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Deutsches Volksschul-Lesebuch

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN799328103
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-12926769
Title:
Lesebuch für kaufmännische Schulen
Shelfmark:
RF-II 20(1,12)
Author:
Baier, Hans
Knörk, Otto
Kracher, Fritz
Place of publication:
München [u.a.]
Publisher:
Oldenbourg
Document type:
Monograph
Collection:
Textbooks for study of the natural and cultural world (Realienkunde),imperial Germany
Publication year:
1912
Edition title:
Ausg. für d. Königreich Preußen [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Chapter

Title:
Zur erfolgten Berufswahl
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Deutsches Volksschul-Lesebuch
  • binder
  • Title page
  • Vorwort
  • Inhalts-Verzeichnis
  • Biographische Notizen über die Dichter
  • [Lesestücke 1-20]
  • [Lesestücke 21-40]
  • [Lesestücke 41-60]
  • [Lesestücke 61-80]
  • [Lesestücke 81-100]
  • [Lesestücke 101-120]
  • [Lesestücke 121-140]
  • [Lesestücke 141-160]
  • [Lesestücke 161-180]
  • [Lesestücke 181-200]
  • [Lesestücke 201-220]
  • [Lesestücke 221-240]
  • [Lesestücke 241-260]
  • [Lesestücke 261-280]
  • [Lesestücke 281-300]
  • [Lesestücke 301-320]
  • [Lesestücke 321-340]
  • [Lesestücke 341-360]
  • [Lesestücke 361-380]
  • [Lesestücke 381-400]
  • [Lesestücke 401-420]
  • [Lesestücke 421-440]
  • [Lesestücke 441-460]
  • [Lesestücke 461-480]
  • [Lesestücke 481-487]
  • binder

Full text

440 =- 
Was wohl? 
Hasen im Büschlein? Nicht doch! 
Schnecken im Müschlein ? Nicht doch! 
Silberne Fischlein? 
Ei wohl! Aus Erlach s Voksliedern. 
422. Kaiser Joseph II. 
Jo ep h war ein schöner Mann, gesund und voll Feuer, lebhaft und 
mild zugleich. Sein Gang und seine Bewegungen waren rasch und sicher; 
sein blaues Auge strahlte von Geist und von seiner hohen Stirn alle die 
Seelengüte, die ihn bis zu seinem letzten Athemzuge nicht verlassen hat. 
Keiner seiner Diener war o fleißig als ee. Jm Sommer stand er 
um d Uhr, im Winter nur wenig später von seinem Lager auf und ging 
ohne Zögern an die Arbeit. Bis gegen 9 Uhr war er thätig, dann früh- 
stückte er wenige Minuten und arbeitete dann wieder fleißig fort. Von 
Stunde zu Stunde begab er sich auf die Gallerie, hörte die Leute an, die 
ihn sprechen wollten, und nahm ihnen eigenhändig ihre Gesuche ab. Jede 
Bittschrift wurde rasch beantwortet, und binnen acht Tagen hatte jeder sei- 
nen Bescheid. – Um Mittag, nur von einem einzigen Bedienten begleitet, 
ging, ritt oder fuhr er spazieren, worauf er sich zu Tische selzte. Er genoss 
die einfachsten Gerichte und trank nie Wein. Die Stunde nach Tische wid- 
mete er der Musik und ging dann abermals an die Arbeit oder ertheilte 
Audienz. Um 7 Uhr abends besuchte er das Theater oder eine Gesellschaft, 
welche in der Regel immer aus denselben Personen bestand, und in der sich 
Joseph als der liebenswürdigste Privatmann zeigte. Wenn er zurückkehrte, 
arbeitete er abermals, indem er eingelaufene Berichte und Depeschen durch- 
flog und Ausfertigungen unterzeichnete. Gegen 14 Uhr begab er sich zu 
Bette, wenn nicht wichtige Geschäfte den Schlaf ihm verscheuchten. Gab es 
viel zu thun, so arbeitete er bis tief in die Nacht hinein und musste oft 
von seinen Dienern erinnert werden, seine Gesundheit nicht ganz und 
gar zu vergessen. 
Wenn Gefahr war, z. B. Feuersnoth, eilte er stets zur Hilfe her- 
bei, griff eifrig mit an, ermunterte die Umstehenden und leitete die 
Rettungsanstalten mit bewunderungswürdiger Besonnenheit. Dann ver- 
theilte er Geld unter die Leute, wie er denn nie ausging, ohne eine Summe 
von hundert Dukaten beizustecken, die im Laufe des Tages an Arme oder 
Leidende gespendet wurden. ~ Joseph liebte sein Volk und wünschte von 
ihm geliebt zu werden. So öffnete er den bisher nur dem Adel zugäng- 
lichen Augarten allem Volke zur Belustigung und setzte über den Ein- 
gang die Inschrift: „Allen Menschen gewidmeter Erlustigungsort von 
ihrem Schätzer." Als die adeligen Herren sich beklagten, dass sie nun nir- 
gends mehr ein Plätzchen hätten, wo sie ganz ungestört unter sich sein könn- 
ten, erwiderte Joseph: „Wenn ich nur immer unter meines Gleichen leben 
wollte, so müsste ich in die Kapuzinergruft hinabsteigen, wo meine 
todten Ahnen ruhen, um hier meine Tage zuzubringen.''
	        

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Dietlein, Hermann Rudolf, and Woldemar Dietlein. Deutsches Volksschul-Lesebuch. Wittenberg: Herrosé, 1875. Print.
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