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Geschichte des deutschen Volkes und des deutschen Landes

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN785804358
URN:
urn:nbn:de:bsz:14-db-id3459899964
Title:
Handbuch des Wissenswürdigsten aus der Natur und Geschichte der Erde und ihrer Bewohner
Author:
Blanc, Ludwig Gottfried (19.09.1781-18.04.1866)
Place of publication:
Halle
Publisher:
Schwetschke
Document type:
Multivolume work
Collection:
Textbooks for study of the natural and cultural world (Realienkunde), pre-1871
Publication year:
1868
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
zum Gebrauch beim Unterricht in Schulen und Familien vorzüglich für Hauslehrer auf dem Lande, so wie zum Selbstunterricht

Volume

Persistent identifier:
PPN785807608
URN:
urn:nbn:de:bsz:14-db-id3459960700
Title:
Skandinavisches Reich, Deutschland, Oesterreich, Italien, Griechenland, Russisches Reich
Shelfmark:
Geogr.A.1013.g-2
Author:
Blanc, Ludwig Gottfried (19.09.1781-18.04.1866)
Lange, Henry (13.04.1821-30.08.1893)
Volume count:
Bd. 2
Place of publication:
Braunschweig
Publisher:
Schwetschke
Document type:
Volume
Collection:
Textbooks for study of the natural and cultural world (Realienkunde), pre-1871
Publication year:
1869
Edition title:
8. Aufl. / durchges., berichtigt, fortgesetzt u. verm. von Henry Lange
Copyright:
Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden
Language:
German

Binder

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Binder

Contents

Table of contents

  • Geschichte des deutschen Volkes und des deutschen Landes
  • Binder
  • Title page
  • Frontispiece
  • Title page
  • [Widmung]
  • Vorwort
  • Vorwort zur zweiten Auflage
  • Uebersicht des Inhalts
  • Erstes Buch. Aeltere Geschichte. Vom Auftreten der Deutschen bis zur Selbstständigkeit eines deutschen Volkes und Reiches (100 v. Chr. - 843 n. Chr.)
  • Erste Abtheilung. Geschichte Deutschlands und der Deutschen bis zur Gründung der ersten germanischen Staaten und bis zu Chlodwigs Tode. 100 v. Chr. - 511 n. Chr
  • Ersten Buches zweite Abtheilung. Geschichte Deutschlands und der Deutschen, unter den fränkischen Vereinigungsversuchen besonders Karls des Großen, bis zur Ausscheidung Deutschlands aus dem Frankenreiche und bis zur Selbstständigkeit eines deutschen Reiches (511 - 843)
  • Zweites Buch. Mittlere Geschichte. Geschichte Deutschlands und der Deutschen von der Bildung eines selbstständigen Reiches bis zur Feststellung seiner Grundformen und bis zum Anfang der Reformation. 843 - 1517
  • Erste Hauptabtheilung. Vom Vertrage zu Verdun bis zu Rudolph von Habsburg oder bis zur durchgebildeteren Landeshoheit der einzelnen deutschen Lehensstaaten. 843 - 1273
  • Erster Theil. Bis zur Erblichkeit der großen Lehen und zum Beginnen eines Bürgerstandes und höherer geistiger Cultur
  • Zweiter Theil (1125 - 1273). Höhepunct des deutschen Mittelalters durch Bürger- und Ritterthum während der Kreuzzüge.
  • Zweiten Buches zweite Hauptabtheilung. Deutschland und die Deutschen seit der Landeshoheit der Fürsten bis zum allgemeinen Landfrieden, zu der Errichtung allgemeiner Reichsgerichte, der Kreiseintheilung und bis zum Beginne der großen Kirchenverbesserung (1273 - 1517.)
  • Drittes Buch. Neuere Geschichte. Geschichte Deutschlands und der Deutschen seit der Feststellung seiner Grundformen und vom Anfange der Reformation an bis zur Stiftung des deutschen Bundes (1517 - 1815.)
  • Erste Hauptabtheilung. Vom Anfange der Reformation bis zur letzten Befestigung derselben im westfälischen Frieden (1517 - 1815)
  • Dritten Buches zweite Hauptabtheilung. Das deutsche Reich und Volk seit dem westfälischen Frieden und dessen Vollziehung und seit der letzten Befestigung der Reformation, so wie der Landeshoheit der reichsunmittelbaren Stände, unter fremdem Einflusse bis zum Ausgang des habsburgischen Mannsstammes 1648 - (1650) - 1740
  • Dritten Buches dritte Hauptabtheilung. Deutschlands kräftigeres Wiederaufleben und würdigere Stellung in der Mitte des europäischen Staaten- und Gleichgewichts-Systemes bis zum Umsturze des Reiches durch die französische Revolution und den Rheinbund bis zur neuesten Gestaltung der deutschen Länder zu einem Staatenbunde 1740 - 1815
  • Die neueste Geschichte des deutschen Volkes und Landes von der deutschen Bundesacte bis auf unsere Zeit. 1815 - 1838
  • Register zu Böttiger's deutscher Geschichte
  • Binder

Full text

—13 t) SXHEnt- 
V <*. 
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suchte er dem Vasallentrotz, dem geistlichen Ucbcrmuth allmählich eine neue, freie 
Macht, den Biirgcrstand, entgegen zu stellen. 
Er war allgemein als König anerkannt; selbst Bretislaw von Böhmen, der 
Polen 1038 so gräßlich verheert hatte und sich um den deutschen König, seinen 
und Polens Obcrlehnsherrn, nichts zu kümmern schien, schickte ihm seinen Sohn 
als Geisel, und die Burgunder brachten reiche Geschenke. Heribert von Mailand 
unterwarf sich persönlich. Nur die Ungarn unter Stephans Neffen, Peter, konn¬ 
ten erst nach drei Feldzügen zur Ruhe gebracht werden, und später trat der neue 
König Samuel Aba das Land bis an die Leitha an Deutschland ab. Dann neuer 
Krieg, in welchem Aba bei Vestnemti (verloren Baier) geschlagen, und Peter wieder 
eingeführt wurde, der dann 1044 sein Königreich auf Lebenszeit vom König zum 
Lehen erhielt. 
Noch im Jahr 1043 hatte—sich Heinrich mit der an Geist und Körper ausge¬ 
zeichneten Agnes von Poitou, Wilhelms von Aquitanien Tochter, zu Ingelheim 
vermählt. Possenreißer, Gaukler, Mimen, selbst ein Mensch, der mit Honig be¬ 
schmiert den Bären vorgeworfen wurde, fehlten wohl nicht dabei. Er vertheilte 
das Herzogthum Baiern an Heinrich von Luremburg, Schwaben an Pfalzgraf Otto 
bei Rhein, dessen Pfalzgrafschaft sein Bruder Heinrich bekam, Kärnthen 1047 an 
Welf, aber die Kärnthner Mark gegen die Ungarn (die Steiermark), die Krainer 
Mark und Istrien gab er an eigene Markgrafen. Nach Gozelo's von Lothringen 
Tode gab er dessen Söhnen, Gottfried dem Bärtigen das obere und Gozelo dem 
Feigen das niedere Lothringen und nach dessen Tode 1046 an Friedrich von Lurem¬ 
burg, des Baiern-Herzogs Bruder. 
In Italien galt Heinrich als König, solange er eben abwesend war und nur 
den Namen wollte. Das Lehnsedict Konrads begann zu wirken. Die Großen 
stritten sich mit ihren Valvassoren, diese und der Adel überhaupt in Mailand aber 
auch mit den Bürgern (motta); die Bürger siegten im blutigen Kampf, der Adel 
mußte zur Stadt hinaus und belagerte dieselbe und verursachte eine große Hungers- 
noth. *) Endlich erfolgte Aussöhnung. Heribert starb, und Heinrich gab den Mai¬ 
ländern einen ihrer geringsten Geistlichen zum Erzbischof. — In Rom aber gab 
es drei Parteien, und jede derselben hatte einen Papst ausgestellt: Benedict IX. 
(der, i2jährig, bei seiner Papstwahl noch nicht einmal die geistliche Weihe hatte, 
ein Ungeheuer von Lasterhaftigkeit), Sylvester III. und Gregor VI. (der Einfältige). 
Daß jeder der einzig echte und untrügliche seyn wollte, einer den andern verketzerte, 
mußte ein ungeheures Aergerniß für die Christenheit und besonders für den wahr¬ 
haft frommen Heinrich seyn. 
Vielfach aufgefordert, brach er nach Italien auf 1046. Dort empfing ihn der 
gewaltige Markgraf Bonifaz von Toscana, Herr von Ferrara, Modena und Mantua,, 
der sich gewaltsam große Schätze erworben hatte. In Pavia kam eingeladen 
Gregor VI., immer noch der würdigste der drei Päbste, zu ihm. Auf einer Synode 
zu Sutri mußte sich Gregor selbst wegen Sinionie absetzen, die Abwesenden wurden 
abgesetzt, und an ihrer Aller Stelle wurde Bischof Suitger von Bamberg, ein 
Sachse, als Clemens II. gesetzt; dann wurde 1047 der Fluch auf jeden Kauf einer 
Kirchenpfründe gelegt. Gregor mußte mit nach Deutschland, wohin ihm sein 
Capellán und Schüler Hildebrand, ein Zimmermannssohn von Savona oder Saone, 
folgte. Vor seiner Abreise aber waren Heinrich und seine Gemahlin von Suitger 
noch mit der kaiserlichen Krone geschmückt worden. 
*) Hrch. Leo, Gesch. der italienischen Staaten, Hamburg, >879, I. 390 u. ff , entwickelt diese Ver¬ 
hältnisse aufö Scharssinnigfte.
	        

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Böttiger, Carl Wilhelm. Geschichte Des Deutschen Volkes Und Des Deutschen Landes. Stuttgart: Literatur-Comptoir, 1839. Print.
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