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Hamburger Kriegsbuch

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN792471830
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-12215004
Titel:
Das fünfte Schuljahr
Signatur:
RCH-II 2(1,01)-5L
Autor*in:
Seidel, L. E.
Erscheinungsort:
Langensalza
Verlag:
Schulbuchh.
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Realienbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1901
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
theoretisch-praktische Anweisung für Lehrer und Lehrerinnen zur Erteilung eines erfolgreichen Unterrichts in Volksschulen nebst vollständig ausgeführten Präparationen

Kapitel

Titel:
IV. Der deutsche Sprachunterricht im fünften Schuljahre
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
B. Sprachlehre
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Hamburger Kriegsbuch
  • Einband
  • Titelseite
  • Inhalts- und Quellen-Verzeichnis
  • "Einst geschieht's"
  • Zur Einführung
  • I. Vor den Schlachten
  • II. Auf hoher See und an fernen Küsten
  • III. Im Westen
  • Unsere Feuertaufe in Löwen
  • Haushalt ohne Frauen
  • Zum Totenfest
  • Eine Heldentat deutscher Pioniere
  • Eine Nacht im Generalkommando
  • IV. Wir in Hamburg während der Kriegszeit
  • V. Im Osten
  • VI. Um Jahresende
  • Die wichtigsten kriegerischen Ereignisse bis zum Schluß des Jahres 1914
  • Einband

Volltext

V. Im Osten. 279 
frei zur Verfügung gestellt waren, wurde alles nach Lübeck ge¬ 
schafft. Ich selbst traf am Montag, 21. September, in der 
Frühe dort ein. Der Verkehr war wie üblich. 
Gegen 8 Uhr abends fuhr ich nach Travemünde, um dort 
am Morgen an Bord des Dampfers gehen zu können. 
Am Dienstag, den 22. September, weckte mich in frühen 
Stunden das Knattern zweier Flugapparate. Es war ein herr¬ 
licher Morgen. Um V28 Uhr kam der Dampfer von Lübeck an. 
Es lag ein prächtiger, sonniger Herbsttag vor uns. In See 
gab es bald viel zu sehen. Sie war von Schiffen belebt. Man 
hatte den Eindruck, als ob sie überall genau unter Kontrolle 
gehalten werde. 
Der Tag wurde dazu verwandt, die mir übergebenen 
Briefe und Pakete nach Gruppen zu ordnen. Am Abend stand 
ein klarer Sternenhimmel über uns, an dem sich gut_ sichtbar 
nach dem großen Bären zu der große Komet, das Gestirn des 
Kriegsjahres, abhob. 
Die Fahrt ging weiter. Die See war glatt, Schiffe traf 
man nicht. Mittwoch, den 23. September, abends, kamen wir 
gegen 7 Uhr in Pillau an. Wir lagen lange draußen still auf 
der See. Endlich — eine gewisse Sorge vor Minen hatte man 
natürlich — kam aus dem zunehmenden Dunkel ein Schlepp¬ 
dampfer an uns heran. Es war das Vorpostenboot. Man 
stellte unsere Namen fest und rief dann durch Funkenspruch den 
Lotsendampfer heran. Voller Freude hörten wir von der Ver¬ 
nichtung der drei großen englischen Kreuzer. 
Am Donnerstag, den 23. September, früh, ging es nach 
Pillau hinein. Nach mehrfachen sorgfältigen Visitationen durf¬ 
ten wir endlich um 8% Uhr nach Königsberg weiterdampfen 
durch den sogenannten Seekanal, der mit sechs Meilen Fahrt 
nur langsam durchfahren wird. Erst um 1 Uhr mittags waren 
wir an der Stadt. 
Schon auf dieser Fahrt hörten wir von dem Lotsen und 
später dann in Königsberg mancherlei Berichte über die Er¬ 
eignisse in Ostpreußen. Man sah, wie tief — gemütlich wie 
materiell — die Bevölkerung von den Kriegsereignissen er¬ 
griffen war. Man hört von den Leuten — zum Teil aus 
eigener Anschauung — solle Sachen erzählen. So hat ein 
Landwehrmann, wie ich aus erster Hand erfuhr —, als er 
sein Häuschen, weil er Urlaub hatte, wieder betreten konnte, 
dort seine verstümmelte Frau und die Glieder seiner Kinder ge-
	        

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Zitierempfehlung

Jahrmarkt, Karl. Hamburger Kriegsbuch. Hamburg: Pudbrese, 1915. Print.
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