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Länderkunde Europas: Nord-, Ost- und Südeuropa, Ein fremder Erdteil: Afrika, Erste Übersicht der allgemeinen erdkundlichen Erscheinungen (Teil 3)

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN720882710
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6123945
Title:
Lehrbuch der Erdkunde für höhere Schulen
Editor:
Steinhauff, A.
Schmidt, Max Georg
Place of publication:
Leipzig [u.a.]
Publisher:
Teubner
Document type:
Multivolume work
Collection:
Geography textbooks, imperial Germany
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Volume

Persistent identifier:
PPN796578559
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-12044429
Title:
Länderkunde Europas: Nord-, Ost- und Südeuropa, Ein fremder Erdteil: Afrika, Erste Übersicht der allgemeinen erdkundlichen Erscheinungen
Shelfmark:
BBF<20 B 349,3>
Editor:
Steinhauff, A.
Schmidt, Max Georg
Volume count:
Teil 3
Place of publication:
Leipzig [u.a.]
Publisher:
Teubner
Document type:
Volume
Collection:
Geography textbooks, imperial Germany
Publication year:
1911
Edition title:
Ausg. M (für höhere Mädchenschulen), in 7 Teilen [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Chapter

Title:
Weltmeere und Erdteile
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Lehrbuch der Erdkunde für höhere Schulen
  • Länderkunde Europas: Nord-, Ost- und Südeuropa, Ein fremder Erdteil: Afrika, Erste Übersicht der allgemeinen erdkundlichen Erscheinungen (Teil 3)
  • Binder
  • Title page
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • Abb. 1. Bornholm. - Hammershus von Süden
  • Abb. 2. Bornholm (Johns-Kapelle). Zerklüftete Granitküste
  • Nordeuropa
  • Osteuropa
  • Südeuropa
  • Weltmeere und Erdteile
  • Afrika
  • Die afrikanischen Inseln
  • Tabellen und Vergleichszahlen
  • Verzeichnis der Abbildungen
  • Bilderanhang
  • Binder

Full text

Die Hauptursachen der klimatischen Erscheinungen. 
warme und kalte Meeresströmungen. Die warmen Strömungen entstehen in der 
heißen Zone. Sie werden wohl durch die Passatwinde nördl. und südl. des ãquators an 
der sonnendurchwärmten Meeresoberfläche hervorgerufen und haben Westrichtung, treffen 
also die Ostseiten der Erdteile. Indem sie am Rüstenrand in höhere Breiten gelangen, 
bringen sie diesem Wärme, Niederschläge und Fruchtbarkeit. Besonders sind zu nennen 
der Kuro Schio auf der nördl. Halbkugel, der Japan berührt, und auf der südl. Halb— 
kugel der Brasilstrom. Einzigartig ist der Golfstrom, der aus dem Golf von Mexiko kommt. 
Durch die Rüstengestalt Nordamerikas und durch die Drehung der Erde wird er nach 
dem WCuropas herübergelenkt, dessen Klima er auf das günstigste beeinflußt. 
Die kalten Strömungen entstehen in den Polarzonen. Auf der nördl. Hhalbkugel 
werden sie in ihrer Entwicklung durch die Landmassen um den Pol stark behindert. 
Nordostasien und Nordostamerika stehen unter ihrem Einfluß. Bei letzterem sind der 
Grönland⸗ und der Labradorstrom zu nennen. Auf der südl. Halbkugel umkreist ein östl. 
gerichteter Strom, die Westwinddrift, die ganze Erde. Wo er die Westseite der Erdteile 
trifft, so der gewaltige Perustrom Südamerika und der Benguelastrom GBengwéla) Afrika, 
da herrscht Trockenheit und entstehen Wüsten und Steppen. 
Klima und Bodengestalt. Besonnungs- und Wärme-, Wind- und Wederschlags— 
verhältnisse eines Ortes bilden sein Klima. Durch das mannigfaltige Susammenwirken 
der betrachteten klimatischen Einflüsse entsteht ein außerordentlicher Reichtum der klima⸗— 
tischen Verhältnisse auf der Erde. Dazu kommt nun noch die klimatische Bedeutung der 
Erdoberfläche selbst. So ist die Meerferne oder Meernähe, die höhe und Bodennatur 
eines Ortes, ferner die Richtung der Gebirge sehr wichtig für die tatsächlichen klima— 
tischen Verhältnisse. Besonders auf der nördl. Halbkugel, wo große Land- und Wasser— 
massen miteinander wechseln, spielt außer dem Luftaustausch zwischen Pol und ãquator 
und den Meeresströmungen noch die verschiedene Erwärmung von Land und Wasser 
für die Niederschlagsverhältnisse eine große Rolle, so daß dadurch noch manche besondere 
Erscheinungen hervorgerufen werden. — Als Hauptformen des Klimas seien genannt: 
Tropisches, gemäßigtes, arktisches, See- und Land-, Niederungs- und höhenklima. 
Afrika. 
Einleĩtung: Das Gelãndebild. 
Einförmigkeit der wagerechten und senkrechten Gliederung. Die plumpe Masse 
des Erdteils (herzgestalt mit Ausschnitt der rechten herzkammer) besitzt nur geringe Küsten⸗ 
entwicklung (Syrten, Golf von Guinea, Somali-Halbinsel). Auch die Oberfläche zeigt nur 
wenig Abwechslung. Afrika bildet ein von Randgebirgen umzogenes hochland, welches 
sich nach Nhin senkt. Man kann daher ein Niederafrika (mit dem Atlas) im NVU und 
ein Hochafrika im 80O unterscheiden. 
der dunkele Erdteil. Der Mangel an guten Häfen, die Hhochlandsnatur und die 
dadurch verursachte Unbefahrbarkeit der FSlüsse Gtromschnellen, Ratarakte), ferner die 
Tropenhitze, der Urwald u. dgl. erschwerte die Erschließung des Erdteils. In älterer 
Zeit beschränkte sich die Kenntnis auf das Mittelmeergebiet und einige Rüstenstriche. 
Im 15. Jahrhundert führten die Entdeckungsfahrten der Portugiesen zur Auffindung des 
Raps der Guten hoffnung GBartholomäus Diaz 1486) und des Seewegs nach Indien 
38
	        

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Die Außenländer Europa’s Und Die Übrigen Welttheile. Calw [u.a.]: Verl. der Vereinsbuchh. [u.a.], 1869. Print.
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