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Dichtergaben

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN893255610
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-15159225
Titel:
Dichtergaben
Signatur:
DD-II 25(2,06)
Bearbeiter*in/Herausgeber*in:
Lange, Richard
Erscheinungsort:
Leipzig
Verlag:
Dürr
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Lesebücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1906
Ausgabenbezeichnung:
Zweite Auflage [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
ein Lesebuch für die Oberstufe mehrklassiger Volksschulen und für Bürger- und Mittelschulen

Kapitel

Titel:
Goethe
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Dichtergaben
  • binder
  • Titelseite
  • An Deutschlands Jugend
  • Inhaltsverzeichnis
  • Nach den Dichtungsarten geordnetes Verzeichnis
  • Goethe
  • Schiller
  • Kleist
  • Uhland
  • Chamisso
  • Eichendorff
  • Grillparzer
  • Mörike
  • Droste-Hülshoff
  • Hebbel
  • Storm
  • Reuter
  • Groth
  • Keller
  • Raabe
  • K. F. Meyer
  • Heyse
  • Fontane
  • Greif
  • Ebner-Eschenbach
  • Wildenbruch
  • Rosegger
  • Liliencron
  • Anhang
  • binder

Volltext

25 
Weit beharrlicher hingegen war ich, mit Hilfe unsers Bedienten, eines 
Schneiders von Profession, eine Rüstkammer auszustatten, welche zu unsern 
Schau- und Trauerspielen dienen sollte, die wir, nachdem wir den Puppen 
über den Kopf gewachsen waren, selbst aufzuführen Lust hatten. Meine 
Bespielen verfertigten sich zwar auch solche Rüstungen und hielten sie für 
ebenso schön und gut als die meinigen; allein ich hatte es nicht bei den 
Bedürfnissen einer Person bewenden lassen, sondern konnte mehrere des 
kleinen Heeres mit allerlei Requisiten ausstatten und machte mich daher 
unserm kleinen Kreise immer notwendiger. Daß solche Spiele auf Parteiungen, 
Gefechte und Schläge hinwiesen und gewöhnlich auch mit Händeln und 
Verdruß ein schreckliches Ende nahmen, läßt sich denken. In solchen 
Fällen hielten gewöhnlich gewisse bestimmte Gespielen an mir, andre auf 
der Gegenseite, ob es gleich öfter manchen Parteiwechsel gab. Ein einziger 
Knabe, den ich Pylades nennen will, verließ nur ein einzigmal, von den 
andern aufgehetzt, meine Partei, konnte es aber kaum eine Minute aus¬ 
halten, mir feindselig gegenüberzustehen; wir versöhnten uns unter vielen 
Tränen und haben eine ganze Weile treulich zusammengehalten. 
Diesen sowie andre Wohlwollende konnte ich sehr glücklich machen, 
wenn ich ihnen Märchen erzählte, und besonders liebten sie, wenn ich in 
eigner Person sprach, und hatten eine große Freude, daß mir als ihrem 
Gespielen so wunderliche Dinge könnten begegnet sein, und dabei gar kein 
Arges, wie ich Zeit und Raum zu solchen Abenteuern hatte finden können, 
da sie doch ziemlich wußten, wie ich beschäftigt war, und wo ich aus- und 
einging. Nicht weniger waren zu solchen Begebenheiten Lokalitäten wo 
nicht aus einer andern Welt, doch gewiß aus einer andern Gegend nötig, 
und alles war doch erst heut’ oder gestern geschehen. Sie mußten sich 
daher mehr selbst betrügen, als ich sie zum besten haben konnte. Und 
wenn ich nicht nach und nach, meinem Naturell gemäß, diese Luftgestalten 
und Windbeuteleien zu kunstmäßigen Darstellungen hätte verarbeiten 
lernen, so wären solche aufschneiderischen Anfänge gewiß nicht ohne 
schlimme Folgen für mich geblieben. 
Schiller. 
Friedrich von Schiller wurde am 10. November 1759 zu Marbach in Württemberg 
geboren. Sein Vater war Militärwnndarzt, wurde später Hauptmann und Aufseher über die 
Gärten des fürstlichen Lustschlosses Solitüde. Von 1773—1780 war Schiller Zögling der 
Militärakademie (später „Karlsschnle"), die der Herzog Karl Eugen ans der Solitüde anlegte, 
studierte dort zuerst Rechtswissenschaft nnd später, nachdem die Schule nach Stuttgart verlegt 
worden war, Medizin. Als Regimentsarzt in Stuttgart entfloh er 1782 dem harten Zwange,
	        

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Zitierempfehlung

Lange, Richard. Dichtergaben. Leipzig: Dürr, 1906. Print.
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