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[Teil 1] (Teil 1)

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN791293661
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-12498950
Title:
Berliner Realienbuch
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Schnetter & Lindemeyer
Document type:
Multivolume work
Collection:
Textbooks for study of the natural and cultural world (Realienkunde), imperial Germany
Publication year:
1903-
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Volume

Persistent identifier:
PPN792428676
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-13015260
Title:
[Teil 1]
Shelfmark:
RC-II 2(1,03)-1
Volume count:
Teil 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Schnetter & Lindemeyer
Document type:
Volume
Collection:
Textbooks for study of the natural and cultural world (Realienkunde), imperial Germany
Publication year:
1903
Edition title:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Chapter

Title:
III. Pflanzenkunde
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Berliner Realienbuch
  • [Teil 1] (Teil 1)
  • Binder
  • Title page
  • Vorwort
  • Inhalt
  • Geschichte
  • Erdkunde
  • III. Pflanzenkunde
  • IV. Tierkunde
  • Binder

Full text

III. Pflanzenkunde. 
5. Klafft. 
\. Oer Goldlack. 
Der ftrnuchige Wuchs. Tie Goldlackpflanze wird vom Gärtner 
aus Samen gezogen. Sie verzweigt sich dicht über der Erde und bildet 
mehrere kurze Stengel. Diese fühlen sich derb und holzig an. Fröste 
und Stürme können dem Goldlack nicht schaden. Seine Stengel über¬ 
dauern deshalb mehrere Winter. Die langen Blütenäste aber sind 
weniger holzig. Sie verdorren im Herbst und fallen ab. ■— Weil 
nur d i e un t er e Hälfte der P sl a u z e einem Strauche 
gleicht, nennt man den Goldlack einen Halbstrauch. 
Die immergrünen Blätter. Die Stengel verlängern sich 
jährlich nur wenig. Die Blätter sitzen deshalb dichtgedrängt beisammen. 
Sie sind hart und widerstehen dem Froste. Erst nach 2—3 
Jahren fallen die ältesten Blätter ab. Der Goldlack erscheint daher 
„immergrün". Jedes Blatt ist lang und schmal. Seine Bänder sind 
fast gleichlaufend (linealisch) und etwas nach oben gebogen. Die Spitze 
ist abwärts geneigt. Wird ein Goldlacktopf mittelst einer Gießkanne 
von oben besprengt, so wird seine Erde nur wenig naß. Das Wasser 
läuft in den Blattrinnen nach der Spitze zu und fällt außerhalb 
des Topfes nieder. Im Freien liegen unter dem Tropskreis die Saug¬ 
wurzeln. Zu ihnen gelangt das Regenwasser. — D i e abwärts 
gebogenen rinnigen Blätter leiten das AtegenWasser 
zu b e ît S a u gwurzeln. 
Die Bedeutung der Blätter für die Ernährung. Selbst 
große Zimmerpflanzen verzehren jährlich nur wenige Gramm von 
der Erde ihres Topfes. Die Wurzeln schassen mit dem Wasser nur 
kleine Mengen aufgelöster (salzartrger) Stoffe nach oben. Die eigent¬ 
liche Ernährung besorgen die Blätter. Sie nehmen aus der Lust 
einen gasartigen Stofs, die Kohlensäure, auf. Aus Wasser und Kohlen¬ 
säure bildet die Pflanze ihre Baustoffe. Die Blätter können diese 
Hauptnahrungsmittel aber nur im Sonnenlicht verdauen. — Waffe r, 
Luft u n d Licht s i n d für das Gedeihen der Pflanzen 
unentbehrlich. 
Realienbuch. l. 
9
	        

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