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Anschaulich-ausführliches Realienbuch

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN791283062
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-12737898
Title:
Anschaulich-ausführliches Realienbuch
Shelfmark:
RD-II 1(12,1895)-9
Author:
Kahnmeyer, Ludwig
Schulze, Hermann
Place of publication:
Bielefeld [u.a.]
Publisher:
Velhagen & Klasing
Document type:
Monograph
Collection:
Textbooks for study of the natural and cultural world (Realienkunde), imperial Germany
Publication year:
1895
Edition title:
Ausg. B, mittlere Ausg., 12., verb. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
enthaltend Geschichte, Erdkunde, Naturgeschichte und Naturlehre ; für die Hand der Schüler

Chapter

Title:
B. Erdkunde
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Anschaulich-ausführliches Realienbuch
  • Binder
  • Title page
  • Hohenzollernworte
  • A. Deutsche Geschichte
  • B. Erdkunde
  • C. Naturgeschichte
  • A. Sommerhalbjahr
  • B. Winterhalbjahr
  • Systematische Übersicht
  • D. Naturlehre
  • Inhaltsvrezeichnis
  • Zeittafel der Geschichte
  • Binder

Full text

85 
B. Erdkunde. 
Deutschland. 
540000 qkm. 50 Mill. Einw. 
I. Allgemeines. 
a. Die deutschen Meere. 
1. Die Nordsee ist durchschnittlich etwa 80 m tief. Ihr Wasser hat eine moos¬ 
grüne Farbe und einen bittersalzigen Geschmack. Gewöhnlich liegt sie still da. Weht 
aber ein starker Nordwest, dann durchbricht der „blanke Hans" wohl zuweilen die 
6—10 m hohen Deiche, welche überall an der flachen Küste angelegt sind. Ehemals 
reichte die Küste viel weiter ins Meer hinaus, und Dünen schützten das Land gegen 
das Meer. Gewaltige Sturmfluten aber durchbrachen die Dünenwand und ver¬ 
schlangen große Länderstrecken, die wir zur Zeit der Ebbe nur noch als sogenannte 
„Watten" erblicken. Die Überreste aber jener Dünen sind die friesischen Inseln, die 
in langer Linie die Küste umsäumen. Auch der Jadebusen, der Dollart und die Zui- 
dersee sseuder — Süds sind vor etwa 6 Jahrh, durch Sturmfluten gebildet worden. 
2. Ebbe und Flut. Alle Tage zweimal steigt und fällt das Wasser der Nordsee 
(sowie das fast aller Meere). Das Steigen nennt man Flut, das Sinken Ebbe. Die¬ 
ses Steigen und Sinken wird durch die Anziehungskraft des Mondes hervorgerufen. 
Der Mond (M) wirkt auf die Erde bei A und 
zieht hier das Wasser au; daher hier Flut. Da M "ì 
er aber zugleich auch auf den Mittelpunkt sin) <-^=======^EEEEz^pf % 
der Erde wirkt und die Anziehungskraft desselben ( ; I • || B 
vermindert, so entfernt sich das Wasser auf der — -— ... ,\\ m 
entgegengesetzten Seite (bei B) von der Erde, ^ 
und so entsteht auch hier eine Flut. ' ^ 
Da der Mond jeden Tag etwa 49 Minuten später an derselben Stelle aufgeht 
wie am Tage zuvor, so treten auch die „Gezeiten" jeden Tag um 49 Minuten später 
auf. Steht die Sonne mit Erde und Mond in einer Linie (beim Voll- und Neu¬ 
mond), so steigt die Flut am höchsten, und wir nennen sie dann „Springflut". Kommt 
zur Flut ein Sturm hinzu, so entsteht eine Sturmflut, die zuweilen die Deiche durch¬ 
bricht und ganze Landstriche für immer in den Wellen begräbt. An den holsteinischen 
Küsten steigt das Wasser zur Flutzeit gewöhnlich 1—3 m (an den Ostküsten Nord¬ 
amerikas dagegen stellenweis bis zu 20 m hoch). Alle Gräben, Kanäle und Flußarme 
füllen sich dann bis an den Rand der Deiche, und die großen Seefahrer ziehen mit 
gebauschten Segeln in die zur Ebbezeit unerreichbaren Häsen ein. Tritt aber die 
Ebbe ein, dann wachsen überall Inseln aus dem Wasser hervor. Die Schisse sinken 
immer tiefer mit dem Wasser herab, und die Deiche steigen riesenhaft empor. Auf 
dem entblößten Meeresgrunde aber kommen Muscheln, Krebse u. a. Seetiere zum 
Vorschein, die dann von armen Leuten oder von Störchen, Möven, Schnepfen rc. auf¬ 
gelesen werden. 
3. Die Ostsee oder das baltische Meer hängt mit der Nordsee durch den Sund, 
den großen und den kleinen Belt zusammen. Ihre bedeutendsten Buchten sind der 
bottnische, finnische und rigaische Meerbusen. Ebbe und Flut sind kaum wahr¬ 
nehmbar. Der Salzgehalt des Wassers ist geringer als der der Nordsee. (Wie er¬ 
klärt sich dies aus der großen Anzahl der in die Ostsee mündenden Flüsse?) Auch ist
	        

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Kahnmeyer, Ludwig, and Hermann Schulze. Anschaulich-Ausführliches Realienbuch. Bielefeld [u.a.]: Velhagen & Klasing, 1895. Print.
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