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Geschichte der neueren und neuesten Zeit (Theil 3)

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN780434560
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-12125977
Titel:
Lehrbuch der allgemeinen Geschichte vom Standpunkte der Kultur
Autor*in:
Zeiss, Gustav
Erscheinungsort:
Weimar
Verlag:
Albrecht
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Geschichtsschulbücher vor 1871
Erscheinungsjahr:
1850 - 1858
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
für die oberen Klassen der Gymnasien

Band

Persistenter Identifier:
PPN780436288
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-12184761
Titel:
Geschichte der neueren und neuesten Zeit
Signatur:
HEG-I 26(1,1858)-3
Autor*in:
Zeiß, Gustav
Bandzählung:
Theil 3
Erscheinungsort:
Weimar
Verlag:
Böhlau
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Geschichtsschulbücher vor 1871
Erscheinungsjahr:
1858
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
Erster Zeitraum. Von der Entdeckung von Amerika bis zum westphälischen Frieden, von 1492 bis 1648
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
3) Maximilian I. und Karl V. Die Reformation
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Lehrbuch der allgemeinen Geschichte vom Standpunkte der Kultur
  • Geschichte der neueren und neuesten Zeit (Theil 3)
  • Einband
  • Einband
  • Werbung
  • Titelseite
  • Einleitung
  • Erster Zeitraum. Von der Entdeckung von Amerika bis zum westphälischen Frieden, von 1492 bis 1648
  • 1) Die Entdeckung des Seeweges nach Ostindien und die Entdeckung von Amerika
  • 2) Mittel- und Süd-Europa in den Zeiten Kaiser Maximilian's I
  • 3) Maximilian I. und Karl V. Die Reformation
  • 4) Die Angelegenheiten der christlichen Kirche. Die deutsche Geschichte von Karl V. bis Rudolf II
  • 5) Das deutsche Reich der neueren Zeit. Der Handel, die Literatur und Kunst der Deutschen
  • 6) Geschichte Frankreichs von Franz I. bis zum Tode Ludwigs XIII. von 1515 bis 1643
  • 7) Geschichte von Spanien unter Karl I., Philipp II., III. und IV. Geschichte von Portugal und der Aufstand und Abfall der Niederlande
  • 8) Italien im sechzehnten und bis zur Mitte des siebzehnten Jahrhunderts
  • 9) England vom Tode Heinrichs VII. bis zum Ausgange des Hauses Tudor
  • 10) Die skandinavischen Reiche. Polen und Preußen. Die Russen. Die Türken
  • 11) Deutschland unter Matthias, Ferdinand II. und III. bis zum Ende des dreißigjährigen Krieges
  • Zweiter Zeitraum. Vom westphälischen Frieden bis zum Ausbruch der französischen Revolution von 1648 bis 1789
  • Dritter Zeitraum. Neueste Geschichte. Vom Ausbruch der französischen Revolution bis zur Gegenwart
  • Inhalt des dritten Bandes
  • Einband

Volltext

118 
heftigen Bewegung, die ein so erschütternder Auftritt hervorrufen mußte, 
erlag sein siecher Körper. Karl V. starb am 21. September 1558. 
In seiner Jugend war Karl ein schöner Mann mit blondem Haar 
und blauen Augen. Er liebte die Jagd und ritterliche Uebungen und 
hatte seinen Körper zur Ertragung von Beschwerden abgehärtet. In 
seinem Gesicht spiegelte sich selten der Frohsinn ab, dagegen verriethen 
seine Züge angestrengtes, scharfes Denken. Aber freundlich verkehrte er 
mit den Fürsten, herablaffend und leutselig mit den Edlen. Groß war 
Karl's Mäßigkeit, noch größer seine Thätigkeit. Fremde Gesandten hörte 
er selbst, und von den wichtigsten Angelegenheiten waren selbst seine 
vertrautesten Räthe nicht immer unterrichtet. Anfangs überließ er seinen 
Feldherrn die Führung der Heere; dann stellte er sich selbst an die Spitze 
derselben. Langsam in seinen Berathungen ermaß er mit scharfem Auge 
die Zukunft. Auch die kleinsten Uinstände Pflegte er zu berücksichtigen. 
War er zur Klarheit in seinen Ansichten gelangt, so vermochte nichts 
seinen Willen zu erschüttern bis das Ziel erreicht wcx. Karl haßte die 
Schmeichler, sah gern Künstler und Gelehrte um sich und belohnte seine 
Kriegsobersten reichlich. Die Menschen durchschaute er bis in die ge¬ 
heimsten Falten ihres Geistes; daher die kluge Wahl seiner Räthe, Ge¬ 
sandten, Feldherrn und Statthalter. Zwischen den Unterthanen seiner 
vielen Reiche machte Karl keinen Unterschied. Er hielt es für seine 
Pflicht, dem beunruhigten und gespalteten Deutschland Friede und Einig¬ 
keit, und der gesunkenen Kaiserwürde wieder Ansehen zu geben. Gegen 
die Religion war er keineswegs gleichgültig, aber der frische und kühne 
Glaubenseifer, der in seiner Zeit die Gemüther ergriff, war ihm fremd. 
Er war nicht geneigt, die Hartnäckigkeit und Erstarrung, mit welcher 
sich der römische Hof gegen die neue religiöse Erregung zu halten und 
zu befestigen gedachte, durch Gewaltmittel zu unterstützen. 
4) Die Angelegenheiten der christlichen Kirche. Die 
deutsche Geschichte von Karl bis Rudolf II. 
Die Jesuiten. Zu der Zeit, als Karl V. aus dem Leben schied, hatte sich der 
Protestantismus nicht nur über Deutschland, die Schweiz und Preußen 
verbreitet, sondern er war auch in den scandinavischen Reichen zur Herr¬ 
schaft gelangt, hatte sich in England, wenn auch für kurze Zeit durch 
Verfolgungen zurückgedrängt, bald wieder siegreich erhoben, war in die 
Niederlande, in Polen und Ungarn eingedrungen und hatte in Frankreich 
Wurzel gefaßt. Geräuschloser, aber darum nicht unbedeutend trat die 
Reformation in Italien, Spanien und Portugal auf, wurde aber in 
diesen Ländern durch die Wirksamkeit der Jesuiten und die Inquisition
	        

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Zeiß, Gustav. Geschichte Der Neueren Und Neuesten Zeit. Weimar: Böhlau, 1858. Print.
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