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[Teil 1] (Teil 1)

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN791293661
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-12498950
Title:
Berliner Realienbuch
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Schnetter & Lindemeyer
Document type:
Multivolume work
Collection:
Textbooks for study of the natural and cultural world (Realienkunde), imperial Germany
Publication year:
1903-
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Volume

Persistent identifier:
PPN792428676
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-13015260
Title:
[Teil 1]
Shelfmark:
RC-II 2(1,03)-1
Volume count:
Teil 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Schnetter & Lindemeyer
Document type:
Volume
Collection:
Textbooks for study of the natural and cultural world (Realienkunde), imperial Germany
Publication year:
1903
Edition title:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Chapter

Title:
Geschichte
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Berliner Realienbuch
  • [Teil 1] (Teil 1)
  • Binder
  • Title page
  • Vorwort
  • Inhalt
  • Geschichte
  • Erdkunde
  • III. Pflanzenkunde
  • IV. Tierkunde
  • Binder

Full text

32 
dessen hatte auch Tilly Christian von Dänemark bei Lutter am 
Barenberge 1626 besiegt und im Verein mit dem zurückgekehrten 
Wallenstein bis nach Jütland verfolgt. Um die katholische Lehre 
in Norddeutschland zu befestigen, vertrieb er die Herzöge von 
Mecklenburg, ließ sich vom Kaiser zum Admiral des Baltischen Meeres 
ernennen und mit Mecklenburg belehnen. Aber der Plan, dem Kaiser 
die Oberherrschaft auf der Ostsee zu erringen, scheiterte an dem Wi¬ 
derstand der Stadt Stralsund, die von den Dünen und Schweden 
unterstützt wurde. Trotzdem Wallenstein geschworen hatte, Stralsund 
zu nehmen, und wenn es mit Ketten an den Himmel gebunden wäre. 
mußte er die Belagerung aufgeben. Im Frieden zu Lübeck 1629 
erhielt Christian von Dänemark gegen das Versprechen, sich nicht 
mehr in deutsche Angelegenheiten zu mischen, alle seine Besitzungen 
zurück. — Im Gefühl seiner Macht erließ der Kaiser in demselben 
Jahre ein Edikt, wonach alle seit dem Passauer Vertrage 1552 von 
den Evangelischen in Besitz genommenen Klöster und Stifter an die 
katholische Kirche zurückfallen sollten. Die Protestanten waren in 
großer Not: denn sie hatten keine Mittel, um die Durchführung dieses 
Ediktes zu verhindern. Da kam doppelte Hilfe. Die katholischen 
Fürsten unter der Führung des Maximilian von Bayern wußten 
auf dem Reichstage zu Regensburg die Absetzung des ihnen zu mäch¬ 
tigen Wallenstein durchzusetzen. Grollend zog sich dieser aus seine böh¬ 
mischeil Güter zurück. Vom Norden her kam den Protestanten der 
ersehnte Retter. 
Gustav Adolfs Siegcszug. Magdeburgs Fall. Den 
schwedischen König Gustav Adolf trieben religiöse und politische Gründe, 
in den Krieg einzugreifen. Treu im evangelischen Glauben stehend. 
. wollte er seinen bedrohten Brüdern in Deutschland Hilfe bringen. 
Aber durch Wallensteins Erfolge im Norden sah er auch die Herr- 
schaft Schwedens auf der Ostsee bedroht. Endlich zürnte er dem 
Kaiser, weil dieser die Absetzung der ihm verwandten Herzöge von 
Mecklenburg gebilligt hatte. Mit seinen wohlgeschulten, an Manns¬ 
zucht gewöhnten Truppen erschien er 1630 auf Rügen. In kurzer 
Zeit besetzte er Pommern und Mecklenburg. Von dem evangelischen 
Volke wurde er freudig begrüßt: die Fürstell standen ihm aber arg¬ 
wöhnisch gegenüber. 
Unterdessen war Magdeburg, das sich dem Restitutionsedikt 
widersetzt hatte, in große Bedrängnis geraten. Tilly und Pappenheim 
belagerten es. Gustav Adolf schickte den Magdeburgern den schwe¬ 
dischen Obersten Falkenberg und versprach, mit seinem Heere zu Hilfe 
zu kommen. Aber durch das Zögern des Kurfürsten Georg Wilhelm, 
mit ihm ein Bündnis einzugehen, wurde er zurückgehalten. 
Endlich, als der König Berlln bedrohte, gewährte ihm der Kurfürst 
freien Durchzug und überließ ihm Spandau und Küstrin. Nun kam 
die Hilfe zu spät. Das stolze Magdeburg war am 20. ,10.) Mai
	        

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[Teil 1]. Berlin: Schnetter & Lindemeyer, 1903. Print.
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