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Lesebuch für kaufmännische Schulen

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN799328103
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-12926769
Titel:
Lesebuch für kaufmännische Schulen
Signatur:
RF-II 20(1,12)
Autor*in:
Baier, Hans
Knörk, Otto
Kracher, Fritz
Erscheinungsort:
München [u.a.]
Verlag:
Oldenbourg
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Realienbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1912
Ausgabenbezeichnung:
Ausg. für d. Königreich Preußen [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
Zur erfolgten Berufswahl
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Lesebuch für kaufmännische Schulen
  • binder
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • Zur erfolgten Berufswahl
  • Zu des Kaufmanns Allgemeinbildung
  • [Religiös-Sittliches]
  • Von unsern Dichtern
  • Männer der Tat
  • Leibespflege
  • Staatsbürgerliches
  • Zu des Kaufmanns Fachbildung
  • Buchführung u. Korrespondenz
  • Rechnen und Wechsellehre
  • Handels-Geschichte
  • Handels- und Verkehrsgeographie
  • Warenkunde
  • Quellennachweis
  • binder

Volltext

2 
1. Der Eintritt in das Geschäft. 
Haken im Gürtel trugen Leiterbäume, klirrten mit Ketten, rollten 
Fässer und schnürten dicke Stricke durch künstliche Knoten zusammen. 
Dazwischen eilten Kommis, die Feder hinter dem Ohre, Papier 
in der Hand, ab und zu und Fuhrleute in blauen Blusen nah¬ 
men die Papiere, die Ballen und Fässer in Empfang mit der 
geschäftlichen Würde, welche die Tätigkeit aller vermttwortlichett 
Menschen zu bezeichnen pflegt. Hier war kein Ort der Ruhe; 
Anton stieß an einen Ballen, fiel beinahe über einen Hebe¬ 
baum und wurde durch das „Vorgesehen!", welches ihm zwei 
Männer mit Lederschürzen zuriefen, noch mit Mühe vor dem 
Schicksal bewahrt unter einer großen Oltonne plattgedrückt zu 
werden. 
In: Mittelpunkt der Bewegung, gleichsam als Sonne, um 
welche sich die Fässer, die Arbeiter und Fuhrleute herumdrehten, 
stand ein junger Mann aus dem Geschäft, ein Herr mit entschlossener 
Miene und kurzen Worten, welcher als Zeichen seiner Herrschaft 
einen großen, schwarzen Pinsel in der Hand hielt, mit dem er bald 
riesige Hieroglyphen auf die Ballen malte bald den Aufladern 
ihre Bewegungen vorschrieb. Diesen Herrn fragte Anton mit klang¬ 
loser Stimme nach dem Prinzipal und wurde durch eine kurze 
Bewegung des Pinselstiels in den hinteren Teil der Hausflur nach 
dem Kontor gewiesen. Zögernd trat Anton an die Türe; es kostete 
ti)u einen großen Entschluß den Griff in der Hand zu drehen und 
als die Türe geräuschlos aufging und er in das Dämmerlicht der 
großen Arbeitsstube sah, da wurde ihm so angst, daß er kaum über 
die Schwelle schreiten konnte. Sein Eintritt machte wenig Auf¬ 
sehen. Ein halbes Dutzend Schreiber fuhren hastig mit den Federn 
über die blauen Briefbogen um noch die letzten Züge vor den: 
Schlüsse des Kontors und der Post zu tun. Nur einer der Herren, 
welcher zunächst der Türe saß, erhob sich und fragte in kühlem Ge¬ 
schäftstone: „Was steht zu Ihren Diensten?" 
Auf die schüchterne Erklärung Antons, daß er Herrn Schröter 
zu sprechen wünsche, trat aus dem zweiten Kontor ein großer Mann 
mit faltigem Gesicht, mit stehendem Hemdkragen von sehr eng¬ 
lischem Aussehen. Anton sah schnell auf das Antlitz und dieser erste 
Blick, so ängstlich, so flüchtig, gab ihm einen guten Teil seines Mutes 
wieder. Er erkannte alles darin, was er in den letzten Woche:: so 
oft ersehnt hatte, ein gütiges Herz und einen redlichen Sinn. Und 
doch sah der Herr streng genug aus und seine erste Frage klang 
kurz und entschieden. Anton griff schnell nach seinem Briefe, nannte 
seinen Namen und erzählte hastig und mit stockender Stimme, 
daß sein Vater gestorben sei und daß er den Herrn von seinem 
Totenbette grüßen lasse.
	        

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Zitierempfehlung

Baier, Hans, Otto Knörk, and Fritz Kracher. Lesebuch Für Kaufmännische Schulen. München [u.a.]: Oldenbourg, 1912. Print.
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