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Länderkunde Europas: Nord-, Ost- und Südeuropa, Ein fremder Erdteil: Afrika, Erste Übersicht der allgemeinen erdkundlichen Erscheinungen (Teil 3)

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN720882710
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6123945
Titel:
Lehrbuch der Erdkunde für höhere Schulen
Bearbeiter*in/Herausgeber*in:
Steinhauff, A.
Schmidt, Max Georg
Erscheinungsort:
Leipzig [u.a.]
Verlag:
Teubner
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Geographieschulbücher Kaiserreich
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Band

Persistenter Identifier:
PPN796578559
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-12044429
Titel:
Länderkunde Europas: Nord-, Ost- und Südeuropa, Ein fremder Erdteil: Afrika, Erste Übersicht der allgemeinen erdkundlichen Erscheinungen
Signatur:
BBF<20 B 349,3>
Bearbeiter*in/Herausgeber*in:
Steinhauff, A.
Schmidt, Max Georg
Bandzählung:
Teil 3
Erscheinungsort:
Leipzig [u.a.]
Verlag:
Teubner
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Geographieschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1911
Ausgabenbezeichnung:
Ausg. M (für höhere Mädchenschulen), in 7 Teilen [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
Osteuropa
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Lehrbuch der Erdkunde für höhere Schulen
  • Länderkunde Europas: Nord-, Ost- und Südeuropa, Ein fremder Erdteil: Afrika, Erste Übersicht der allgemeinen erdkundlichen Erscheinungen (Teil 3)
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • Abb. 1. Bornholm. - Hammershus von Süden
  • Abb. 2. Bornholm (Johns-Kapelle). Zerklüftete Granitküste
  • Nordeuropa
  • Osteuropa
  • Südeuropa
  • Weltmeere und Erdteile
  • Afrika
  • Die afrikanischen Inseln
  • Tabellen und Vergleichszahlen
  • Verzeichnis der Abbildungen
  • Bilderanhang
  • Einband

Volltext

Rußland 1: Geländebild. 
Osteuropa. 
Rußland. 
Il.a) allgemeinbetrachtung. Im hintergrunde Europas. Rußland reicht 
nur im V (Polen) und im NGinnland) über das osteuropäische Tiefland hinaus. Da— 
her hat es nur an den entlegensten Meeren Europas Anteil. Der Ausgang der Ostsee 
und des Schwarzen Meeres liegt in fremden händen, das Nördl. Eismeer ist wegen 
seiner Lage, der Kaspisee als Binnengewässer von geringerer Bedeutung. So hat Rußland 
Binnenlandcharakter. Der oft angewandte Ausdruck „Halbasien“ ist schon rein äußerlich 
gerechtfertigt, da es, ohne scharfe Trennung breit mit Asien verbunden, stärker nach O 
als nach Wgewiesen wird. 
Ein einfoͤrmiges Tiefland von halber Größe Europas (5 400000 qkm). Wenn 
von Finnland, das eine Sonderstellung einnimmt, abgesehen wird, finden sich nur in Rand— 
gebieten eigentliche Gebirge (Ural, Jaila). Sonst ist Rußland ein Tafelland, dessen höchste 
Erhebungen noch nicht 400 m erreichen. So bietet es Raum für große Ströme und be— 
fördert den Zusammenhalt seiner Teile. 
b) Einzelbetrachtung. das Abflußgebiet der Ostsee. Das polnische Berg- und 
Tiefland bildet eine östl. Fortsetzung der Tarnowitzer Platte und des Gebietes der großen 
Stromtäler; die Warthe durchfließt mit ihrem Oberlauf, die Weichsel, von den Beskiden 
kommend und rechts den Bug aufnehmend, mit ihrem Mittellauf dieses Gebiet; letztere ge— 
hört also ähnlich wie der Rhein drei Staaten an. Der norddeutsche Landrücken setzt sich in 
Rußland mit zahlreichen Seen weiter fort. Eine natürliche Grenze fehlt also gegen Deutsch— 
land vollkommen. Auch der Njemen (d. h. der Deutsche, Memel) mündet in Deutschland. 
Die Waldaihöhe, der nördlichste Teil des südl. gerichteten mittelrussischen Landrückens, 
ist wichtig als Quellgebiet zahlreicher Flüsse, wenn auch nicht der höchste Punkt des Tief— 
landes; von ihr fließt die Düna zum Rigaischen Meerbusen. Onéga- und Lädogasee haben 
durch die Newa Verbindung mit dem Finnischen Meerbusen. 
die finnische Landbrücke nach Skandinavien. Zwischen dem Finnischen und 
Bottnischen Meerbusen einer-⸗/ dem Weißen Meer andererseits liegt Finnland mit der 
halbinsel Kola. Die schildförmig zum Meer abfallende, stark zerschnittene Granitplatte 
mit zahlreichen Schären an der Küste läßt Verwandtschaft mit Skandinavien erkennen. 
Im S ist „das Land der tausend Seen“, von mehreren hunderttausend zerlappten und 
inselreichen Seen eingenommen auf des Gebiets. (Ein südl. Ausfluß des größten Saima⸗] 
Sees bildet die großartigen Imatrafälle.) Im Mzeigt das Land die höchsten Erhebungen. 
Das Abslußgebiet des Nördl. Eismeers. Die Dwina, aus zwei am Nordrande 
des nordrussischen Landrückens einander entgegenkommenden Quellflüssen gebildet, fließt 
in eine Bucht des Weißen Meeres, das östl. von der Halbinsel Kanin begrenzt wird. Die 
S⸗förmig gewundene Petschöra, vom nördl. Ural, geht in das Eismeer. Das Ketten— 
gebirge des Ural, 2 mal so lang als die Alpen, übersteigt nur selten die Höhe unseres 
Riesengebirges. Es fällt steiler nach O als nach Wab. 
Das Abflußgebiet des Kaspischen Meeres reicht im N vom Ural bis zu der 
Waldaihöhe, das größte Rußlands. Der südl. Ural zeigt gegenüber dem mittleren größere 
Breite und ist in drei Retten zerteilt. Von hier fließt in zweimal rechtwinklig gebrochenem 
Cauf der Uralfluß durch die Kaspische Senke in das Raspische Meer, welche beide unter
	        

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Zitierempfehlung

Steinhauff, A., and Max Georg Schmidt. Länderkunde Europas: Nord-, Ost- Und Südeuropa, Ein Fremder Erdteil: Afrika, Erste Übersicht Der Allgemeinen Erdkundlichen Erscheinungen. Leipzig [u.a.]: Teubner, 1911. Print.
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