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[Teil 1] (Teil 1)

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN791293661
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-12498950
Title:
Berliner Realienbuch
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Schnetter & Lindemeyer
Document type:
Multivolume work
Collection:
Textbooks for study of the natural and cultural world (Realienkunde), imperial Germany
Publication year:
1903-
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Volume

Persistent identifier:
PPN792428676
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-13015260
Title:
[Teil 1]
Shelfmark:
RC-II 2(1,03)-1
Volume count:
Teil 1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Schnetter & Lindemeyer
Document type:
Volume
Collection:
Textbooks for study of the natural and cultural world (Realienkunde), imperial Germany
Publication year:
1903
Edition title:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Chapter

Title:
Geschichte
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Berliner Realienbuch
  • [Teil 1] (Teil 1)
  • Binder
  • Title page
  • Vorwort
  • Inhalt
  • Geschichte
  • Erdkunde
  • III. Pflanzenkunde
  • IV. Tierkunde
  • Binder

Full text

35 
der Einwohner war durch das Schwert, durch Not und Krankheiten 
zu gründe gegangen. Städte und Dörfer waren verschwunden; an 
Stelle wogender Kornfelder fand man wüstes, mit Bäumen und 
Strauchwerk bedecktes Land, aus dem Wölfe und andere Raubtiere 
hausten. Die Wiesen waren zu Morästen geworden, die Städte ver¬ 
armt und menschenleer. Überall im Lande trieben sich Tausende 
von Vagabunden, entlassenen Soldaten und verwilderten Bauern um¬ 
her. Das ganze Land glich einer Wüste, und meilenweit konnte 
man wandern, ohne ein menschliches Wesen anzutreffen. Es fehlte 
an Geld und Arbeitskräften, die Felder zu bestellen und die Häuser 
wieder aufzubauen. Handel und Gewerbe lagen darnieder. An Stelle 
von Bildung und Sittlichkeit traten Roheit und Gleichgültigkeit. Im 
Schulwesen sah es traurig aus; es fehlte an Geistlichen und Lehrern. 
Der Aberglaube nahm überhand, und die Hexenverfolgungen ver¬ 
schonten kein Alter, keinen Stand, kein Geschlecht. Unter den Qual'en 
der Folter bekannten sich die Angeklagten der Zauberei schuldig und 
erlitten den Feuertod. —- Das Reich war ein lockerer Staatenbund 
geworden, in dem jeder Fürst seine eigenen Wege ging und sich 
ein eigenes Heer zu schaffen suchte. Das Nationalgefühl der Deutschen 
ging verloren, und so mußte Deutschland ein Spielball auswärtiger 
Mächte werden. 
Die Areuzzüge. 
Tie Ursachen. Schon in den ersten Zeiten des Christentums 
zeigte mancher Christ das Verlangen, die heiligen Orte zu besuchen, 
wo Christus gelebt, gelehrt und gelitten hatte. Viele von diesen 
Wallfahrern glaubten, durch Gebete am heiligen Orte Befreiung von 
ihren Sünden zu erlangen. So lange die Araber im Besitz der heiligen 
Stätten waren, konnten die christlichen Pilger ungehindert ihre An¬ 
dacht verrichten. Als aber die Türken Palästina eroberten, wurden 
die Pilger hart bedrängt. Viele mußten vor den Toren der heiligen 
Stadt umkehren, weil sie die für den Eintritt geforderten hohen Ab¬ 
gaben nicht zahlen konnten. Die Christuskirche in Jerusalem war 
in ein türkisches Gotteshaus (Moschee) verwandelt worden. Die 
dort lebenden Christen hatten viel unter den Mißhandlungen und 
Plünderungen der Türken zu leiden. 
Ter erste Kreuzzug. Immer lauter wurden diese Klagen. 
Da rief der Pacht Urban II. auf der Kirchenversammlung zu Clermont 
die christlichen Völker zu einem gemeinsamen Kampfe gegen die Un¬ 
gläubigen und zur Befreiung des heiligen Grabes auf. Tausende 
gelobten, zum heiligen Kampfe auszuziehen. Als Zeichen ihres Ge¬ 
lübdes hefteten sie ein kleines rotes Kreuz auf die rechte Schulter. 
Deshalb bekamen sie den Namen Kreuzfahrer. Viele wurden durch 
die begeisterten Predigten des frommen Pilgers Peter von Amiens 
gewonnen. Dieser hatte mit eigenen Augen die traurige Lage der 
3 *
	        

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[Teil 1]. Berlin: Schnetter & Lindemeyer, 1903. Print.
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