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[Teil 5 = 5. Schulj., [Schülerbd.]] (Teil 5 = 5. Schuljahr, [Schülerband])

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN891498664
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-15020296
Titel:
Deutsches Lesebuch
Erscheinungsort:
Gießen
Verlag:
Roth
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Lesebücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1888
Ausgabenbezeichnung:
Ausg. A [für 5- bis 8-klassige Schulen]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Band

Persistenter Identifier:
PPN893739006
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-15194031
Titel:
[Teil 5 = 5. Schulj., [Schülerbd.]]
Signatur:
DC-II 12(1,1888)-5
Bearbeiter*in/Herausgeber*in:
Müller, P.
Völker, J. A.
Funk, V.
Bandzählung:
Teil 5 = 5. Schuljahr, [Schülerband]
Erscheinungsort:
Gießen
Verlag:
Roth
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Lesebücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1888
Ausgabenbezeichnung:
Ausgabe A [für 5- bis 8-klassige Schulen] [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
[Lesestücke 121 - 140]
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Deutsches Lesebuch
  • [Teil 5 = 5. Schulj., [Schülerbd.]] (Teil 5 = 5. Schuljahr, [Schülerband])
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • [Lesestücke 1 - 20]
  • [Lesestücke 21 - 40]
  • [Lesestücke 41- 60]
  • [Lesestücke 61 - 80]
  • [Lesestücke 81 - 100]
  • [Lesestücke 101 - 120]
  • [Lesestücke 121 - 140]
  • [Lesestücke 141 - 160]
  • [Lesestücke 161 - 180]
  • [Lesestücke 181 - 202]
  • Anhang. Die sprachlichen Übungen des fünften Schuljahres
  • Einband

Volltext

168 
die Äste, damit sie glatt und schlank dastehen möge als ein kräftiger 
Mastbaum, der den Meeresstürmen widersteht und das schwere Segel 
zu tragen vermag. Freilich widerfährt solche Ehre nur den höchsten 
Bäumen, und die minder ausgezeichneten müssen es sich schon gefallen 
lassen, daß man sie zu Brettern zersägt und in eine Tischler- oder Drechsler- 
Werkstatt bringt. Aber der Handwerker merkt es sogleich, daß er das 
edelste Nadelholz vor sich hat, denn das Holz der Edeltanne ist bei 
weitem weißer, leichter und biegsamer als das ihrer bürgerlichen Schwester, 
der Rottanne, oder ihrer bäuerlichen Muhme, der Kiefer. Als ein 
vornehmer Baum mag die Edeltanne nicht gern in der Tiefebene bleiben 
und sucht die höhere, reinere Luft der Berge, fordert jedoch immer einen 
trockenen fruchtbaren Boden, während die Rottanne sich mit steinigem 
Erdreiche begnügt und die Kiefer gar mit dem Sande zufrieden ist. Auch 
die Nadeln sind bei der Edeltanne am schönsten. Glatt und flach, an der 
Spitze zierlich ausgerandet, haben sie auf der Unterseite zwei weißliche 
Lüngslinien, die ihnen einen weißlichen Silberschimmer verleihen, der zu 
dem Dunkelgrün der Oberfläche einen schönen Gegensatz bildet. Man hat 
deshalb den Baum mit Recht Weißtanne genannt. 
Festgewurzelt in ihrem Boden wie die Eiche steht sie und läßt ruhig 
die Stürme und Wetter ihr Haupt umtosen; der heftige Windstoß mag 
ihr ein Zweiglein rauben, aber der Stamm bleibt fest und unerschüttert. 
Und würde man es diesem starren und starken, rauhen und stolzen 
Stamme ansehen, daß er sich biegsam zur Schachtel formen läßt, um 
das Eigentum des Menschen zu bewahren, und daß er voll musikalischer 
Anlagen ist und in unsern Klavieren und auf unsern Geigen Musik 
macht? Der weiche, schmiegsame, dünne Resonanzboden im Pianoforte ist 
von der Tanne genommen, und wenn sie nicht dazu hülfe, die schwingende 
Saite tönen zu lassen und selber mit zu schwingen, würden die Töne des 
Klaviers nicht dein Ohr berühren. A. W. Grube. 
141. Der Tannenbaum. 
1. Schlanke Tanne, trägst den Gipfel 
zu den Wolken hoch und hehr, 
und bewegest deine Wipfel 
stolz im winde hin und her. — 
2. „Wohl darf ich das Sanpt erheben 
über andre Bäume stolz; 
denn td? bin fürs Menschenleben 
gar ein viel bedeutend Solz. 
Z. Denn mein Gipfel gibt die wiege 
für ein neues Menschenkind, 
darum schaukle, darum biege 
ich so lustig ihn im wind. 
4. So ein Solz, das Stürme schaukeln, 
taugt vor allem gut dazu; 
Träume werden es umgaukeln, 
wiegen ein in süszc Ruh'.
	        

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Zitierempfehlung

Müller, P., J. A. Völker, and V. Funk. [Teil 5 = 5. Schulj., [Schülerbd.]]. Gießen: Roth, 1888. Print.
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