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Poesie (Teil 2)

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN817041141
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-14673862
Titel:
Deutsches Lesebuch für die oberen Klassen höherer Lehranstalten
Autor*in:
Worbs, Hermann (13.05.1834-)
Erscheinungsort:
Köln
Verlag:
DuMont-Schauberg
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Lesebücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1908
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Band

Persistenter Identifier:
PPN817041737
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-14754383
Titel:
Poesie
Signatur:
DEG-II 20(5,08)-2
Autor*in:
Niessen, L. (16.03.1864-)
Worbs, Hermann (13.05.1834-)
Bandzählung:
Teil 2
Erscheinungsort:
Köln
Verlag:
DuMont-Schauberg
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Lesebücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1908
Ausgabenbezeichnung:
5. Aufl. von L. Niessen [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Appendix

Titel:
Anhang
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Appendix

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Deutsches Lesebuch für die oberen Klassen höherer Lehranstalten
  • Poesie (Teil 2)
  • Einband
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis
  • Erster Teil. Die ältere Literatur zum Ende des 16. Jahrhunderts
  • Zweiter Teil. Die neuhochdeutsche Poesie von Opitz bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts
  • Anhang
  • Einband

Volltext

Anhang. 
L. 
Abriß der Poetik. 
Darstellung des Schönen in sinnlich wahrnehmbarer Form ist Kunst. 
Mit dem Gesichtssinn erfassen wir die Werke der bildenden Künste, der 
Malerei und Bildhauerei, mit dem Gehör die der tönenden Künste, der 
Musik und Poesie. 
Poesie ist die Versinnlichung des Schönen durch die Sprache. Poetik 
nennt man die Lehre von dem Wesen und den Gesetzen der Poesie. 
Die Dichtungsarten. 
Wir unterscheiden drei Hauptarten der Poesie: Die epische, lyrische 
und dramatische. 
Die epische Poesie (Epos — Wort, Erzählung) erzählt vergangene Be- 
ygebenheiten, meist in ruhig breiter Darstellung, und ist für den Vortrag 
bestimmt. Der Dichter tritt hinter dem Stoff zurück und läßt die Be- 
gebenheiten auf uns wirken, bei denen der Held nicht nur handelnd, son- 
dern auch leidend erscheint. 
Die lyrische Poesie (Lyra = Leier) soll mit Musikbegleitung gesungen 
werden. Der Dichter spricht unmittelbar zu uns und will in uns dieselben 
Gefühle wachrufen, die ihn selbst bewegen. Die Sprache der Lyrik ist in 
der Regel gedrängt, der Ausdruck innig oder schwungvoll. 
Die dramatische Poesie (Drama == Handlung) läßt Handlungen als 
gegenwärtig vor unseren Augen sich abspielen. Die vom Dichter als 
wollend und handelnd eingeführten Personen erregen unsere Teilnahme. 
Die Darstellung ist fest geschlossen. 
Diese drei Grundformen finden sich nicht immer scharf getrennt; sie 
berühren sich oft nahe und gehen auch wohl ineinander über. 
Die epische Dichtung. 
1. Rein epische Dichtung, 
a. Dichtwerke größeren Umfanges: Epos, Roman. 
b. Dichtwerke kleineren Umfanges: poetische Erzählung, Märchen, 
Sage, Legende.
	        

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Zitierempfehlung

Niessen, L., and Hermann Worbs. Poesie. Köln: DuMont-Schauberg, 1908. Print.
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