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Skandinavisches Reich, Deutschland, Oesterreich, Italien, Griechenland, Russisches Reich (Bd. 2)

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN785804358
URN:
urn:nbn:de:bsz:14-db-id3459899964
Title:
Handbuch des Wissenswürdigsten aus der Natur und Geschichte der Erde und ihrer Bewohner
Author:
Blanc, Ludwig Gottfried (19.09.1781-18.04.1866)
Place of publication:
Halle
Publisher:
Schwetschke
Document type:
Multivolume work
Collection:
Textbooks for study of the natural and cultural world (Realienkunde), pre-1871
Publication year:
1868
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
zum Gebrauch beim Unterricht in Schulen und Familien vorzüglich für Hauslehrer auf dem Lande, so wie zum Selbstunterricht

Volume

Persistent identifier:
PPN785807608
URN:
urn:nbn:de:bsz:14-db-id3459960700
Title:
Skandinavisches Reich, Deutschland, Oesterreich, Italien, Griechenland, Russisches Reich
Shelfmark:
Geogr.A.1013.g-2
Author:
Blanc, Ludwig Gottfried (19.09.1781-18.04.1866)
Lange, Henry (13.04.1821-30.08.1893)
Volume count:
Bd. 2
Place of publication:
Braunschweig
Publisher:
Schwetschke
Document type:
Volume
Collection:
Textbooks for study of the natural and cultural world (Realienkunde), pre-1871
Publication year:
1869
Edition title:
8. Aufl. / durchges., berichtigt, fortgesetzt u. verm. von Henry Lange
Copyright:
Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden
Language:
German

Chapter

Title:
VI. Die skandinavischen Reiche
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Handbuch des Wissenswürdigsten aus der Natur und Geschichte der Erde und ihrer Bewohner
  • Skandinavisches Reich, Deutschland, Oesterreich, Italien, Griechenland, Russisches Reich (Bd. 2)
  • Binder
  • Title page
  • Inhalt
  • VI. Die skandinavischen Reiche
  • VII. Deutschland
  • VIII. Das Kaiserthum Oesterreich
  • IX. Italien
  • X. Griechenland
  • XI. Das russische Reich
  • Nachträge und Berichtigungen
  • Binder

Full text

VT. Die skandinavischen Reiche. B. Schweden und Norwegen. 
89 
und an der Spitze der schwedischen Geistlichkeit steht der Erzbischof von 
Upsala. Die schwedischen Prediger (über 3000) werden^wie in Deutschland 
theils vom Könige oder von Privatpersonen ernannt, theils auch von den 
Gemeinden nach den Vorschlägen der Consistorien erwählt. Die Besol¬ 
dungen, welche gan; in Getreide und Natural - Einkünften bestehen, sind 
meistens sebr ansehnlich: die besten Stellen sind in den mittleren und nörd¬ 
lichen Provinzen, in den südlichen sind sie geringer. Der Umfang aber 
der nördlichen Kirchsprengel ist meistens so groß, daß ein Mensch unmöglich 
zu ihrer Bedienung hinreicht: daher giebt es beinahe überall Gehülfsprediger 
oder Comministri, mit feststehendem Gebalte, und außerdem noch Adjuncten, 
welche der Prediger nach einem willkürlichen Contract annimmt. Im 
Ganzen genießt die Geistlichkeit in Schweden einer großen Achtung, und 
viele Prediger haben sich auch theils als Gelehrte, theils um Verbesserung 
der Cultur sehr verdient gemacht. Die Bischöfe werden von der Geistlich¬ 
keit im ganzen Lande gewählt, und der König ernennt unter drei ihm vor¬ 
geschlagenen einen. — Was die Volksbildung betrifft, so verdient der Um¬ 
stand Hervorgeboben zu werden, daß es selbst in der niedrigeren Volksclasse 
Wenige giebt, die nicht mindestens lesen könnten, obwohl in vielen Gegenden 
der Schulmeister wegen der großen Entfernungen in seinem Districte her¬ 
umwandern und abwechselnd auf jedem Hofe eine Woche lang Schule halten 
muß. Diese Bildung des Volkes hat ihren Hauptgrund darin, daß Nie¬ 
mand, der nicht lesen kann, zum Confirmationsnnterricht zugelassen wird. 
Die Eltern legen daher großen Werth darauf und unterweisen, wo es an 
Lehrern fehlt, ihre Kinder selbst. Dieser Umstand, in Verbindung mit an¬ 
deren, trägt dazu bei, den edlen Familiensinn und mit ihm die Anhänglich- 
keit an Herkommen, Sitte und Gewohnheit zu erhalten. 
Verfassung. Militär. Orden. 
Das schwedische Reich ist eine erbliche Monarchie mit constitutionellen 
Formen und wird von einem Könige regiert, welcher „der reinen evangeli¬ 
schen Lebre nach dem Augsburgischen Bekenntniß und den Beschlüssen der 
Upsala-Veriammlung von 1593" zugethan sein m".ß. Er wird mit dem 
vollendeten 18. Jabre mündig. Die Prinzen des königlichen Hauses dürfen 
sich ohne des Königs Wissen und Zustimmung nicht verheirathen bei 
lust ihrer Erbrechte zum Throne fiir sich und ihre Nachkommen. Ein Prinz 
des königlichen Hauses darf weder ein Leibgedinge haben, noch einen Civil¬ 
dienst annehmen, doch kann der König demselben die Titel von Herzog- 
thümern beilegen, aber ohne deren Einkünfte *). — Dem Könige stehen die 
Bestimmungen über die Verhandlungen mit auswärtigen Mächten zu, er 
*) Ueber die Eivilliste für den König oder dessen anderweite Einnabmen ent¬ 
hält die Constitution nichts. Die wird bei jedem Reichstage bewilligt und macht den 
ersten Haupttitel bei dem Ausgabebudqet des Staates aus. Nach der letzten Be- 
* f • II ^ • • i ■ » A .1 • r ( • * tf • w A. a -a a 
900 
extraordinäre Etat betrug für Reparaturen an den königlichen Schlössern und die 
Erhaltung des Inventars 199,075 Rdl.
	        

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Pigge, Heinrich, Simon Peter Widmann, and Rudolf Ernsing. Geschichte Des Altertums. Münster in Westf.: Aschendorff, 1913. Print.
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