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Lehr- und Lesebuch oder die Vaterlands- und Weltkunde

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN792648056
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-13104432
Title:
Lehr- und Lesebuch oder die Vaterlands- und Weltkunde
Shelfmark:
RDH-II 9(12,1872)
Author:
Bender, Ludwig (01.11.1801-08.02.1884)
Haesters, Albert (04.04.1812-15.04.1883)
Place of publication:
Essen
Publisher:
Bädeker
Document type:
Monograph
Collection:
Textbooks for study of the natural and cultural world (Realienkunde), imperial Germany
Publication year:
1872
Edition title:
Eigene Ausg. für d. protestant. Schulen d. Königreichs Bayern, 12. (Stereotyp-) Aufl. ... bearb. von Ludwig Bender [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
für die Oberklassen der Volksschule

Chapter

Title:
Zweiter Abschnitt. Die Erde
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
IV. Geschichten aus der Geschichte der Menschheit
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Lehr- und Lesebuch oder die Vaterlands- und Weltkunde
  • Binder
  • Title page
  • Vorwort
  • Vorwort zur bayerischen Ausgabe
  • Inhalts-Verzeichniß
  • Alphabetisches Register
  • Besonderes Inhaltsverzeichniß der Musterstücke von L. Kellner
  • Erster Abschnitt. Das Vaterland - Deutschland
  • I. Die Staaten Deutschlands
  • II. Die Natur Deutschlands
  • III. Deutschland und seine Bewohner - die Deutschen
  • IV. Geschichten aus der Geschichte der Deutschen
  • Lieder
  • Zweiter Abschnitt. Die Erde
  • I. Die Erdtheile
  • II. Die Natur der Erde
  • III. Die Erde und ihre Bewohner (die Menschheit)
  • IV. Geschichten aus der Geschichte der Menschheit
  • Lieder
  • Dritter Abschnitt. Die Welt
  • Vierter Abschnitt. Der Mensch
  • Fünfter Abschnitt. Gott und sein Himmelreich
  • Zeittafel
  • Tabellen zur deutschen und bayerischen Geschichte
  • Binder

Full text

471 
Vaterlandes ergeben. Bet dem Ausbruche der Mißhclligkeitcn zwischen England 
und Amerika reis'te er nach London und vertheidigte hier die Rechte seiner Lands¬ 
leute mit eben so großer Weisheit als Freimüthigkeit. Als er im Jahre 1778 
wegen Abschließung eines Bündnisses mit Frankreich nach Parts kam, gerteth 
die ganze Stadt in freudige Bewegung; Jeder wollte den ausgezeichneten Ameri¬ 
kaner sehen. Nicht selten saß der ehemalige Buchdrucker mit dem Könige zu 
Tische. Bei seiner Aufnahme in die Gelehrtenversammlung Frankreichs ward er, 
als Erfinder des Blitzableiters und Befreier des Vaterlandes, mit dem eben so 
schönen als wahren Verse bewillkommnet: „Dem Himmel entriß er den 
Blitz, den Tyrannen das Scepter!" 
Franklin starb, allgemein verehrt und bewundert, in seinem 81. Jahre. Merk¬ 
würdig ist noch die Grabschrift, die er sich selbst setzte: „Hier liegt der Leib 
Benjamin Franklins, eines Buchdruckers, als Speise für die Würmer, gleich dem 
Deckel eines alten Buches, aus welchem der Inhalt herausgenommen, und der 
seiner Inschrift und Vergoldung beraubt ist. Doch wird das Werk selbst nicht 
verloren sein, sondern einst wieder erscheinen in einer neuen, schönern Ausgabe, 
durchgesehen und verbessert von dem Verfasser." 
Lieder. 
1. Wanderlied. 
1. Wohlauf noch gesungen im trauten Verein! Ade nun, ihr Lieben, 
geschieden muss sein! Ade nun, ihr Berge, du väterlich Haus! Es 
treibt in die Ferne mich mächtig hinaus, :,: hinaus! Juvallera, juvallera, 
juvallerallerallera I Juvallora, juvallera, juvallerallerallera! 
2. Die Sonne, sie bleibet am Himmel nicht stehn; es treibt sie, durch 
Länder und Meere zu gehn. Die Woge nicht haftet am einsamen Strand; 
die Stürme sie brausen mit Macht durch das Land, durchs Land. Ju¬ 
vallera, etc. 
3. Mit eilenden Wolken der Vogel dort zieht und singt in der Ferne ein 
heimathlich Lied; so treibt es den Burschen durch Wälder und Feld, zu 
gleichen der Mutter, der wandernden Welt, der Welt. Juvallera, etc. 
4. Da grüssen ihn Vögel bekannt über’rn Meer; sie flogen von Fluren 
der Heimath hierher. Da duften die Blumen vertraulich um ihn, als käme 
der Duft aus der Heimath dahin, dahin. Juvallera, etc. 
5. Die Vögel, die kennen sein väterlich Haus, wo Blumen einst pflanzt' 
er der Freundschaft zum Strauss. Und Freundschaft, die folgt ihm, sie 
geht ihm zur Hand; so wird ihm zur Heimath das ferneste Land, das 
Land. Juvallera, etc. (Nach Justinns Kerner.) 
2. Wanderschaft. 
1. Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus; da bleibe, wer Lust 
hat, mit Sorgen zu Haus! Wie die Wolken dort wandern am himmlischen 
Zelt, so steht auch mir der Sinn in die weite, weite Welt. 
2. Frisch auf drum, frisch auf im hellen Sonnenstrahl, wohl über die 
Berge, wohl durch das tiefe Thal! Die Quellen erklingen, die Bäume rau¬ 
schen all’; mein Herz ist wie ’ne Lerche und stimmet ein mit Schall. 
3. 0 Wandern, o Wandern, du freie Burschenlust! da wehet Gottes Odem 
so frisch in die Brust; da singet und jauchzet das Herz zum Himmelszelt: 
wia bist du doch so schön, o du weite, weite Welt I 
(Emanuel Getbel.) 
3. Der frohe Wandersmann. 
1. Wem Gott will rechte Gunst erweisen, den schickt er in die weite 
Welt; dem will er seine Wunder weisen in Flur und Wald und Strom und Feld.
	        

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Zurbonsen, Friedrich. Griechische Und Römische Geschichte. Düsseldorf: Schwann, 1915. Print.
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