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Deutsche Geschichte der Neuzeit (Bd. 3)

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN788282174
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-11207064
Title:
ABC und Lesebuch für die untersten Classen der deutschen Schulen des Waisenhauses
Author:
Niemeyer, August Hermann (01.09.1754-07.07.1828)
Place of publication:
Halle
Publisher:
Buchh. des Waisenhauses
Document type:
Monograph
Collection:
Reading primers, pre-1871
Publication year:
1806
Edition title:
7. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Chapter

Title:
Laengere Erzaehlungen
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Lehrbuch für den ersten Unterricht in der Geschichte
  • Deutsche Geschichte der Neuzeit (Bd. 3)
  • Binder
  • Title page
  • Deutsche Geschichte der Neuzeit. 1493-1871
  • I. Das Zeitalter der Reformation und der Religionskriege. 1517-1648
  • II. Das Zeitalter der unumschränkten Fürstenmacht und der Kabinettskriege. 1648-1789
  • III. Das Ende des alten Reiches und die Befreiungskriege. 1789-1815
  • IV. Der Deutsche Bund 1815-1866 und die Wiederaufrichtung des Deutschen Reiches 1871
  • Genealogy chart
  • Zeittafel zu einer zusammenfassenden Wiederholung der bayerischen Geschichte
  • Binder

Full text

Habsburger Erbschaften. 
erwählten römischen Kaisers annahm; seinem Beispiel folgten außer 
Karl V. alle späteren Kaiser. ')^ 
Glücklich war Maximilian I. nur in seinen Plänen für die Größe 
des habsburgischen Hauses, und zwar nicht durch Kriege, sondern 
durch Heiraten/) Aus der gewinnreichen Verbindung Maximilians I. 
mit Maria von Burgund stammte Philipp. Dieser vermählte sich mit 
Johanna, der Erbin von Spanien. Der jüngere der beiden Söhne aus 
dieser Ehe, Ferdinand I., erwarb durch seine Gemahlin Anna Ungarn, 
Böhmen, Mähren, Schlesien und die Lausitz. 
Das Glück Habsburgs stärkte zwar die Stellung Deutschlands gegen 
Osten, veranlaßte aber auch die Einmischung Spaniens und erregte die 
Eifersucht Frankreichs sowie das Mißtrauen der deutschen Fürsten. Zuerst 
und zumeist bekam Bayern die Übermacht und die Ländersucht Österreichs 
zu fühlen. 
) Der Landshuter Erbfolgekrieg entzweite die bayerischen und die 1504 
pfälzischen Wittelsbacher. Der Herzog Georg der Reiche von Landshut 
war 1503 ohne männliche Nachkommen gestorben. Da in den bayerischen 
Herzogtümern die männliche Erbfolge galt, war Herzog Albrecht IV. 
von München der rechtmäßige Erbe des Herzogtums Landshut-Jngolstadt. 
Allein Ruprecht, der Sohn des pfälzischen Kurfürsten Philipp, welcher 
mit Elisabeth, der einzigen Tochter Georgs, vermählt war, nahm sofort 
von dem Lande und von den reichen Schätzen feines Schwiegervaters 
Besitz. Bayern wurde von den Alpen bis zum Fichtelgebirg durch die 
Heerscharen der beiden Gegner und ihrer Bundesgenossen greulich ver- 
wüstet.3) Zuletzt wurde die pfälzische Partei in der Nähe von Regensburg 
(bei Schönberg) 1504 besiegt. Ruprecht und Elisabeth waren inzwischen 
gestorben; ihr unmündiger Sohn Otto Heinrich erhielt durch kaiserlichen 
Spruch die Psalzgr asschast Neuburg/) Für sich selbst nahm Maxi- 
milian I. als Belohnung sür die Unterstützung, die er seinem Schwager 
Albrecht IV. während des Krieges geleistet hatte, Kusstein, Rattenberg 
und Kitzbüchel. Das übrige Erbe fiel an die Münchener Linie. 
*) Die kaiserlichen Erlasse beginnen seitdem immer mit den Worten: „Wir (Name) 
von Gottes Gnaden Erwählter Römischer Kaiser,' zu allen Zeiten Mehrer des Reichs" 
(= electus Romanorum imperator Semper Augustus). 
2) Bella gerant alii: tu felix Austria, nube! 
) Ein einziger Heerhaufe verwüstete in Niederbayern 60 Ortschaften, in der Ober- 
psalz gingen an einem Tage 30 Dörfer in Flammen auf. Auch bei Nürnberg, das für 
Albrecht IV. kämpfte, wurden über 30 Ortfchaften eingeäschert. 
4) Zur Pfalzgrafschaft Neuburg oder jungen Pfalz gehörten außer Neuburg die Städte 
Lauingen, Höchftädt, Hilpoltftein, Sulzbach, Weiden, Burglengenfeld, Regenstauf u. f. w.
	        

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Vogel, Friedrich. Deutsche Geschichte Der Neuzeit. Bamberg: Buchner, 1898. Print.
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