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Dichtergaben

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN893255610
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-15159225
Title:
Dichtergaben
Shelfmark:
DD-II 25(2,06)
Editor:
Lange, Richard
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Dürr
Document type:
Monograph
Collection:
Readers,imperial Germany
Publication year:
1906
Edition title:
Zweite Auflage [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
ein Lesebuch für die Oberstufe mehrklassiger Volksschulen und für Bürger- und Mittelschulen

Chapter

Title:
Ebner-Eschenbach
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Dichtergaben
  • binder
  • Title page
  • An Deutschlands Jugend
  • Inhaltsverzeichnis
  • Nach den Dichtungsarten geordnetes Verzeichnis
  • Goethe
  • Schiller
  • Kleist
  • Uhland
  • Chamisso
  • Eichendorff
  • Grillparzer
  • Mörike
  • Droste-Hülshoff
  • Hebbel
  • Storm
  • Reuter
  • Groth
  • Keller
  • Raabe
  • K. F. Meyer
  • Heyse
  • Fontane
  • Greif
  • Ebner-Eschenbach
  • Wildenbruch
  • Rosegger
  • Liliencron
  • Anhang
  • binder

Full text

— 271 — 
Verwildert, zum Skelett abgemagert, umschlich er einmal die armen 
Wohnungen der Häusler am Ende des Dorfes. Plötzlich stürzt er auf ein 
Kind los, das vor der letzten Hütte stand, und entriß ihm gierig das Stück 
Brot, an dem es aß. Das Kind blieb starr vor Schrecken, aber ein kleiner 
Spitz sprang aus dem Hause und bellte den Räuber an. Dieser ließ so¬ 
gleich seine Beute fahren und entfloh. 
Am selben Abend stand Hopp vor dem Schlafengehen am Fenster und 
blickte in die schimmernde Sommernacht hinaus. Da war ihm, als sähe 
er jenseits der Wiese am Waldessaum den Hund sitzen, die Stätte seines 
ehemaligen Glückes unverwandt und sehnsüchtig betrachtend — der Treueste 
der Treuen herrenlos! 
Der Jäger schlug den Laden zu und ging zu Bette. Aber nach einer 
Weile stand er auf, trat wieder ans Fenster — der Hund war nicht mehr 
da. Und wieder wollte er sich zur Ruhe begeben, und wieder fand er 
sie nicht. 
Er hielt es nicht mehr aus. Sei es, wie es sei! ... Er hielt es nicht 
mehr aus ohne den Hund. — Ich hol' ihn heim, dachte er, und fühlte sich 
wie neugeboren nach diesem Entschluß. 
Beim ersten Morgengrauen war er angekleidet, empfahl seiner Alten, 
mit dem Mittagessen nicht auf ihn zu warten, und sputete sich hinweg. 
Wie er aber aus dem Hause trat, stieß sein Fuß an denjenigen, den er 
in der Ferne zu suchen ausging. Krambambuli lag verendet vor ihm, den 
Kopf an die Schwelle gepreßt, die zu überschreiten er nicht mehr ge¬ 
wagt hatte. 
Der Revierjäger verschmerzte ihn nie. Die Augenblicke waren seine 
besten, in denen er vergaß, daß er ihn verloren hatte. In freundliche 
Gedanken versunken, intonierte er dann sein berühmtes: Was macht denn 
mein Krambam . . . Aber mitten in dem Worte hielt er bestürzt inne, 
schüttelte das Haupt und sprach mit einem tiefen Seufzer: „Schad’ um den 
Hund!" 
Wildenbruch. 
Ernst Von Mit den brach, ein Enkel des Prinzen Lonis Ferdinand von Preußen, 
geboren 1845 zu Beirut in Syrien, wo sein Vater preußischer Generalkonsul war, trat mit 
14 Jahren in das Kadettenkorps in Berlin ein und wurde Offizier. Er nahm aber bald seinen 
Abschied und studierte die Rechte. Nachdem er den Feldzug von 1870 mitgemacht hatte, wurde 
er Richter in Eberswalde und in Berlin. Später trat er ins Auswärtige Amt über und 
wurde Legationsrat. Im Jahre 1900 schied er aus seiner Stellung.
	        

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Lange, Richard. Dichtergaben. Leipzig: Dürr, 1906. Print.
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