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Deutsches Lesebuch ([Teil 1, [Schülerbd.]])

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN893533939
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-14960398
Title:
Deutsches Lesebuch
Author:
Engelien, August
Fechner, Heinrich (17.05.1845-01.09.1909)
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Schultze
Document type:
Multivolume work
Collection:
Readers, imperial Germany
Publication year:
1889
Edition title:
Ausgabe A in fünf Teilen
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Volume

Persistent identifier:
PPN893882453
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-15053259
Title:
Deutsches Lesebuch
Shelfmark:
DC-II 5(19,1889)-1
Author:
Engelien, August
Fechner, Heinrich (17.05.1845-01.09.1909)
Volume count:
[Teil 1, [Schülerbd.]]
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Schultze
Document type:
Volume
Collection:
Readers, imperial Germany
Publication year:
1889
Edition title:
Ausgabe A in fünf Teilen, 19., (1. umgearbeitete) Auflage [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Chapter

Title:
[Lesestücke 21 - 40]
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Deutsches Lesebuch
  • Deutsches Lesebuch ([Teil 1, [Schülerbd.]])
  • Binder
  • Title page
  • Aus dem Vorworte zu den ersten Auflagen
  • Vorwort zur 19. Auflage
  • Inhalt
  • [Lesestücke 1 - 20]
  • [Lesestücke 21 - 40]
  • [Lesestücke 41 - 60]
  • [Lesestücke 61 - 80]
  • [Lesestücke 81 - 100]
  • [Lesestücke 101 - 120]
  • [Lesestücke 121 - 140]
  • [Lesestücke 141 - 160]
  • [Lesestücke 161 - 180]
  • [Lesestücke 181 - 196]
  • Binder

Full text

12 
22. Oer unzufriedene Esel. 
August Gottlieb Meißner. 
Äsopische Fabeln für die Jugend. Nach verschiedenen Dichtern gesammelt und 
bearbeitet. Augsburg. 1813. 8. 177. 
1. Zn einem harten Winter wünschte sich ein Esel sehnlich, 
bald sein Bündel Stroh und sein kaltes Nachtlager mit wärmerem 
Wetter und mit einem Mund voll frischen Grases zu vertauschen. 
2. Das wärmere Wetter und das frische Gras kamen, aber 
mit ihnen zugleich stellte sich so mannigfache Arbeit ein, daß der 
Esel bald des Frühlings so überdrüssig als Hes Winters ward und 
sich desto mehr nach dem Somnier sehnte. 
3. Auch dieser erschien, aber mit ihm zugleich die Ernte. Wie 
oft mußte jetzt der Esel Korn und Feldfrüchte bald nach Hause und 
bald in die Mühle tragen! Wie ängstlich seufzte er über den Sommer, 
und wie inständigst wünschte er sich den Herbst! 
4. Der Herbst brach an; Äpfel, Trauben und andere Früchte 
wurden reif; Holz- und Wintervorrat mußten eingesammelt werden. 
Nie glaubte der arme Langohr noch so übel daran gewesen zu fetnr 
und aufs kläglichste flehte er den Winter an, doch ja herbeizueilen, 
weil er da Ruhe zu finden hoffe. 
23. Das Pferd und der beladene Esel. 
Äuguli Gottlreb Meißner. 
Fabeln. Wien. 1813. S. 157. (Äsopische Fabeln für die Jugend. Augsburg. 1813. S. 7.) 
1. Ein lediges Pferd und ein schwer belasteter Esel, 
beide einem Herrn dienstbar, mußten neben einander über 
Land gehn. „Nimm mir doch, liebes Roß,“ bat stöhnend 
der Esel, „nimm mir nur einen kleinen Teil meiner Bürde 
ab, denn ich sinke sonst unter ihr zu Boden.“ Das Pferd 
weigerte sich; seufzend schlich der arme Lastträger noch 
einige hundert Schritte weiter, strauchelte dann und sank 
wirklich tot zur Erde nieder. 
2. Der Treiber, der zu spät sein Unrecht einsah, that 
alles mögliche, sein Tier wieder zu ermuntern; als er aber 
sah, daß alle Mühe vergebens sei, zog er — um doch etwas 
zu behalten — dem toten Esel die Haut ab und legte die 
ganze Ladung nebst dieser Haut auf des Pferdes Rücken. 
„Schon recht!“ sprach dieses bei sich selbst; „dies ist 
verdiente Strafe für meine Unbarmherzigkeit! Hätte ich 
mich vorhin nicht geweigert, meinem Gefährten beizustehn, 
so lebte er noch, und dieses Drangsal würde mich nicht 
treffen.“
	        

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Engelien, August, and Heinrich Fechner. Deutsches Lesebuch. Berlin: Schultze, 1889. Print.
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