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Länderkunde Europas: Nord-, Ost- und Südeuropa, Ein fremder Erdteil: Afrika, Erste Übersicht der allgemeinen erdkundlichen Erscheinungen (Teil 3)

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN819849308
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-13839365
Titel:
Deutsches Lesebuch für Mittelschulen
Autor*in:
Tromnau, Friedrich
Erscheinungsort:
Leipzig [u.a.]
Verlag:
Klinkhardt
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Lesebücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1910
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Band

Persistenter Identifier:
PPN819851213
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-13891114
Titel:
(Für das 2. und 3. Schuljahr)
Signatur:
DBR-II 28(1,10)-1
Autor*in:
Tromnau, Friedrich
Bandzählung:
Teil 1
Erscheinungsort:
Leipzig [u.a.]
Verlag:
Klinkhardt
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Lesebücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1910
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Literaturverzeichnis

Titel:
I. Inhaltsverzeichnis
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Literaturverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Lehrbuch der Erdkunde für höhere Schulen
  • Länderkunde Europas: Nord-, Ost- und Südeuropa, Ein fremder Erdteil: Afrika, Erste Übersicht der allgemeinen erdkundlichen Erscheinungen (Teil 3)
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • Abb. 1. Bornholm. - Hammershus von Süden
  • Abb. 2. Bornholm (Johns-Kapelle). Zerklüftete Granitküste
  • Nordeuropa
  • Osteuropa
  • Südeuropa
  • Weltmeere und Erdteile
  • Afrika
  • Die afrikanischen Inseln
  • Tabellen und Vergleichszahlen
  • Verzeichnis der Abbildungen
  • Bilderanhang
  • Einband

Volltext

Die Pyrenäenhalbinsel. 
keit der Flüsse hört hier auf. Die Retten des hochlandes entsenden hierher ihre Aus— 
läufer und bestimmen die Laufrichtung der Flüsse. Die Bodengestalt trennt Portugal 
vom hochland und weist es, da es überwiegend Tiefebene ist, auf das Meer hin. 
Das zum Gzean geöffnete Andalusische Becken und der gebirgige 850-Rand. 
Die spitzwinklige Tiefebene südl. des steilen, nicht sehr hohen Scheidegebirges Giérra 
Moréna, S— ß) wird von dem Guadalquivir (gw) durchströmt. Dieser kommt von dem 
allmählich ansteigenden Andalusischen Küstengebirge Gochandalusien). Es beginnt bei 
dem weitvorspringenden Kalkfelsen von Gibraltar, der den Eingang zum Mittelmeer 
beherrscht, da die afrikanische Küste nur 14 km entfernt ist. Im mittleren Teil erhebt 
sich die Sierra Neväda mit dem höchsten Berge der ganzen Halbinsel, dem Mulahacén 
(c ß). 6G500m) an dessen Nordfuß das Becken von Granãda liegt. Sahlreiche flachge⸗ 
schwungene Buchten begrenzen den schmalen Saum der Küstenebenen. Die Baleären sind 
eine östl. Fortsetzung des Rüstengebirges. 
die Kküstenebene im NO und das tief abgesunkene Ebrobecken. Die flach— 
geschwungene Linie des Golfs von Valencia wird durch das Schwemmlanddelta des 
Ebro, das sich aber nicht gabelt, unterbrochen. Westl. der schmalen Rüstenebene durch— 
bricht er das katalonische Küstengebirge. Dahinter liegt das dreieckige Becken des Ebro. 
Dieser entströmt dem Kantabrischen Gebirge. Das Iberische Scheidegebirge fällt tief und 
steil gegen das Ebrobecken ab, die mauerartig geschlossenen Ketten der Pyrenäen steigen 
dagegen langsam an. 
II. a) Gesamtbetrachtung. dreifacher klimatischer Gegensatz. Das hochland hat 
wegen seiner Abgeschlossenheit, hHöhe und Ausdehnung trotz der Nähe des Meeres aus— 
geprägtes Landklima. Die Randlandschaften sind dagegen durch Seeklima bevorzugt. 
Doch zeigt sich auch bei ihnen ein deutlicher Unterschied. Der NUV bis zur Tajomündung 
hat unter dem Einfluß des Ozeans Niederschläge zu allen Jahreszeiten, das ganze 
übrige Randgebiet dagegen Mittelmeerklima (Winterregen). 
Bevorzugte Natur der Randgebiete. Außer der klimatischen Überlegenheit, die 
dem Bodenbau zugute kommt, ist hier auch der größere Keichtum an Bodenschätzen 
vorhanden (Quecksilber, Blei, Kupfer, Eisen, Kohlen). 
verwertung der Bodenschätze durch Fremde. Die Bewohner haben es freilich 
nicht verstanden, diesen Reichtum selbst auszunutzen. Fremder Unternehmungsgeist und 
fremdes Wissen, der Engländer, Deutschen, Franzosen und Belgier, führten erst in neuerer 
Zeit wieder die ausgiebige Verwertung herbei. 
b) Einzelbetrachtung. Das spanische Tafelland. Sur Sommerzeit scheint die 
Sonne bleifarben über dem afrikanisch heißen, verstaubten Lande, während der Winter 
oft hohe Rältegrade (bis — 2000) bringt. Nur im Frühling und herbst fallen Regen 
meist in heftigen Güssen. Die Flüsse sind daher zumeist wasserarm. Das Land hat weit— 
hin die Natur einer baumarmen Gras-, Salz- und Gebüschsteppe, wo nur die Schafzucht 
dem Menschen einen Ertrag gibt; die Zucht der Merinoschafe geht aber wegen der 
australischen und südamerikanischen Schafzucht immer mehr zurück. Der unbedeutende 
Getreidebau (Weizen) wird meist mit künstlicher Bewässerung getrieben. Nur die 
Flußtäler tragen eine üppigere Pflanzenwelt. Im Gebiet des Duero ist der Weinbau 
bemerkenswert. Südl. des schwachbewaldeten Scheidegebirges gedeiht schon der lbaum 
in den Tälern. Die windmühlenreiche Mancha ist schon im O mit Espärtogras bedeckt, 
das zu Matten, neuerdings auch zu Papier verarbeitet wird. Eins der bedeutendsten 
Quecksilberbergwerke auf der Erde ist Almadéen am Nordfuß der Sierra Morena. 
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Annegarn, Joseph. Vom Westfälischen Frieden Bis Auf Unsere Tage. Münster: Theissing, 1833. Print.
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