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[Teil 3 = 6. u. 7. Schulj] (Teil 3 = 6. u. 7. Schulj)

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN821261754
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-14588652
Titel:
R. u. W. Dietleins deutsches Lesebuch
Autor*in:
Dietlein, Rudolf (03.03.1823-16.07.1903)
Dietlein, Woldemar (04.04.1830-31.10.1891)
Bearbeiter*in/Herausgeber*in:
Jenetzky, F. W.
Hellmuth, E.
Götze, G.
Schrader, Hermann
Erscheinungsort:
Leipzig [u.a.]
Verlag:
B. G. Teubner (Theodor Hofmann)
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Lesebücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1909
Ausgabenbezeichnung:
Ausg. D in 4 Teilen für Mittelschulen
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Band

Persistenter Identifier:
PPN821262319
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-14767165
Titel:
[Teil 3 = 6. u. 7. Schulj]
Signatur:
DDR-II 25(2,12)-3
Autor*in:
Dietlein, Rudolf (03.03.1823-16.07.1903)
Dietlein, Woldemar (04.04.1830-31.10.1891)
Bearbeiter*in/Herausgeber*in:
Jenetzky, F. W.
Hellmuth, E.
Götze, G.
Schrader, Hermann
Bandzählung:
Teil 3 = 6. u. 7. Schulj
Erscheinungsort:
Leipzig [u.a.]
Verlag:
B. G. Teubner (Theodor Hofmann)
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Lesebücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1912
Ausgabenbezeichnung:
Ausg. D in 4 Teilen für Mittelschulen, Der Neubearb. 2. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
V. Aus der Natur
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • R. u. W. Dietleins deutsches Lesebuch
  • [Teil 3 = 6. u. 7. Schulj] (Teil 3 = 6. u. 7. Schulj)
  • Einband
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis
  • Verzeichnis der Verfasser
  • I. Aus der Jugendzeit
  • II. Bilder aus dem Menschenleben
  • III. Fabeln
  • IV. Im Jahreslauf
  • V. Aus der Natur
  • VI. Aus Sage und Geschichte
  • VII. Aus der Erdkunde
  • Einband

Volltext

Y, Nus der Natur. 
13o. Die Wiesengräser. 
Es ist ein herrlicher Junitag. Da wollen wir, umweht von Blüten- 
dnft und Sonnenschein, der üppigen, langgestreckten Wiese vor den Toren 
der Stadt einen Besuch abstatten. Schon sind wir an Ort und Stelle 
Wie herrlich ist ihr saftiges Grünl Wie neigen und beugen sich in 
sanftem Lufthauche die mit zierlichen Ähren und Rispen gekrönten 
Wiesengräser! Wie bunt erscheinen darunter die mancherlei blühen¬ 
den Kräuter, die von zahllosen Hummeln, Bienen, Schmetterlingen, 
Küfern und Fliegen besucht werden! Die Gräser selbst brauchen keinen 
Jnsektenbesuch,- sie sind windblütige Pflanzen. Heute wollen wir ihre 
nähere Bekanntschaft machen. 
Kräftiger und stattlicher freilich als die Gräser erscheint uns der 
Roggen. Doch er ist ein Fremdling in unserm Klima. Unsere Vor¬ 
fahren brachten ihn in uralter Zeit aus Westasien oder Südosteuropa 
mit hierher. Einem üppigen Roggenfelde sieht man es nicht an, daß 
seine Bewohner — wenn auch vor Tausenden von Jahren — gewohnt 
waren, in einem anderen Klima zu wachsen und zu reifen. Doch wie 
sehr bedarf es der steten Pflege des Menschen! Haben sich irgendwo 
auf unbebautem Boden einige Roggenkörner verstreut, so entstehen zwar 
im ersten Jahre einige dürftige Halme, aber schon im darauffolgenden 
sind sie spurlos verschwunden. Wie die Haustiere, so haben sich auch 
unsre Kulturpflanzen durch die Zucht sehr verändert, so sehr, daß sie wild 
wachsend nicht mehr vorkommen — außer einer Roggen- und Gerstenart 
— zumeist auch nicht mehr fortkommen können. Und auf den ihnen 
angewiesenen Feldern selbst, wie mühsam und oft vergeblich ist da ihr 
Kampf gegen die mancherlei Unkräuter, die ihnen den Platz streitig machen! 
Unter wieviel schlimmeren Verhältnissen wissen sich die Wiesen¬ 
gräser, die echten Kinder unsrer Heimat, zu behaupten. Zwei- 
bis dreimal im Jahre werden sie abgemäht, um unverdrossen gleich wieder 
neue Halme emporzutreiben, neue Blüten anzulegen, ob es ihnen nicht 
doch gelinge, Samen heranzureifen. Sie sind die ursprünglichen Besitzer 
von Grund und Boden und halten ihn zähe fest gegen alle Gewalt¬ 
tätigkeit, die man gegen sie ausübt. Ja, sie scheinen in diesem ewigen
	        

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Dietlein, Rudolf et al. [Teil 3 = 6. U. 7. Schulj]. Leipzig [u.a.]: B. G. Teubner (Theodor Hofmann), 1912. Print.
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