GEI-Digital Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
  • Rotate to the left
  • Rotate to the right
  • Reset image to default view
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Deutsches Lesebuch für das mittlere Kindesalter beider Konfessionen

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN894047035
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-15218415
Title:
Deutsches Lesebuch für das mittlere Kindesalter beider Konfessionen
Shelfmark:
DC-II 14(13,1894)
Place of publication:
Breslau
Publisher:
Hirt
Document type:
Monograph
Collection:
Readers,imperial Germany
Publication year:
1894
Edition title:
Dreizehnte (Stereotyp-) Auflage [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
mit 188 in den Text gedruckten Abbildungen ; zwei Abteilungen in einem Bande

Chapter

Title:
Erste Abteilung
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
[Lesestücke 251 - 300]
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Deutsches Lesebuch für das mittlere Kindesalter beider Konfessionen
  • binder
  • Title page
  • Vorwort zur neunten und zehnten Auflage
  • Advertising
  • Erste Abteilung
  • [Lesestücke 1 - 50]
  • [Lesestücke 51 - 100]
  • [Lesestücke 101 - 150]
  • [Lesestücke 151 - 200]
  • [Lesestücke 201 - 250]
  • [Lesestücke 251 - 300]
  • [Lesestücke 301 - 311]
  • Übersicht des Inhalts der ersten Abteilung des Lesebuchs
  • Übersicht der in den Text der ersten Abteilung gedruckten Abbildungen
  • Zweite Abteilung
  • [A. Aus dem Natur- und Menschenleben]
  • [B. Deutsches Land und Volk]
  • [C. Aus der deutschen Geschichte]
  • Zur Erinnerung an das Jahr 1888
  • Inhalt der zweiten Abteilung
  • binder

Full text

261. Eine Ohrfeige zur rechten Zeit. 
27 
1 
251. (265.) Eine Ohrfeige zur rechten Zeit. 
In einer Handelsstadt UNorddeutschlands lebte ein Kaufmann, namens 
Müller. Ihm begegnete oft ein junger, wohlgekleideter Mensch, der ihn 
inmer sehr freundlich begrüßte. Herr Müller exrwiderte den Gruß war 
lern, aber da er sich nicht erinnerte, den sungen Menschen se zuvor ge— 
ehen zu haben, so glaubte ex, daß dieser ihn mit einem anderen verwechsele. 
ines Tages nun war Herr Müller m einem Freunde eingeladen, und als 
er zur bestimmten Beit in dessen Hause eintraf, fand er denselben jungen 
Mann schon mit dem Hausherrn im Gespräch. Der Wirt wollte nun seine 
beiden Freunde mit einander bekannt machen, aber der jüngere sagte: „Das 
it nicht nötig, wir kennen uns schon viele Jahre.“ — „Ich glanbe, ste sind 
im Irrtum,“ erwiderte Herr Müller; „ich habe allerdings seit einiger Zeit 
manchen freundlichen Gruß von ihnen bekommen, aber sonst sind ste mir gan; 
sremd. „Und doch kenne ich ste lange,“ antwortete der junge Mann, 
und ich freue mich, ihnen heute herzlich danken zu können.“ — „Wofür wollen 
le mir danken?“ fragte KHexx Müller. — „Das ist allerdings eine 
üle Geschichte,“ versettte jener; „aber wenn ste mir einige Angenblicke zu- 
hören wollen, so werden sie sich meiner doch vielleicht noch erinnern.“ 
„Eines Morgens ging ich in die Schule. Ich war damals 9 Zahre 
ult. Als ich über den Marktplatz kam, waren dort viele Körbe voll der 
lhönsten Apfel zu sehen. Ich bekam nur selten Obst und betrachtete daher 
kecht lüstern die herxlichen, großen Äpfel. Die Gigentümerin sprach mit 
kiner UNachbarin und hatte deshalb ihrer Ware den Rücken zugekehrt. Da 
kam mir der Gedanke, einen einzigen Apfel heimlich zu nehmen; ich dachte, 
die Frau behielte sja noch eine große Menge. Leise streckte ich meine Nand 
uus und wollke eben ganz vorsichtig meine Peute in die Tasche stecken, da 
bekam ich eine derbe Ohrfeige, so daß ich vor Schrecken den Apfel fallen 
ließ. Junge! sagte mgleich der Mann, der mir die Ohrfeige gegeben 
hatte, wie heißt das siebente Gebot? Uun, ich hoffe, daß du zum 
ersten Male dagegen sündigst; laäß es zugleich das letzte Mal 
sein! — Vor Scham wagte ich kaum die Augen aufzuschlagen, aber doch 
it mir das Antlitz jenes Mannes unvergeßlich geblieben. — In der Schule 
war ich anfangs sehr nnaufmerksam; ich glanbte immer von neuem die 
Worte m hören: Laß es das letzte Mal sein! Und ich nahm mir 
sest vor: Ja, es soll gewiß das exste und das letzte Mal sein. Aber auch lange 
nachher, wenn ich aus dem Katechismus das stebente Gebot sagen sollte, 
dachte ich mit heftigem Herxzklopfen an senen Morgen. Als ich nach einigen 
dahren die Schule verließ, ward ich Lehrling bei einem Kausmanne in 
Lesebuch der Brüder Seltzsam. 1. 
12
	        

Cite and reuse

Cite and reuse

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS IIIF manifest Mirador ALTO TEI Full text PDF DFG-Viewer OPAC

Chapter

PDF RIS

Image

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Image

URN:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Seltzsam, Karl, and Ludwig Seltzsam. Deutsches Lesebuch Für Das Mittlere Kindesalter Beider Konfessionen. Breslau: Hirt, 1894. Print.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment