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Allgemeine Erdkunde, Wiederholung der Länderkunde ohne Deutschland (H. 4)

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN726075108
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6226665
Titel:
Erdkunde für höhere Schulen
Autor*in:
Bappert, Hans
Fischer, Heinrich
Geistbeck, Alois
Geistbeck, Michael
Erscheinungsort:
Berlin [u.a.]
Verlag:
Oldenbourg
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Geographieschulbücher Kaiserreich
Ausgabenbezeichnung:
bearb. von Hans Bappert Ausg. D, in 6 [5] H., für Lehrer- und Lehrerinnenbildungsanstalten
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Band

Persistenter Identifier:
PPN789433524
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-11614286
Titel:
Allgemeine Erdkunde, Wiederholung der Länderkunde ohne Deutschland
Signatur:
BBF<20 B 76,5>
Autor*in:
Bappert, Hans
Fischer, Heinrich
Geistbeck, Alois
Geistbeck, Michael
Bandzählung:
H. 4
Erscheinungsort:
Berlin [u.a.]
Verlag:
Oldenbourg
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Geographieschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1912
Ausgabenbezeichnung:
Ausg. D, in 5 Heften [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
für die untere Seminarklasse

Kapitel

Titel:
Allgemeine Erdkunde
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Erdkunde für höhere Schulen
  • Allgemeine Erdkunde, Wiederholung der Länderkunde ohne Deutschland (H. 4)
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • Allgemeine Erdkunde
  • Wiederholung der Länderkunde. Die fremden Erdteile
  • Einband

Volltext

10 
Allgemeine Erdkunde. 
II 
III 
\=L=/ 
I. Bruch oder Verwerfung. Sinkt von einer wagrechten Gesteinsschicht abc 
der Flügel b c in die Tiefe, während der Flügel a b in seiner bisherigen Lage ver¬ 
bleibt, so entsteht eine Zerreißung der Schichten, die man als V e r w e r f u n g (I) 
bezeichnet. Ein Beispiel hierfür ist der Steilabbruch des Erzgebirgs gegen Böhmen. 
Oft geschieht diese Absenkung in Stufen, wie z. B. auf den innern Seiten des 
Wasgenwalds und Schwarzwalds und auf der Südseite des Schwäbischen Jura; 
dann spricht man von S t a f f e l b r ü ch e n. Hat der Einbruch eine rundliche 
Gestalt, so entsteht ein Kesselbruch, wie in den Becken von Neuwied am 
Rhein und um Wien. Erfolgt die Sen- 
a— — - c kung auf beiden Seiten einer Schichten- 
I , folge, so bezeichnet man den stehen¬ 
gebliebenen Rest als Hör st (II). Bei¬ 
spiele hiervon sind Harz und Thüringer 
Wald. Sinkt das Mittelstück einer Schich¬ 
tenreihe in die Tiefe, so spricht man bei 
starker Lüngenausdehnung des Bruchs 
von einem Graben oder einer Gra¬ 
benversenkung (III). Die größten 
Versenkungen dieser Art in Deutschland 
sind die Oberrheinische Tiefebene, das 
Leinetal bei Göttingen, das Elbtal bei 
Dresden und das Rheintal zwischen Chur 
und Bregenz. Die größte Grabenversenkung auf der Erde zieht vom Jordantal 
durch das Tote Meer zu den großen Seen Ostafrikas. Alle Schichten der angren¬ 
zenden Gebirge finden sich in der Grabenversenkung wieder. 
II. Faltung. Werden horizon¬ 
tale Schichten an einer oder mehre¬ 
ren Stellen gehoben oder gesenkt, 
ohne daß eine Zerreißung erfolgt, so 
spricht man von Gebirgsfalten (IVa 
und b). Die Hebungen heißen Sattel, 
die Senkungen Mulden. Die Falten 
stehen bald senkrecht, bald schief, bald 
fächerartig. Als das regelmäßigste Fal¬ 
tengebirge gilt der Schweizer Jura. 
Wird infolge der Zusammenziehung 
der Erdrinde ein Schichtenflügel (b) über 
einen anderen (a) hinweggeschoben, so 
kommen ursprünglich tiefere und ältere 
Gesteinsschichten über jüngere zu liegen, 
es verkehrt sich also die natürliche Alters- 
solge der Gesteine, und dies bezeichnet man als Überschiebung (V). Vom 
Genfer See bis ins Allgäu hinein findet man viele Beispiele solcher sog. ortsfremder 
Decken und Klippen; die bekannten Mythen über Bmnnen gehören z. B. zu ihnen. 
Jugendliche Gebirge, wie Jura, Alpen, Anden und Himalaya, zeigen 
den Faltenban mitunter noch in deutlicherer Ausprägung; bei alten und a b g e - 
IVa 
Faltenbau des Schweizer Jura. 
AB Gebirgssättel. CC Talmulden. DE Spaltental. 
abc Verschiedene Gesteinsschichten. 
IVb 
V
	        

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Bappert, Hans et al. Allgemeine Erdkunde, Wiederholung Der Länderkunde Ohne Deutschland. Berlin [u.a.]: Oldenbourg, 1912. Print.
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