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Deutsches Lesebuch für Mittel- und Fortbildungsanstalten und ähnliche Lehranstalten

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN89314861X
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-18535014
Titel:
Deutsches Lesebuch für Mittel- und Fortbildungsanstalten und ähnliche Lehranstalten
Signatur:
DD-II 8(2,1896)
Erscheinungsort:
Straßburg
Verlag:
Straßburger Dr. und Verl.-Anst.
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Lesebücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1896
Ausgabenbezeichnung:
2., verb. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
Erster Teil
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
IV.
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Deutsches Lesebuch für Mittel- und Fortbildungsanstalten und ähnliche Lehranstalten
  • Einband
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis
  • Erster Teil
  • I.
  • II.
  • III.
  • IV.
  • V.
  • VI.
  • Zweiter Teil
  • I.
  • II.
  • III.
  • Einband

Volltext

168 
Wer mit Not zu seinem Gut gekommen, 
Dem wird es auch so leicht nicht abgenommen. 
Preidanbk. 
Schasfen und sStreben ist Gottes Gebot; 
Arbeit ist Leben, Niehtsthun ist Tod. 
Venedey. 
Ein Leben ohne Arbeit gilt 
NMur, was ein Rahmen obne Bild. 
F. V. VWeber. 
WVenn du dieh thatlos auf die Kniee warfst, 
Verlangst du, dabh dein Heil vom Himmel regne? 
Die Hand ans Verk! Daß Gott dein Schasfen segne, 
Das ist's, was du demutig bitten darfst. 
PFr. V. VWeber. 
Lahß das Gluck nie deine Herrin, 
Nie das Unglück deine Magd sein. 
Bodenstedt. 
Des Lebens Muhe lebrt uns allein des Lebens Güter schätzen. 
Goethe. 
WVenn du dott wolltest Dank für jede Lust erst sagen, 
Du fändest gar nicht Zeit, noch über Veh zu Lagen. 
FPr. RUckert. 
5* 
1. Das Leben auf dem TCande. 
Die zehn Jahre Landleben auf dem stillen Dorfe, dessen Einsamkeit 
und Weltabgelegenheit meinen Eltern, die bis dahin ihr ganzes Leben 
in Städten zugebracht hatten, oft so schwer zu ertragen waren, — mir 
sind sie das Paradies meiner Jugend, in das ich mich immer, und 
heute noch, vergeblich zurückgesehnt habe seit all den langen Jahren, 
die dazwischen liegen, zwischen dem Jetzt und dem Einst. Und was ich 
ihnen verdanke, diesen zehn Jahren des Lebens auf dem Lande und in 
und mit der freien Natur, — es ist mehr, als ich sagen kann. Zunächst 
mein Leben selbst, dessen Erhaltung bei meiner damaligen großen Schwäch— 
lichkeit in der dumpfen Enge einer großen Stadt mehr als fraglich ge— 
wesen wäre. Sodann die frühzeitige Erweckung des Sinnes und der 
Liebe zur Natur, die immer und überall, selbst in ihrer Armut, schön 
ist, und in deren Verkehr ich mein Leben lang die reinsten Genüsse 
und den erquickendsten und nachhaltigsten, immer bereiten Trost für 
manches Leid gefunden. Ferner die Gewöhnung, ja die Freude an der
	        

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Zitierempfehlung

Deutsches Lesebuch Für Mittel- Und Fortbildungsanstalten Und Ähnliche Lehranstalten. Straßburg: Straßburger Dr. und Verl.-Anst., 1896. Print.
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