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Das fünfte Schuljahr

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN792471830
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-12215004
Titel:
Das fünfte Schuljahr
Signatur:
RCH-II 2(1,01)-5L
Autor*in:
Seidel, L. E.
Erscheinungsort:
Langensalza
Verlag:
Schulbuchh.
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Realienbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1901
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
theoretisch-praktische Anweisung für Lehrer und Lehrerinnen zur Erteilung eines erfolgreichen Unterrichts in Volksschulen nebst vollständig ausgeführten Präparationen

Kapitel

Titel:
V. Präparationen auf den Geschichtsunterricht
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
4. Friedrich Wilhelm I.
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Das fünfte Schuljahr
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • I. Präparationen auf den Katechismusunterricht
  • II. Präparationen zu den biblischen Geschichten des fünften Schuljahres
  • A. Altes Testament. Das Volk Israel unter Moses und Josua
  • B. Neues Testament. Die Wunder Jesu
  • III. Präparationen zur Behandlung der Kirchenlieder
  • IV. Der deutsche Sprachunterricht im fünften Schuljahre
  • A. Die Behandlung deutscher Musterstücke
  • B. Sprachlehre
  • C. Rechtschreibung
  • V. Präparationen auf den Geschichtsunterricht
  • 1. Luther
  • 2. Der große Kurfürst. (1640 - 1688.)
  • 3. König Friedrich I. (1688 - 1713.)
  • 4. Friedrich Wilhelm I.
  • 5. Friedrich der Große. (1740 - 1786.)
  • 6. Friedrich Wilhelm II. (1786 - 1797.)
  • 7. Friedrich Wilhelm III. (1797 - 1840.)
  • 8. Friedrich Wilhelm IV. (1840 - 1861.)
  • 9. Wilhelm I. (1861 - 1888.)
  • 10. Friedrich III. (Vom 9. März bis 15. Juni 1888.)
  • 11. Wilhelm II. (15. Juni 1888 bis jetzt.)
  • VI. Präparationen auf den geographischen Unterricht im fünften Schuljahre
  • VII. Präparationen auf den naturgeschichtlichen Unterricht im fünften Schuljahre
  • VIII. Der Rechenunterricht im fünften Schuljahre
  • IX. Der Schreibunterricht im fünften Schuljahre
  • X. Der Gesangunterricht im fünften Schuljahre
  • Einband

Volltext

300 
auch eiu frommer Mann. Jeden Sonntag besuchte er mit seiner 
Familie den Gottesdienst, hielt strenge ans die Sonntagsseier und ver¬ 
langte dies auch von seinen Unterthanen. 
b) Friedrich Wilhelms Fürsorge für das Heer. Des 
Königs Hauptsorge war auf die Vermehrung und Ausbildung des 
Heeres gerichtet. Seine Meinung war, daß die Sicherheit und Stärke 
des preußischen Staates einzig auf einem starken und geübten Heere 
beruhe. Er vergrößerte dasselbe allmählich auf 83000 Mann. Die 
Soldaten wurden im In- und Auslande geworben. Doch setzte der 
König bereits fest, daß alle Einwohner des Landes zum Militärdienste 
verpflichtet sein sollten. Nur die Söhne der Adligen und die ältesten 
Söhne der Hof- und Fabrikbesitzer waren frei. Alle dienstbaren Mann¬ 
schaften wurden in eine Liste eingetragen, und diejenigen, welche noch 
nicht zu den Fahnen einberufen waren, mußten als Abzeichen eine rote 
Halsbinde tragen. So legte der König bereits den Keim zu der all¬ 
gemeinen Wehrpflicht, und mit Recht bezeichnete ihn Kaiser Wilhelm I. 
als den eigentlichen Schöpfer der preußischen Armee. Am liebsten hatte 
der König recht große Soldaten. Sein Leibregiment in Potsdam be¬ 
stand aus lauter Riesen und ist unter dem Namen „die langen Kerls" 
bekannt. Unermüdlich war er um die Ausbildung der Soldaten be¬ 
sorgt. Fast täglich wohnte er ihren Übungen bei. Der treueste Ge¬ 
hilfe des Königs bei der Ausbildung des Heeres war der Fürst Leo¬ 
pold von Dessau. Die Soldaten nannten ihn den „alten Dessauer". 
Dieser erfand den eisernen Ladestock, er übte die Soldaten besonders 
im Gleichschritt und im gleichmäßigen Feuern. Die Soldaten Friedrich 
Wilhelms I. waren die am besten ausgebildeten Truppen in Europa. 
Die Behandlung der Soldaten war damals eine sehr strenge; Stock¬ 
schläge, Spießrutenlaufen und Erschießen kamen häufig vor. Trotz 
seiner Vorliebe für die Soldaten liebte Friedrich Wilhelm I. den Krieg 
nicht. Wider seinen Willen wurde er aber in den nordischen Krieg 
gezogen, welchen Polen und Rußland gegen Schweden führte. Im 
Friedensschluß zu Stockholm 1720 erhielt er Altvorpommern. 
o) Friedrich Wilhelms Regierung. Friedrich Wilhelm 
war ein trefflicher Regent. In die Verwaltung des Landes brachte 
er eine ganz neue Ordnung. Bis dahin waren die obersten Staats¬ 
behörden noch getrennt und gerieten oft in Streit miteinander. Uni 
dies zu vermeiden, vereinigte der König alle diese Behörden zu einer 
einzigen Oberbehörde, der die Verwaltung der Staatsgelder und
	        

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Seidel, L. E. Das Fünfte Schuljahr. Langensalza: Schulbuchh., 1901. Print.
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