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[Nr. 1] (Nr. 1)

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN792471830
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-12215004
Titel:
Das fünfte Schuljahr
Signatur:
RCH-II 2(1,01)-5L
Autor*in:
Seidel, L. E.
Erscheinungsort:
Langensalza
Verlag:
Schulbuchh.
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Realienbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1901
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
theoretisch-praktische Anweisung für Lehrer und Lehrerinnen zur Erteilung eines erfolgreichen Unterrichts in Volksschulen nebst vollständig ausgeführten Präparationen

Kapitel

Titel:
V. Präparationen auf den Geschichtsunterricht
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
1. Luther
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Ferdinand Hirts neues Realienbuch
  • [Nr. 1] (Nr. 1)
  • Einband
  • Werbung
  • Titelseite
  • Inhaltsübersicht
  • I. Geschichte
  • II. Geographie
  • III. Naturbeschreibung
  • Pflanzenkunde
  • A. Blüten- und Samenpflanzen
  • B. Blütenlose oder Sporenpflanzen
  • C. Nutzpflanzen
  • D. Der Bau und das Leben der Pflanzen
  • Tierkunde
  • Menschenkunde
  • IV. Naturlehre
  • Werbung
  • Deutschland mit Angabe der Gebietsentwicklung Preußens
  • Das Reich Karls d. Gr.
  • Deutschland unter den sächsischen u. fränkischen Kaisern
  • Einband

Volltext

Naturbeschreibung. III 
werden kann. Sie sind das wirksamste Anlockungsmittel für allerlei Gäste. 
2) Scheibenblüten. Auf der flachen Scheibe im Inneren des Körbchens stehen 
dicht gedrängt die andern Blumen, bräunlich, klein und bescheiden. Jede ist 
mit ihrem dicken Fruchtknoten angewachsen. Die Blumenkrone jeder Scheiben— 
blüte bildet ein kleines Röhrchen. Unten ist sie kuglig erweitert. Da stehen 
die Staubfäden. Die Staubbeutel sind zu einer braunen Röhre verwachsen. 
Aus ihr hervor streckt sich der lange, zweispaltige Griffel. Am Grunde des Griffels 
sammelt sich der Homg. 
3. Wie sich die Staubbeutel entleeren. Die Staubbeutel öffnen sich schon 
vor dem Aufblühen nach innen. Der Griffel ist dann noch kurz. Bald füllt sich 
die Staubbeutelröhre mit Blütenstaub. Wenn die Blumenkrone sich öffnet, 
wächst auch der Griffel. Er dringt in die Beutelröhre und schiebt den Blüten— 
staub aufwärts. Später erst teilt sich die Narbe. Die nach der Mitte hin stehenden 
Blüten entwickeln sich zuletzt. 
4. Die Bestäubung. Die anfliegenden Insekten berühren mit ihrem Körper 
die inneren Blüten. Blütenstaub bleibt an ihrem behaarten Körper hängen und 
wird nun zu den Griffeln der benachbarten Blüten getragen. — Die leuchtenden 
Randblüten verblühen erst dann, wenn alle Röhrenblüten in der Mitte der 
Scheibe sich entwickelt haben und befruchtet sind. Dann ist ihre Aufgabe er— 
füllt. 
5. Die reifen Früchte lösen sich vom Blütenboden ab, besonders wenn 
Vögel kommen, um die ölhaltigen Samen zu verzehren. Der Wind sät dann die 
Körner aus. 
6. Die Sonnenblume ist ein einjähriges Gewächs und erreicht auf gutem 
Boden eine Höhe bis zu 41m. Der Stengel ist holzig und fest, denn er muß ja 
die schwere Last der Blätter und Blüten tragen. Tief in den Boden geht die 
Pfahlwurzel. Die großen, herzförmigen Blätter sorgen für ausreichende Ernäh— 
rung des großen Gewächses und wenden ihre Flächen der Sonne zu. Vor 
Tierfraß sind sie durch ihre rauhe Behaarung geschützt. Die langen Blattstiele 
und die starken Blattrippen sichern die Blätter vor der Beschädigung durch den 
Wind. Die Heimat der Sonnenblume ist das warme Südamerika. 
Verwandte. Die Familie der Korbblütler ist sehr artenreich. Eine große Zahl all— 
bekannter Pflanzen gehört dazu: Wegwarte oder wilde Zichorie, Bocksbart, Gänsedistel, 
Huflattich, Kreuzkraut, Gänseblümchen, Wucherblume. 
Viele von ihnen sind lästige Unkräuter (Wucherblume), andre sind geschätzte Zier— 
pflanzen (Georgine), andre sind heilkräftige Kräuter und Teepflanzen (Kamille, Arnika, 
Schafgarbe, Huflattich u. a.), auch vorzügliche Gemüsepflanzen (Lattich, Schwarzwurzel). 
Einrichtungen zur Verbreitung der Samen. 
Viele Pflanzen besitzen besondere Einrichtungen, damit der gereifte, keimfähige Same 
verbreitet und die Art erhalten werde. Wasser, Wind, Tiere oder eigene Bewegungen der 
Samenschalen sind die Verbreitungsmittel. — 1. Wasser. Am Mittel- und Unterlaufe 
der Flüsse finden sich oft Pflanzen, die an dem Oberlauf heimisch sind. Besonders 
die im Frühjahr der Überschwemmung ausgesetzten Uferstrecken lassen oft Samen keimen, 
die das Wasser von den Quellgebirgen mitgebracht hat. Die Meeresströmungen tragen
	        

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Zitierempfehlung

Kerp, Heinrich et al. [Nr. 1]. Breslau: Hirt, 1910. Print.
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