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Dichtergaben

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN893255610
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-15159225
Titel:
Dichtergaben
Signatur:
DD-II 25(2,06)
Bearbeiter*in/Herausgeber*in:
Lange, Richard
Erscheinungsort:
Leipzig
Verlag:
Dürr
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Lesebücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1906
Ausgabenbezeichnung:
Zweite Auflage [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
ein Lesebuch für die Oberstufe mehrklassiger Volksschulen und für Bürger- und Mittelschulen

Kapitel

Titel:
Keller
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Dichtergaben
  • binder
  • Titelseite
  • An Deutschlands Jugend
  • Inhaltsverzeichnis
  • Nach den Dichtungsarten geordnetes Verzeichnis
  • Goethe
  • Schiller
  • Kleist
  • Uhland
  • Chamisso
  • Eichendorff
  • Grillparzer
  • Mörike
  • Droste-Hülshoff
  • Hebbel
  • Storm
  • Reuter
  • Groth
  • Keller
  • Raabe
  • K. F. Meyer
  • Heyse
  • Fontane
  • Greif
  • Ebner-Eschenbach
  • Wildenbruch
  • Rosegger
  • Liliencron
  • Anhang
  • binder

Volltext

209 
Es perlte seiner Tränen Fluß, 
Er legte sich ins Gras 
Und zog aus seinem wunden Fuß 
Ein Stücklein scharfes Glas. 
Der Gott der Taugenichtse rief 
Der guten Nachtigall, 
Daß sie dem Kind ein Liedchen pfiff 
Zum Schlaf mit süßem Schall. 
In Wallis liegt ein stiller Ort, 
Geheißen Aroleid: 
Es seufzt ein Gram im Namen fort 
Seit lang entschwundner Zeit. 
Ein Berghirt hing in Todsgefahr 
An steiler Felsenwand, 
Ihn stieß hinunter dort der Aar, 
Wo keiner mehr ihn fand. 
Auf grüner Matte saß sein Weib; 
Das Kind ins Gras gelegt, 
Saß sie und schaut mit starrem Leib 
Hinüber unbewegt. 
Hinüber, wo im Dämmerblau 
Der Berg zur Tiefe schwand 
Und mit des Gipfels Silberau' 
So still am Himmel stand. 
Voll bittrer Sehnsucht sprang sie auf 
Und ging im Mattengrün 
Mit schwankem Schritt und irrem Lauf 
Und heißem Augenglühn — 
Da schreit ein Kind, ein Flügel saust 
Wohl über ihrem Haupt — 
Mit ihrem Kind zur Höhe braust 
Der Aar, der es geraubt! 
Noch sieht das Wickelband sie wehn 
In der kristallnen Luft, 
Dann sieht sie's wie ein Pünktlein stehn 
Im fernen blauen Duft. 
Dann nichts mehr, nie, so lang' sie lebt! 
Sie nahm kein Trauerkleid; 
Doch von dem Leid, daß dort noch webt, 
Der Ort heißt Aroleid. 
Vaabe. 
Wilhelm Raabe wurde 1831 zu Eschershausen im Braunschweigischen geboren, widmete 
sich dem Buchhandel, studierte dann in Berlin Philosophie und Geschichte. 
Was die Großmutter yoii Anno 1806 und 1813 erzählt. 
(Aus der „Chronik der Sperlingsgasse“.) 
Also es war Anno Sechs, als der Franzos im Lande rumorte und 
drunten schrecklich hausen sollte; denn er hatte einen großen Sieg er¬ 
fochten und glaubte das Recht dazu zu haben. Die Leute fürchteten sich 
Lange Dichtergaben. 14
	        

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Zitierempfehlung

Lange, Richard. Dichtergaben. Leipzig: Dürr, 1906. Print.
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