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[Teil 2 = Kl. 5, [Schülerband]] (Teil 2 = Kl. 5, [Schülerband])

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN796832889
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-12008155
Titel:
Grundzüge der mathematischen Geographie
Signatur:
BBF<20 CA 158>
Autor*in:
Oberfeld, G.
Erscheinungsort:
Wittenberg
Verlag:
Herrosé
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Geographieschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1883
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
für Lehrer, Lehrerbildungsanstalten, Mittel-, Bürger- und Töchterschulen, sowie zum Selbstunterrichte

Kapitel

Titel:
Erster Abschnitt. Vorbereitendes
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Deutsches Lesebuch für Realschulen und verwandte höhere Lehranstalten
  • [Teil 2 = Kl. 5, [Schülerband]] (Teil 2 = Kl. 5, [Schülerband])
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort zur dritten Auflage
  • Vorwort zur ersten Auflage
  • Vorwort zur zweiten Auflage
  • Inhaltsverzeichnis
  • Märchen und Erzählungen
  • Fabeln und Parabeln
  • Sagen und Schwänke
  • Geschichtliches
  • Aus dem Leben großer Männer
  • Erdkundliches
  • Naturgeschichtliches
  • Erzählende Gedichte
  • Lyrische Gedichte
  • Aus dem Weltkrieg
  • Einband

Volltext

45 
Wahrheit sagen: Meine Rbsicht war, wenn ich mein Kitib getroffen 
hätte, mit dem anderen Pfeile Luch zu erschießen,- und Euer hätte ich 
ohne Zweifel nicht gefehlt!" RIs der Landvogt dies hörte, sprach 
er: „Nun wohl, Tell! Dein Leben habe ich dir zugesichert, das will 
ich dir halten. Weil ich aber deinen bösen Willen gegen mich erkannt 
habe, so will ich dich an einen Grt führen lassen und allda gefangen setzen, 
daß du weder Lonne noch Mond je wiedersehen sollst, damit ich vor dir 
sicher sei." hiermit gebot er seinen Dienern, ihn gefangen zu nehmen, 
zu binden und sofort nach Flüelen zu schaffen, das nahe bei Rltdorf am 
Vierwaldstätter Lee liegt. Dahin machte er sich selbst mit auf den Weg 
und nahm Tells Lchießzeug, Rrmbrust, Kocher und Pfeile zu sich. Rm 
Lee angekommen, stieg der Landvogt samt den Dienern und dem gefesselten 
Tell in ein Lchiff,- denn von Flüelen wollte er nach Brunnen fahren und 
dann den Tell zu Lande durch Lchwyz in seine Burg nach Küßnacht 
bringen, um ihn da in einem finsteren Turme sein Leben enden zu 
lassen. Teils Lchießgerät aber ward im Hinteren Teile des Lchiffes beim 
Lteuerruder niedergelegt. 
Rls sie nun auf den Lee hinauskamen und die Ltrecke bis an den 
Rxen, einen jäh aufsteigenden Felsen, hinfuhren, da fügte es Gott, daß 
ein so schrecklicher, ungestümer Lturm sich erhob und das Lchiff auf den 
wilden Wellen umherschleuderte, daß sie alle elend zu ertrinken fürch¬ 
teten. Tell aber war ein starker Mann und kundiger Lchiffer. Lo sagte 
denil einer der Diener zu dem Landvogte: „Herr, Ihr sehet Türe und 
unsere Not und die Lebensgefahr, in der wir schweben,- die Lchiffsleute 
sind verzagt und des Fahrens nicht wohl kundig. Nun ist aber der Tell 
ein starker Mann und versteht wohl zu fahren,- man sollte ihn jetzt in 
der Not brauchen." Geßler aber war auch von solchem Lchrecken gefaßt 
und so in Rngst um sein Leben, daß er zu Tell sprach: „Wenn du dich ge¬ 
traust, uns aus dieser Gefahr zu retten, so will ich dich deiner Bande 
entledigen." „Ja, Herr," antwortete Teil, „ich getraue mich mit Gottes 
Hilfe, uns zu retten." Rlfo wurde er von seinen Banden frei gemacht, stellte 
sich an das Lteuerruder und fuhr geschickt dahin. Doch blickte er ver¬ 
stohlen bald nach dem Lchießzeuge, das zunächst bei ihm lag, bald nach 
einer günstigen Ltelle am Ufer, wo er hinausspringen könnte. Und als 
mit einem Male ganz nahe eine in das Wasser vorspringende Felsen¬ 
platte sich zeigte — sie hat bis heute den Namen Tellsplatte behalten, 
und daneben ist eine kleine Kapelle erbaut — da schien es ihm, daß er 
hier wohl hinausspringen und entrinnen könnte. Lo rief er den Knechtep 
zu, daß sie tüchtig ruderten, bis man über diese Platte hinauskäme, 
das Lchlimmste sei dann überstanden. Und als man vor die Platte kommt, 
drückt er mit aller Macht den Hinteren Gransen hart an den Felsen hin,
	        

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Zitierempfehlung

Böhme, Franz, Reinhold Fuchs, and Otto Oertel. [Teil 2 = Kl. 5, [Schülerband]]. Leipzig: Teubner, 1917. Print.
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