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VII. Zeitraum: Von 1770 bis zu Goethes Tode (Teil 2)

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN81769532X
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-14525490
Titel:
Auswahl charakteristischer Dichtungen und Prosastücke zur Einführung in die deutsche Literatur
Erscheinungsort:
Leipzig
Verlag:
Brandstetter
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Lesebücher vor 1871
Erscheinungsjahr:
1864
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
aus den Quellen entnommen ; ein Lehr- und Lesebuch für höhere Schulanstalten und zum Selbstunterricht

Band

Persistenter Identifier:
PPN817697616
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-19914976
Titel:
VII. Zeitraum: Von 1770 bis zu Goethes Tode
Signatur:
DEG-II 11(6,1885)-2
Autor*in:
Huth, H.
Bandzählung:
Teil 2
Erscheinungsort:
Leipzig
Verlag:
Brandstetter
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Lesebücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1885
Ausgabenbezeichnung:
6. Aufl. aus d. Quellen verb. von H. Huth [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
aus den Quellen entnommen; ein Lehr- und Lesebuch für höhere Schulanstalten und zum Selbstunterricht

Kapitel

Titel:
Siebenter Zeitraum. Von 1770 bis zu Goethes Tode (1832)
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
XLIV. Herder
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Auswahl charakteristischer Dichtungen und Prosastücke zur Einführung in die deutsche Literatur
  • VII. Zeitraum: Von 1770 bis zu Goethes Tode (Teil 2)
  • Einband
  • Werbung
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis
  • Siebenter Zeitraum. Von 1770 bis zu Goethes Tode (1832)
  • XLI. Johann Jakob Engel
  • XLII. Christian Garve
  • XLIII. Matthias Claudius
  • XLIV. Herder
  • XLV. Archenholtz
  • XLVI. Joh. Heinr. Pestalozzi
  • XLVII. Ludw. Heinr. Chr. Hölth
  • XLVIII. Bürger
  • XLIX. Friedrich Leop. Graf zu Stolberg
  • L. Johann Heinrich Voß
  • LI. Johannes von Müller
  • LII. Georg Forster
  • LIII. Goethe
  • LIV. Schiller
  • Einband

Volltext

kommen wir nach Trento; da finde ich vielleicht und gewiß Nach— 
richt von Euch. — Lebt wohl, liebe Kinder, habt mich lieb und 
seid gesund, und lebt mit Eurer Mutter und dem ganzen Hause 
wohl. Es ist jetzt spät, und Ihr werdet schon meistens in Euren 
Bettchen schlafen. Schlaft wohl! 
14. Vom Lesen guter Schriften. 
Philosophie und Geschichte. Stuttgart, 1828. 
Herders Werke, Zur Phis i hich g 
Das Lesen, ein lautes Lesen der besten Schriften in jeder Art 
des Vortrags, Erzählung, Fabeln, Geschichte, Gespräche, Selbst— 
gespräche, Lehre und Lehrgedichte, Epopöͤen, Oden, Hymnen, Lust— 
und Trauerspiele in Gegenwart anderer oder mit anderen, ohne 
Zwang, in der natürlichsten Art, giebt der Rede sowohl als der 
Seele selbst eine große Vielförmigkeit und Gewandtheit. Von der 
Fabel, vom Märchen an, durch alle Gattungen des Vortrags sollte 
das Beste, das wir in unserer Sprache sowohl in eigenen Produkten 
als Übersetzungen haben, in jeder wohleingerichteten Schule durch 
alle Klassen laut gelesen und gelehrt werden. Kein klassischer 
Dichter und Prosaist sollte sein, an dessen besten Stellen sich nicht 
das Ohr, die Zunge, das Gedächtnis, die Einbildungskraft, der 
Verstand und Witz lehrbegieriger Schüler geübt hätte; denn nur 
auf diesem Wege sind Griechen, Römer, Ilaliener, Franzosen und 
Britten ihrem edelsten Teil nach zu gebildeten Natlonen worden. 
Alcibiades gab jenem Schulmeister zu Athen eine Maulschelle, der 
den ersten klassischen Dichter seiner Sprache, den Homer, nicht in 
der Schule hatte; und wie fleißig die Griechen ihre besten Schrift 
steller, wie fleißig die edelsten Römer die besten griechischen Schriften 
lasen, wie oft sie solche abschrieben, auswendig lernten, nachahmten 
und sich zu eigen machten, klingt für unsere neue barbarische Zeit 
beinahe wie ein altes Märchen. In Italien weiß der gebildetere 
Teil der Nation ihre klassischen Dichter fast auswendig; in eng— 
lischen neuen Schriften werden sie zu Zeit und Unzeit angeführt 
und mit brittischem Stolz gepriesen; wie sehr die französische Nation 
auf ihre Sprache und Schreibart, auf die Muster derselben in jeder 
Art stolz ist, weiß jedermann, und nur dadurch, durch die Ge— 
lenkigkeit und Richtigkeit ihrer Schreibart, durch ihre immer der 
Lage der Sache angemessene Gegenwart des Geistes, durch ihren 
immer lebendigen Witz und Verstand sind sie bei Freunden und 
Feinden, was sie sind, worden. Sie ehrten die Musen, sie schätzten 
im Umgange sowohl als in Schriften vorzügliche Talente; darum 
standen ihnen auch die Musen bei und haben gewiß zu der un— 
glaublichen Übermacht, die jetzt ganz Deutschland in Schrecken setzt, 
mitgeholfen. — Wir Deutsche hingegen find hierin sehr nach— 
37
	        

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Huth, H. VII. Zeitraum: Von 1770 Bis Zu Goethes Tode. Leipzig: Brandstetter, 1885. Print.
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