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Realienbuch (Teil 2)

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN791121321
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-12237363
Title:
Realienbuch
Author:
Lehmann, Richard (17.05.1845-06.06.1942)
Lorenz, Paul
Franke, Max
Schmeil, Otto (03.02.1860-03.02.1943)
Place of publication:
Leipzig [u.a.]
Publisher:
Teubner
Document type:
Multivolume work
Collection:
Textbooks for study of the natural and cultural world (Realienkunde), imperial Germany
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Volume

Persistent identifier:
PPN791124495
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-13414890
Title:
Realienbuch
Shelfmark:
RD-II 9(5,09)-2
Author:
Lehmann, Richard (17.05.1845-06.06.1942)
Lorenz, Paul
Szymanski, Theodor
Franke, Max
Schmeil, Otto (03.02.1860-03.02.1943)
Volume count:
Teil 2
Place of publication:
Leipzig [u.a.]
Publisher:
Teubner
Document type:
Volume
Collection:
Textbooks for study of the natural and cultural world (Realienkunde), imperial Germany
Publication year:
1909
Edition title:
Ausg. A, für kath. Schulen, 5., verm. u. verb. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Chapter

Title:
II. Erdkunde
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Realienbuch
  • Realienbuch (Teil 2)
  • Binder
  • Advertising
  • Title page
  • Inhaltsübersicht
  • I. Geschichte
  • II. Erdkunde
  • III. Naturgeschichte
  • IV. Naturlehre
  • Advertising
  • Das Römische Reich
  • Europa am Ende der Völkerwanderung
  • Reich der Karolinger und die Teilung von Verdun
  • Geschichtliche Entwickelung Preussens
  • Deutschland nach dem dreissigjährigen Kriege
  • Advertising
  • Binder

Full text

II. Erdkunde. 
(Europa. 
A. Deutschland. 
I. Die deutschen Meere und das deutsche Tiefland. 
Durch Norddeutschland erstreckt sich von Osten nach Westen ein weites Tiefland, 
das beinahe die Hälfte des deutschen Reichsgebietes und etwa % der Oberfläche des 
preußischen Staates umfaßt. Ls wird von zwei L a n d r ü ck e n, einem nördlichen und einem 
südlichen, durchzogen und durch den Lauf der Rller und der unteren Weser in eine östliche 
und eine westliche Hälfte geteilt. Im Norden reicht es bis an die Gestade der Nord- 
und der Ostsee, im Süden bis an den Fuß des deutschen Mittelgebirges. 
t. Die Nordsee. 
1. Ihre Lage. Die Nordsee ist ein Teil des Ntlantischen Ozeans. Nach Westen 
setzt sie sich im „Ranal" fort, einer Meeresstraße, die Frankreich und England von¬ 
einander scheidet. Mit der Ostsee steht sie durch Skagerak und Rattegat in Ver¬ 
bindung, und im Norden geht sie in den Ntlantischen Ozean über. 
2. Ihr Wasser, a) In dem Nckerboden und in zahllosen Gesteinen findet sich stets 
etwas Salz. Ls wird von dem Wasser, das durch die Erde sickert, aufgelöst und aus den 
Ouellen den Flüssen zugeführt. Meist ist der Salzgehalt des Flußwassers allerdings so gering, 
daß wir das Salz gar nicht schmecken („Süßwasser"), wenn wir jedoch bedenken, welch 
große Wassermassen sich durch die Ströme (nenne die deutschen Zuflüsse der Nordsee!) 
tagtäglich in das Meer ergießen, so erkennen wir, daß ihm dadurch fortgesetzt auch 
große Mengen von Salz zugeführt werden. Trotz der Zuflüsse ändert sich aber der 
Wasserstand des Meeres nicht. In dem Maße, wie ihm Wasser zufließt, geht es also 
wieder verloren. Das Wasser verdunstet, bildet Nebel und Wolken und fällt als Regen 
oder Schnee wieder herab. Das Salz verdunstet aber nicht mit (versuch!); es sammelt 
sich daher im Laufe der Zeit im Meere in großen Mengen an. So enthalten z. B. 
100 1 Nordseewasser etwa 3^2 kg Salz. 
b) Da Salzwasser größere Lasten tragen kann und schwerer gefriert als Süßwasser 
(versuch!), ist der Salzgehalt des Meeres für die Schiffahrt von Wichtigkeit. — Das 
Baden in der salzigen Flut und der Rusenthalt in der reinen, staubfreien Seeluft sind der 
menschlichen Gesundheit dienlich. Daher suchen alljährlich viele Tausende von Be¬ 
wohnern des Binnenlandes die Nordsee auf, um sich zu kräftigen. 
e) Nn der Rüste sieht das Wasser zumeist gelblich aus; weiter draußen nimmt es 
eine tiefblaue Färbung an. Dort ist es oft so klar, daß man metertief hinabsehen und 
das Treiben der Fische beobachten kann. Besonders Hering und Rabeljau sind häufig 
anzutreffen. Im vergleich zum offenen Weltmeere (Ozean) ist die Nordsee flach; ihre 
Tiefe beträgt durchschnittlich nur 90 w, die der Ozeane aber 3600 m. 
3. Ihr Einfluß auf öas Klima, wenn wir in einem Rachelofen, der einen 
eisernen Unterbau besitzt, Feuer anzünden, so wird das Eisen schneller warm als die 
Racheln. Erlischt aber das Feuer, dann erkaltet das Eisen sehr bald, während die Racheln 
Zranke-Schmeil, Realienbuch. Nusg. A. II. Erdkunde. 1
	        

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Lehmann, Richard et al. Realienbuch. Leipzig [u.a.]: Teubner, 1909. Print.
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