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Lesebuch für katholische Volksschulen

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN799322873
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-13324475
Title:
Lesebuch für gewerbliche Fortbildungsschulen
Shelfmark:
RF-II 13(1,12)
Editor:
Heinecke, August
Place of publication:
Essen
Publisher:
Baedeker
Document type:
Monograph
Collection:
Textbooks for study of the natural and cultural world (Realienkunde), imperial Germany
Publication year:
1912
Edition title:
141. - 150. Tsd. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
nach den neuesten Bestimmungen des Herrn Ministers für Handel und Gewerbe

Chapter

Title:
Zweiter Abschnitt. Die Person des Gewerbetreibenden
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
II. Teil. Der Gewerbetreibende als Bürger
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Lesebuch für katholische Volksschulen
  • Binder
  • Title page
  • Inhaltsverzeichnis
  • Erster Abschnitt. Lesestücke vermischten Inhalts
  • A. Mittelstufe
  • B. Oberstufe
  • Zweiter Abschnitt
  • A. Geographisches
  • B. Geschichtliches
  • C. Naturkundliches
  • Anhang. Deutsche Sprachlehre und Rechtschreibung nebst Wörterverzeichnis
  • Wörterverzeichnis
  • Binder

Full text

33 
vorwärts schlichen, um die Schlafkammer des Müllers zu finden, 
wo er sein Geld aufbewahrte, krähte nicht weit von ihnen der 
Haushahn. 
Der jüngere Räuber fuhr zusammen und sagte leise: „Der 
Hahn hat mich recht erschreckt! Wir wollen umkehren, der Dieb¬ 
stahl möchte auskommen!" „Du furchtsamer Tropf!" sprach der 
ältere, „wer uns in den Weg kommt, den stoßen wir mit unsern 
Messern nieder, dann kräht kein Hahn danach." — Die Böse- 
wichter versetzten dem Müller, der sich tapfer wehrte, eine tätliche 
Wunde und machten sich mit dem Gelde davon. 
Drei Jahre nachher blieben sie einmal in dem Wirtshause 
eines abgelegenen Walddorfes über Nacht. Da krähte der Haus¬ 
hahn ganz nahe bei ihnen so laut, daß beide davon erwachten. 
„Der verwünschte Hahn!" sprach der ältere Räuber, „ich könnte 
ihm gleich den Kragen umdrehen. Seit jener Nacht in der 
Mühle ist mir sein Krähen in der Seele zuwider." „Geht's dir 
auch so wie mir?" sprach der jüngere. „Wir hätten den Müller 
nicht umbringen sollen; denn seit der Zeit geht mir, so oft ein 
Hahn kräht, ein Stich durch das Herz." Sie schliefen wieder 
ein, aber gegen Morgen drangen plötzlich bewaffnete Männer in 
die Kammer und nahmen sie gefangen. Der Wirt hatte, da 
zwischen ihrer Schlafkammer und der seinigen nur eine leichte 
Bretterwand war, ihr Gespräch gehört und sogleich bei dem nächsten 
Amtsgericht Anzeige davon gemacht. Als nun beide Mörder- 
wegen ihres Mordes hingerichtet wurden, sagten die Leute: „So 
hat doch ein Hahn danach gekräht! Besser wäre es gewesen, sie 
hätten sich von dem warnen lassen, der zuvor gekräht hat." 
Christoph v. Schmid. 
79. Der kluge Landmann und sein Pferd. 
Einem Bauersmanne wurde zur Nacht sein schönstes Pferd 
aus dem Stalle gestohlen. Er reiste fünfzehn Stunden weit auf 
einen Pferdemarkt, ein anderes zu kaufen. 
Aber siehe — unter den feilen Pferden auf dem Markte er¬ 
blickte er auch sein Pferd. Er ergriff es sogleich bei dem Zügel 
und schrie laut: „Der Gaul ist mein! Bor drei Tagen wurde 
er mir gestohlen." 
Der Mann, der das Pferd feil hatte, sagte sehr höflich: „Ihr 
seid unrecht daran, lieber Freund. Ich habe das Roß schon über¬ 
ein Jahr. Es ist nicht Euer Roß, es sieht ihm nur gleich." 
Der Bauer hielt dem Pferde geschwind mit beiden Händen 
die Augen zu und rief: „Nun, wenn Ihr den Gaul schon lange 
habt, so sagt, auf welchem Auge ist er blind?" 
Der Mann, der das Pferd wirklich gestohlen, aber noch nicht 
so genau betrachtet hatte, erschrak. Weil er indes doch etwas 
Lesebuch für katholische Volksschulen. 3
	        

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Lesebuch Für Katholische Volksschulen. Danzig: Boenig, 1881. Print.
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