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[Bd. 2] (Bd. 2)

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN780434560
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-12125977
Title:
Lehrbuch der allgemeinen Geschichte vom Standpunkte der Kultur
Author:
Zeiss, Gustav
Place of publication:
Weimar
Publisher:
Albrecht
Document type:
Multivolume work
Collection:
History textbooks,pre-1871
Publication year:
1850 - 1858
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
für die oberen Klassen der Gymnasien

Volume

Persistent identifier:
PPN780434897
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-12125988
Title:
Geschichte des Alterthums
Shelfmark:
HEG-I 26(1,1852)-1
Author:
Zeiß, Gustav
Volume count:
Theil 1
Place of publication:
Weimar
Publisher:
Albrecht
Document type:
Volume
Collection:
History textbooks,pre-1871
Publication year:
1852
Edition title:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

binder

Document type:
Multivolume work
Structure type:
binder

Contents

Table of contents

  • Lehrbuch der Weltgeschichte
  • [Bd. 2] (Bd. 2)
  • binder
  • Prepage
  • Title page
  • Inhalt
  • Drittes Buch. Die neue Zeit
  • Viertes Buch. Das Revolutions-Zeitalter
  • A. Die Vorboten der Revolution
  • II. Der nordamerikanische Freiheitskampf
  • III. Die Reformationsversuche der Regenten und Minister
  • B. Die französische Revolution
  • C. Napoleon Bonaparte's Machtherrschaft
  • D. Auflösung des Kaiserreichs und Begründung neuer Zustände
  • Fünftes Buch. Neueste Geschichte
  • binder

Full text

§. 820. 
Die Nefonnationsversuche der Regenten und Minister. 
361 
III. Die Resormationsversuche der Regenten und Minister. 
1. Westen und Süden. 
§. 820. a) Portugal unter Pombal. Unter König Peter II. (§. 737) und 
seinen kraftlosen Nachfolgern schritt Portugal rasch seinem gänzlichen Verfall entgegen. 
Die Kolonien kamen an fremde Besitzer, Handel und Schifffahrt geriethen in Stocken, 
die innere Industrie erlahmte, namentlich seitdem durch den sogenannten Methven- 1703- 
vertrag, der den englischen Wollenwaaren freie Einfuhr in Portugal gewährte, die 
Handelsherrschaft der Briten im Lande begründet und das einst so regsame Volk ganz von 
England abhängig wurde. Der dem Klerus blind ergebene Johann V. verwendete die 
Einkünfte des Staats auf den Bau von Kirchen und Klöstern (das mit dem königlichen 
Schlosse verbundene Franciscanerkloster Mafra kostete allein 45 Millionen Gulven!) 
und überließ die Negierung der Geistlichkeit. Dafür ertheilte ihm der Papst den Titel 
des Aller getreuesten, aber das Land seufzte unter der Uebermacht der Mönche. 
Diesem elenden Zustande suchte der aufgeklärte, mit einer despotischen Herrschernatur be¬ 
gabte Pombal, der allmächtige Minister des sinnlichen, feigen und furchtsamen Königs 
Joseph I. Emauuel, gründlich zu steuern; und da er die Jesuiten als die Haupr- WjL 
Urheber des Elends ansah und jede Reform Gefahr lief, an ihrem Widerstände zu 1750-77. 
scheitern, so richtete er zuerst seine Angriffe gegen die reiche und mächtige Gesellschaft 
Jesu. Ein Länderstreit in Südamerika, wo der Orden in Paraguay ein eigenes, 
allen Fremden unzugängliches Reich mit patriarchalischer Verfassung gegründet hatte, gab 
die willkommene Veranlagung zu den ersten feindseligen Schritten. Aber erst als ein 
mysteriöser Mordversuch gegen den König durch die den Jesuiten ergebene Adelsfamilie ms. 
Tavora von den Eingebungen des rachsüchtigen Ordens ausgegangen zu sein schien, 
wurde der allgemeine Unwille zu ihrer Verweisung benutzt. Mit großer Härte ließ man 
die bejahrten Väter gewaltsam auf Schiffe bringen und nach dem Kirchenstaat abführen. 1759- 
Der als Heiliger verehrte Pater Malagrida starb, durch die von Pombal zuerst mi߬ 
brauchte, dann geschwächte Inquisition als Ketzer verdammt, in den Flammen. Durch 
Aufklärungsschriften, durch Verbesserung der Volksschulen und des höhern Unterrichts¬ 
wesens, durch Herbeiziehung fremder Lehrer und Buchdrucker, durch Gründung einer 
Akademie u. dgl. m. hoffte man die Rückkehr der geistlichen Macht auf immer zu hindern. 
Alle vom König Johann der Kirche verliehenen Güter wurden der Krone zugestellt. 
Minderung der Feiertage und Beschränkung der Papstgewalt sollte eine neue Zeit in 
Portugal begründen. 
Die Verweisung der Jesuiten wurde zwei Jahre lang vorbereitet. Zuerst suchten mehrere 
Schriften die Entartung und Verweltlichung des Jesuiten-Ordens, der sich mit Wucher und 
Sklavenhandel abgab und in Ost- und Westindien große Handelsunternehmungen betrieb, der 
Welt kund zu machen und trafen dabei mit den gleichzeitigen Bestrebungen der französischen Auf 
kläruugsliteratur, deren Ansichten auch Pombal huldigte, zusammen. Dann verwies man sie 
vom Hofe, wo sie bisher alle Beichtstühle gefüllt hatten, und untersagte ihnen, unter dem 
Vorgeben, sie wiegelten das Volk gegen die Minister auf, alles Predigen und Beichtehören. 
Während des nach dem erwähnten Mordversuch gegen sie eingeleiteten Processes wurden sie 
mit großer Härte behandelt, ihre Güter und Einkünfte eingezogen, ihre Unterrichtsaustalteu 
geschlossen. 
Mit demselben Ernste suchte Pombal auch die mangelhaften Zustände der Staats¬ 
verwaltung, der Landwirthschaft, des Kriegswesens und der Rechtspflege zu bessern. Als 
in Lissabon durch ein schreckliches Erdbeben 30,000 Häuser zerstört wurden und Ver- 
zweiflnng und Verbrechen alle Bande zu lösen drohten, war er unermüdlich bedacht, die 
Wunden zu heilen. Durch strenge Justiz wehrte er den Dieben und Uebelthätern, durch 
Oeffnen der königlichen Kornspeicher und durch Herbeischaffung fremden Getreides 
steuerte er der Noth und durch Wiederherstellung der Wasserleitungen sorgte er für dre 
nächsten Bedürfnisse. Bei dem Wiederaufbau der Stadt drang er auf breite Straßen und
	        

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Weber, Georg. [Bd. 2]. Leipzig: Engelmann, 1883. Print.
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