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Friedrich II., der Hohenstaufe

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN805609776
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-12283904
Title:
Abriß der allgemeinen Weltgeschichte bis auf die neueste Zeit
Shelfmark:
BBF<AD 2341>
Author:
Mangelsdorf, Carl Ehregott
Place of publication:
Halle
Publisher:
Ruff
Document type:
Monograph
Collection:
History textbooks, pre-1871
Publication year:
1802
Edition title:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
ein Lehrbuch für Schulen

Chapter

Title:
Achte Periode. Vom Untergange des abendländischen römischen Kaiserthums bis zur Stiftung des neuen Kaiserthums der Franken
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Friedrich II., der Hohenstaufe
  • Binder
  • Frontispiece
  • Title page
  • Seinem Vetter und Freunde Julius Schönian, Königl. preußischem Regierungsrath
  • Erstes Kapitel. Die Jugend Friedrich's II
  • Zweites Kapitel. Von der Königs- bis zur Kaiserkrönung
  • Drittes Kapitel. Der Kreuzzug
  • Der Einzug in Jerusalem
  • Viertes Kapitel. Deutschland unter der Regierung des Königs Heinrich
  • Fünftes Kapitel. Der Abfall des Sohnes vom Vater
  • Sechstes Kapitel. Friedrich in Deutschland
  • Siebentes Kapitel. Das Königreich Sicilien und der Hof von Palermo
  • Am Hofe von Palermo
  • Achtes Kapitel. Friedrich II. und die Lombarden
  • Neuntes Kapitel. Kaiser und Papst
  • Zehntes Kapitel. Das Ende
  • Binder

Full text

mächtigen Hohenstaufen hinterließ, diesem steht die Unsicher¬ 
heit der nächsten Zukunft vor der Seele. Was hatte Hein¬ 
rich VI. nicht alles geschaffen? welche Gaben waren nicht in 
dem Herrscher vereinigt gewesen, der von der Nordsee bis 
zum sicilischeu Meere so vielen Millionen gebot? Der Ge¬ 
danke, welcher feit dem Weihnachtstage des Jahres 800 den 
Bahnen der mittelalterlichen Geschichte ihre Richtung ange¬ 
wiesen hatte, der, obwohl zu Zeiten scheinbar vergessen oder 
in schwächlicher Weise zur Darstellung gebracht, für die Ge¬ 
müther der Nationen des Abendlands nie aufgehört hatte, 
eine lebendige Macht zu sein und die gewaltigsten und ehr¬ 
geizigsten Fürsten der Zeit zu ruhelosem Schaffen antrieb, 
der Gedanke des Weltreiches, des römischen Reiches war durch 
ihn in solcher Gestalt verwirklicht, daß sein Name neben Karl 
dem Großen, Otto dem Großen, Heinrich III, dem Salier, 
und Friedrich I. genannt werden muß; außer jenem fränkischen 
und diesen deutschen Herrschern hat kein anderer, wie er, die 
volle dem Titel entsprechende Macht besessen. Zwar waren 
ihm nicht alle seine Pläne gelungen, besonders hatte er den 
Gedanken der Verwandlung des deutschen Wahlreichs in ein 
Erbrach aufgeben müssen; zn welcher Zeit aber — die Zeiten 
jener Kaiser ausgenommen — war der Gehorsam der Großen 
strenger, der Landfrieden besser gewahrt, als unter Heinrich VI? 
zu welcher Zeit waren die Kräfte der einzelnen Theile Deutsch¬ 
lands dem Ganzen dienstbarer, war das Gefühl der Ein¬ 
heit und Zusammengehörigkeit bei den Stämmen stärker, hatte 
das Reich mehr Ansehen und Macht nach außen, als unter 
ihm, dem Sohne des alten Barbarossa? In dem Königreich 
Sicilien, dem Erbreiche seiner Gemahlin Konstanze, herrschte 
er vollends in unumschränkter Macht, nachdem er den Wider¬ 
stand des Landes, welches den fremden Herrscher verabscheute, 
gebrochen hatte. Die Macht endlich, welche dem römischen
	        

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Ramdohr, Ernst. Friedrich II., Der Hohenstaufe. Leipzig: Hirt, 1877. Print.
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