • Binder
  • Title page
  • Title page
  • Einleitung
  • Alte Geschichte. Von den frühesten Zeiten an bis zu dem Untergang des weströmischen Reichs. ... bis 476 n. Chr
  • Erster Zeitraum. ... bis 2000 v. Chr. Von den frühesten Zeiten an bis zu der ersten Dämmerung in der Geschichte
  • Zweiter Zeitraum. Von 2000 v. Chr. bis 560 v. Chr. Von der ersten Dämmerung in der Geschichte bis zu der Gründung des persischen Reichs durch Cyrus
  • Dritter Zeitraum. Von 560 v. Chr. bis 323 v. Chr. Von der Gründung des persischen Reichs durch Cyrus bis zu dem Tode Alexanders des Großen
  • Vierter Zeitraum. Von 323 v. Chr. bis 30 v. Chr. Von dem Tode Alexanders des Großen bis zu dem Anfange des römischen Kaiserthums
  • Fünfter Zeitraum. Von 30 v. Chr. bis 323 n. Chr. Von dem Anfang des römischen Kaiserthums bis zur Erhebung des Christenthums zur Staatsreligion in dem römischen Reiche
  • Sechster Zeitraum. Von 323 bis 476. Von der Erhebung des Christenthums zur Staats-Religion im römischen Reiche bis zu dem Untergang des weströmischen Reichs
  • Mittlere Geschichte. Von dem Untergang des weströmischen Reichs bis zu dem Anfang der Reformation. Von 476 n. Chr. bis 1517
  • Erster Zeitraum. Von 476 bis 800. Von dem Untergang des weströmischen Reichs bis zu der Erhebung Carls des Großen zum Kaiser
  • Zweiter Zeitraum. Von 800 bis 1096. Von der Erhebung Carls des Großen zum Kaiser bis zu dem Anfange der Kreuzzüge
  • Dritter Zeitraum. Von dem Anfang der Kreuzzüge bis zu dem Anfange der Reformation. Von 1096 bis 1517
  • Neuere Geschichte. Von dem Anfange der Reformation bis auf unsre Zeiten. Von 1517 bis ins neunzehnte Jahrhundert
  • Erster Abschnitt. Von dem Anfange der Reformation bis zu dem Anfange des Zeitalters Ludwigs XIV. (1517 - 1661)
  • Zweiter Abschnitt. Von dem Anfange des Zeitalters Ludwigs XIV. bis zu dem Anfang der französischen Revolution. (1661 - 1789)
  • Binder

Full text

138 
B. Lyrisch epische Poesie. VII. Erzählungen, Balladen, Romanzen. 
Der Pilger zu dem Gnadenbilde." 
4. Doch strenge blickt der Fürst ihn an 
Und spricht: „Du hast als Held gethan; 
Der Mut ist's, der den Ritter ehret, 
Du hast den kühnen Geist bewähret. 
Doch sprich, was ist die erste Pflicht 
Des Ritters, der für Christum ficht, 
Sich schmücket mit des Kreuzes 
Zeichen?" 
Und alle rings herum erbleichen. 
Doch er mit ed'lem Anstand spricht, 
Indem er sich errötend neiget: 
„Gehorsam ist die erste Pflicht, 
Die ihn des Schmuckes würdig zeiget."— 
5. „Und diese Pflicht, mein Sohn", 
versetzt 
Der Meister, „hast du frech verletzt; 
Den Kampf, den das Gesetz versaget, 
Hast du mit frev'lem Mut gewaget!" — 
„Herr, richte, wenn du alles weißt!" 
Spricht jener mit gesetztem Geist; 
„Denn des Gesetzes Sinn und Willen 
Vermeint' ich treulich zu erfüllen. 
Nicht unbedachtsam zog ich hin, 
Das Ungeheuer zu bekriegen; 
Durch List und kluggewandten Sinn 
Versucht' ich's, in dem Kampf zu siegen. 
6. „Fünf unsers Ordens waren schon, 
Die Zierden der Religion, 
Des kühnen Mutes Opfer worden. 
Da wehrtest du den Kampf dem Orden. 
Doch an dem Herzen nagten mir 
Der Unmut und die Streitbegier, 
Ja, selbst im Traum der stillen Nächte 
Fand ich mich keuchend im Gefechte; 
Und wenn der Morgen dämmernd kam 
Und Kunde gab von neuen Plagen, 
Da faßte mich ein wilder Gram, 
Und ich beschloß, es frisch zu wagen. 
7. „Und zu mir selber sprach ich dann: 
Was schmückt den Jüngling, ehrt den 
Mann? 
Was leisteten die tapfer'n Helden, 
Von denen uns die Lieder melden, 
Die zu der Götter Glanz und Ruhm 
Erhub das blinde Heidentum? 
Sie reinigten von Ungeheuern 
Die Welt in kühnen Abenteuern, 
Begegneten im Kampf dem Leu'n 
Und rangen mit dem Minotauren, 
Die armen Opfer zu befrei'n, 
Und ließen sich das Blut nicht dauren. 
8. „Ist nur der Sarazen' es wert, 
Daß ihn bekämpft des Christen Schwert? 
Bekriegt er nur die falschen Götter? 
Gesandt ist er der Welt zum Retter; 
Von jeder Not und jedem Harm 
Befreien muß sein starker Arm; 
Doch seinen Mut muß Weisheit leiten, 
Und List muß mit der Stärke streiten. 
So sprach ich oft und zog allein, 
Des Raubtiers Fährte zu erkunden; 
Da flößte mir der Geist es ein, 
Froh rief ich aus: Ich hab's gefunden! 
9. „Und trat zu dir und sprach dies 
Wort: 
Mich zieht es nach der Heimat fort. 
Du, Herr, willfahrtest meinen Bitten, 
Und glücklich war das Meer durch¬ 
schnitten. 
Kaum stieg ich aus am heim'schen 
Strand, 
Gleich ließ ich durch des Künstlers Hand, 
Getreu den wohlbemerkten Zügen, 
Ein Drachenbild zusammenfügen. 
Auf kurzen Füßen wird die Last 
Des langen Leibes aufgetürmet, 
Ein schuppicht Panzerhemd umfaßk 
Den Rücken, den es furchtbar schirmet. 
107 „Lang strecket sich der Hals hervor, 
Und gräßlich wie ein Höllenthor, 
Als schnappt' er gierig nach der Beute, 
Eröffnet sich des Rachens Weite; 
Und aus dem schwarzen Schlunde dräu'n 
Der Zähne stachelichte Reih'n; 
Die Zunge gleicht des Schwertes Spitze, 
Die kleinen Augen sprühen Blitze; 
In eine Schlange endigt sich 
Des Rückens ungeheu're Länge, 
Rollt um sich selber fürchterlich, 
Daß es um Mann und Roß sich schlänge. 
11. „Und alles bild' ich nach genau 
Und kleid' es in ein scheußlich Grau; 
Halb Wurm erschien's, halb Molch und 
Drache. 
Gezeuget in der gift'gen Lache. 
Und als das Bild vollendet war, 
Erwähl' ich mir ein Doggenpaar, 
Gewaltig, schnell, von flinken Läufen, 
Gewohnt, den wilden Ur zu greifen;
	        

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Foss, Rudolf, Jakob Hopf, and Karl Paulsiek. [Abteilung 1 = Für Tertia Und Untersekunda, [Schülerband]]. Berlin: Mittler, 1892. Print.
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