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Dichtergaben

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN893255610
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-15159225
Title:
Dichtergaben
Shelfmark:
DD-II 25(2,06)
Editor:
Lange, Richard
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Dürr
Document type:
Monograph
Collection:
Readers,imperial Germany
Publication year:
1906
Edition title:
Zweite Auflage [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
ein Lesebuch für die Oberstufe mehrklassiger Volksschulen und für Bürger- und Mittelschulen

Chapter

Title:
Mörike
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Dichtergaben
  • binder
  • Title page
  • An Deutschlands Jugend
  • Inhaltsverzeichnis
  • Nach den Dichtungsarten geordnetes Verzeichnis
  • Goethe
  • Schiller
  • Kleist
  • Uhland
  • Chamisso
  • Eichendorff
  • Grillparzer
  • Mörike
  • Droste-Hülshoff
  • Hebbel
  • Storm
  • Reuter
  • Groth
  • Keller
  • Raabe
  • K. F. Meyer
  • Heyse
  • Fontane
  • Greif
  • Ebner-Eschenbach
  • Wildenbruch
  • Rosegger
  • Liliencron
  • Anhang
  • binder

Full text

146 
grünen Zweig geholfen: er wurde ein braver, ehrsamer Mann, dazu ein 
reicher, der einen noch reichem Sohn hinterließ. Seit dieser Zeit hat 
sich im ganzen Dorf kein Mensch an einem Tier mehr versündigt. 
Droste-Hülshoff. 
Annette Freiin von Droste-Hülshoff wurde 1797 auf dem Gute Hülshoff bei 
Münster i. W. geboren. Sie erhielt mit ihren Brüdern denselben wissenschaftlichen Unterricht. 
Nach dem Tode ihres Vaters zog sie mit ihrer Mutter nach Nüschhaus bei Münster. Als sie 
erkrankte, nahm sie Aufenthalt bei ihrem Schwager, dem Freiherrn von Laßberg, auf der Meers¬ 
burg am Bodensee, wo sie 1848 gestorben ist. 
Der Weiher. 
Er liegt so still im Morgenlicht, 
So friedlich, wie ein fromm Gewissen; 
Wenn Weste seinen Spiegel küssen, 
Des Ufers Blume fühlt es nicht; 
Libellen zittern über ihn, 
Blaugoldne Stäbchen und Karmin, 
Und auf des Sonnenbildes Glanz 
Die Wasserspinne führt den Tanz; 
Schwertlilienkranz am Ufer steht 
Und horcht des Schilfes Schlummerliede; 
Ein lindes Säuseln kommt und geht, 
Als flüstr' es: Friede! Friede! Friede! 
Stille, er schläft! stille, stille! 
Libelle, reg' die Schwingen sacht, 
Daß nicht das Goldgewebe schrille, 
Und, Ufergrün, hab' gute Wacht, 
Kein Kieselchen laß niederfallen. 
Er schläft auf seinem Wolkenflaum, 
Und über ihn läßt säuselnd wallen 
Das Laubgewölb der alte Baum; 
Hoch oben, wo die Sonne glüht, 
Wieget der Vogel seine Flügel, 
Und wie ein schlüpfend Fischlein zieht 
Sein Schatten durch des Teiches Spiegel. 
Stille, stille! er hat sich geregt, 
Ein fallend Reis hat ihn bewegt, 
Das grad zum Nest der Hänfling trug; 
Sn, su! breit', Ast, dein grünes Tuch — 
Su, su! nun schläft er fest genug. 
Das Haus in der Heide. 
Wie lauscht, vom Abendschein umzuckt, 
Die strohgedeckte Hütte, 
Recht wie im Nest der Vogel duckt, 
Aus dunkler Föhren Mitte. 
Am Fensterloche streckt das Haupt 
Die weißgestirnte Sterke, 
Bläst in den Abendduft und schnaubt 
Und stößt ans Holzgewerke. 
Seitab ein Gärtchen, dornumhegt, 
Mit reinlichem Gelände, 
Wo matt ihr Haupt die Glocke trägt, 
Aufrecht die Sonnenwende. 
Und drinnen kniet ein stilles Kind, 
Das scheint den Grund zu jäten, 
Nun Pflückt sie eine Lilie lind 
Und wandelt längs den Beeten.
	        

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Lange, Richard. Dichtergaben. Leipzig: Dürr, 1906. Print.
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