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Deutsches Lesebuch für das mittlere Kindesalter beider Konfessionen

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN894047035
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-15218415
Title:
Deutsches Lesebuch für das mittlere Kindesalter beider Konfessionen
Shelfmark:
DC-II 14(13,1894)
Place of publication:
Breslau
Publisher:
Hirt
Document type:
Monograph
Collection:
Readers,imperial Germany
Publication year:
1894
Edition title:
Dreizehnte (Stereotyp-) Auflage [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
mit 188 in den Text gedruckten Abbildungen ; zwei Abteilungen in einem Bande

Chapter

Title:
Erste Abteilung
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
[Lesestücke 1 - 50]
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Deutsches Lesebuch für das mittlere Kindesalter beider Konfessionen
  • binder
  • Title page
  • Vorwort zur neunten und zehnten Auflage
  • Advertising
  • Erste Abteilung
  • [Lesestücke 1 - 50]
  • [Lesestücke 51 - 100]
  • [Lesestücke 101 - 150]
  • [Lesestücke 151 - 200]
  • [Lesestücke 201 - 250]
  • [Lesestücke 251 - 300]
  • [Lesestücke 301 - 311]
  • Übersicht des Inhalts der ersten Abteilung des Lesebuchs
  • Übersicht der in den Text der ersten Abteilung gedruckten Abbildungen
  • Zweite Abteilung
  • [A. Aus dem Natur- und Menschenleben]
  • [B. Deutsches Land und Volk]
  • [C. Aus der deutschen Geschichte]
  • Zur Erinnerung an das Jahr 1888
  • Inhalt der zweiten Abteilung
  • binder

Full text

50. Die Rotkehlchen. 
33 
während des Essens wieder in das Zimmer. Man jagte ihn zum 
zweiten Male hinaus. Er blieb nun wieder einige Zeit im Hofe 
und kam darauf abermals in das Haus. Als man ihn aber zum 
dritten Male hinausjagte, flog er über den Garten weg. 
Der Herbst kam herbei, und niemand dachte mehr an das 
Rotkehlchen. Da sagte man dem Herrn G., daß ein Vogel gegen 
die Fenster seines Hauses fliege; er merkte indessen nicht weiter 
darauf. Als man aber eines Abends etwas aus dem Keller holen 
wollte, flog ein Vogel dem Lichte nach und ließ sich willig fangen. 
Man brachte ihn in die Stube, und siehe da! man erkannte sogleich 
das alte Rotkehlchen. Es war noch ganz zahm, fraß sogleich 
aus der Hand und blieb wieder den ganzen Winter über da. Im 
Frühjahr jagte man es wieder fort. Es blieb in der Nähe des 
Hauses und sah nach den Fenstern. Wenn Herr G. mit seiner 
Frau im Garten herumging, so flog es ihm von einem Baume zu 
dem andern nach. Weil man es immer wieder wegjagte, flog es 
zuletzt über den Garten davon. Mit bewegtem Herzen sah G. 
dem treuen Vogel nach und erwartete am Anfang des Herbstes 
die Rückkehr des kleinen Gastes. Er stellte sich auch wirklich ein, 
flog dem Lichte nach in die Stube und erfreute Herrn G. und 
seine Freunde durch die alte Zutraulichkeit. 
Das ist freilich eine sehr schöne Geschichte, und es gefällt mir 
an dem Rotkehlchen gar wohl, daß es so viel Zutrauen zu uns 
Menschen hat. Aber das gefällt mir von ihm nicht, daß es außer— 
dem ein überaus zänkischer Geselle ist. Kein Rotkehlchen leidet 
in der Stube einen anderen Vogel, ja es leidet nicht einmal seines— 
gleichen. Wenn man ein noch so zutrauliches Rotkehlchen hat 
und will demselben in guter Meinung einen Gesellschafter geben, 
so wird es aufgebracht, daß es ihn totbeißt. Ja es beneidet und 
haßt sein eigenes Bild. Sobald es sich in einem Spiegel sieht, 
fängt es an, gegen sein Bild zu beißen. Wie viele Kinder giebt 
s, die wohl mit andern Leuten freundlich thun, aber mit ihren 
Geschwistern streiten und zanken. Wir lernen am Rotkehlchen, 
wie häßlich das ist. 
Fr. Jubitz. 
lesebuch der Brüder Seltzsam. 1. 
9
	        

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Seltzsam, Karl, and Ludwig Seltzsam. Deutsches Lesebuch Für Das Mittlere Kindesalter Beider Konfessionen. Breslau: Hirt, 1894. Print.
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